Was Blizzard da gestern abgerissen hat, war ein verdammt cleverer Schachzug

Blizzard kündigt nicht nur Diablo 5 an, sondern entwickelt auch StarCraft, WarCraft 3 und sogar Heroes of the Storm weiter. Dahinter steckt ein klares Zeichen.

Blizzard hat gerade ein ordentliches Feuerwerk veranstaltet. Dahinter steckt natürlich präzises Marktkalkül. Blizzard hat gerade ein ordentliches Feuerwerk veranstaltet. Dahinter steckt natürlich präzises Marktkalkül.

Als ich im Januar in Irvine, Kalifornien, bei Blizzard zu Besuch war, fanden bereits erste Hinterzimmergesprächlein zur BlizzCon 2026 statt. Auch mir wollte man natürlich noch nicht die konkreten Enthüllungen verraten, aber zwischen den Zeilen schwang immer als klarer Tenor mit: »Zum ersten Mal seit 2023 ist wieder BlizzCon – und sie wird knallen!«

Und geknallt hat sie, mit sensationellen Ankündigungen. Diablo 5 wurde enthüllt, es erscheint schon 2029. StarCraft kehrt zurück als Singleplayer-Shooter mit Open World. Warcraft 3 bekommt nach 24 Jahren ein neues Addon, Diablo 4 mit der Amazone eine neue Klasse. Und dann rumste es noch kräftig bei World of Warcraft: Mit WoW: Forever kommt eine weitere Iteration von Classic, allerdings wiederholt die nicht die Historie des Originals, sondern schlägt komplett eigene Pfade ein. Und selbst die fünf verbleibenden Fans von Heroes of the Storm (wie ich) bekommen nach jahrelanger Dürre wieder neue Inhalte!

Bei so einem Feuerwerk recken sich die Köpfe natürlich gen Himmel, aber es lohnt sich ein Blick hinter das Spektakel, denn wer da warum und wie am Boden zündelt, entscheidet nicht nur über die Zukunft von Blizzard, sondern setzt auch ein Zeichen für Mutterkonzern Microsoft.

Dimitry Halley
Dimitry Halley

GameStar-Redaktionsleiter Dimi war erst im Januar 2026 bei Blizzard zu Besuch, um sich deren Line-Up für 2026 anzuschauen, angeführt vom damals neuen Addon für Diablo 4. Im Gespräch mit Blizzards CEO Johanna Faries sprach er außerdem über die Pläne des Konzerns für die Zukunft. Mit der BlizzCon sehen wir jetzt, wie diese Pläne erste Früchte tragen. Und darüber dürften sich auch die Microsoft-Aktionäre freuen.

Microsofts goldenes Kind

Microsoft hat ein Markenproblem. Gut, sie haben auch ein Imageproblem nach den Abertausenden Entlassungen, aber selbst abseits davon stehen Microsofts Marken und Plattformen nicht gut da. Die Xbox hatte seit zehn Jahren kaum fünf wirklich starke, lohnenswerte exklusive First-Party-Blockbuster, Franchises wie Gears of War und Halo starten erst jetzt wieder erste Erholungsversuche.

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