Nach etwas über drei Stunden mit Silent Hill: Townfall laufe ich wie benebelt durch Tokyo. Schuld daran ist nicht nur die unerträgliche, schwüle Hitze des japanischen Sommers – sondern vor allem die Atmosphäre-Klatsche, die ich mir auf dem Konami-Event abgeholt habe.
Seit der Enthüllung des Entwicklers Screen Burn im Ankündigungs-Trailer wusste ich, dass uns mit Townfall etwas ganz Besonderes erwartet. Schließlich ist das schottische Studio bekannt für außergewöhnliches Storytelling und Immersion. Und ich wurde zumindest in meinen ersten drei Stunden nicht enttäuscht. Die Studio-DNA ist auch diesmal fest in das Spiel verwoben: Townfall tickt anders als viele seiner Genre-Kollegen, pfeift auf ausgetretene Survival-Horror-Pfade und zwingt mich stellenweise sogar, zu verlernen, was ich über Videospiel-Logik weiß.
Townfall ist der mutigste Silent-Hill-Ableger seit Langem – schleppt damit aber natürlich auch ein enormes Risiko mit. Damit wir gemeinsam ungeduldig bis zum 24. September 2026 mit dem Bein wippen können, verrate ich euch jetzt fünf Dinge, die mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen – und auch, für wen sich der Ausflug nach St. Amelia wahrscheinlich eher nicht lohnt.
Disclaimer: Konami hat mich nach Tokyo zu einem exklusiven Preview-Event eingeladen. Reise-, Verpflegungs- und Hotelkosten wurden dabei vom Publisher übernommen. Aufnahmen des Gameplays waren nicht gestattet – das B-Roll sowie die Screenshots wurden von Konami und Annapurna gestellt. Dabei handelt es sich um Aufnahmen aus einer frühen Version, die sich noch in Entwicklung befindet. Auf unsere Berichterstattung hat das Event selbstverständlich keinen Einfluss.
1. Tauchgang in St. Amelia
Ich erwache als Protagonist Simon mitten in den Gewässern vor einem schottischen Küstenstädtchen – ohne einen Plan, was ich hier mache und wie ich überhaupt hierher gekommen bin. Nur eine Stimme in meinem Kopf lenkt mich und fordert mich auf, »sie« zu finden. Von den Zwischensequenzen in der dritten Person springe ich direkt in die Ego-Ansicht und beginne meinen Tauchgang in das neblige Städtchen Silent Hill – äh, ich meine natürlich St. Amelia.
Obwohl auch Townfall wie schon sein Vorgänger Silent Hill f nicht in der namensgebenden US-Stadt spielt, schleicht sich das gewohnt beklemmende Gefühl der Geisterstadt genauso schnell ein, wie sich der berühmte Nebel um meine Knöchel wickelt. Um diese dichte Atmosphäre nicht zu durchbrechen, verzichtet Entwickler Screen Burn auf bequeme Videospiel-Regeln und zwingt mich stattdessen, voll und ganz in die Welt einzutauchen.
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