Ein kurzer Klick, ein Scan des Gesichts oder des Fingers und schon ist das Abo abgeschlossen. Smartphones machen das Bezahlen der nötigen Übel unserer Zeit (muss heutzutage echt alles ein Abo sein?) komfortabler denn je.
Diese Bequemlichkeit hat jedoch oft einen versteckten Preis. Wer Abonnements in den Apps auf dem Handy abschließt, zahlt häufig deutlich mehr als nötig.
Der kurze Umweg über den Browser kann im Jahr schnell eine Ersparnis von über hundert Euro einbringen.
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Sonys neuestes Smartphone solltet ihr als Fotografie- und Musik-Fan auf dem Schirm haben
Warum Abos auf dem Handy teurer sind
Die Preisunterschiede haben einen simplen Hintergrund. Apple und Google stellen mit dem App Store und dem Google Play Store die Infrastruktur für Millionen von Anwendungen bereit.
Für In-App-Käufe und Abonnements, die über diese hauseigenen Bezahlsysteme abgewickelt werden, verlangen die Tech-Giganten eine Provision. Diese Gebühr kann bis zu 30 Prozent des Kaufpreises betragen.
Viele Anbieter und Entwickler reichen diese Kosten schlichtweg an die Kundschaft weiter. Wer die App nutzt, zahlt die Provision quasi als Aufschlag mit. Wer hingegen denselben Dienst über den Browser auf der Webseite des Anbieters abonniert, umgeht die Zahlungssysteme von Apple und Google und spart so jeden Monat Geld.
Drei prominente Beispiele für den Handy-Aufschlag
Wie drastisch die Unterschiede ausfallen, zeigt ein Blick auf beliebte Dienste aus dem Unterhaltungs- und Creator-Bereich:
- YouTube Premium: Beim Videodienst von Google greift der Aufschlag auf dem iPhone spürbar. Wer den individuellen Plan für werbefreie Videos direkt in der iOS-App bucht, zahlt mittlerweile knapp 20 Euro im Monat. Schließt man exakt dasselbe Abo über die YouTube-Webseite ab, fallen lediglich rund 15 Euro an.
- Twitch: Die beliebte Streaming-Plattform berechnet für kostenpflichtige Kanal-Abonnements (Subs), mit denen man Streamer unterstützt, in den Smartphone-Apps ebenfalls höhere Preise. Der Abschluss über den Desktop-Browser schont den eigenen Geldbeutel spürbar und wird selbst von Twitch für iOS-Nutzer empfohlen.
- Patreon: Auf der Unterstützer-Plattform Patreon sorgt die App-Steuer für Unmut. Die Plattform schlägt die Store-Gebühren bei Käufen in der iOS-App direkt auf den Preis drauf. Der zusätzliche Betrag landet dabei komplett bei Apple und hilft den Künstlern in keiner Weise.
Ausnahmen bestätigen die Regel
Dieser Preisaufschlag ist jedoch kein unumstößliches Naturgesetz. Es lohnt sich immer ein genauer Blick, da manche Anbieter die Gebühren intern verrechnen oder durch Währungsschwankungen abweichende Preise entstehen.
Ein solches Gegenbeispiel liefert derzeit ChatGPT Plus. Wer die Premium-Version der KI in der Android-App abonniert, zahlt dort rund 22 Euro. Auf der Webseite des Anbieters OpenAI werden durch die direkte Umrechnung von US-Dollar in Euro inklusive Mehrwertsteuer knapp 23 Euro fällig. In diesem Fall ist der Griff zum Smartphone tatsächlich die minimal günstigere Wahl.
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So prüft ihr eure eigenen Abos
Da die Preisgestaltung je nach Plattform und Betriebssystem stark schwankt, lohnt sich ein kurzer Check der eigenen Abos. Ihr könnt in wenigen Sekunden überprüfen, welche laufenden Kosten aktuell direkt über euer Smartphone abgebucht werden.
Auf dem iPhone (iOS):
- Öffnet die App »Einstellungen«.
- Tippt ganz oben auf euren Namen (Apple-ID).
- Wählt den Menüpunkt »Abonnements«.
Auf Android-Smartphones:
- Öffnet den Google Play Store.
- Tippt oben rechts auf das Profilbild.
- Wählt »Zahlungen und Abos« und anschließend »Abos«.
Der beste Tipp für den Alltag: Vergleicht bei einem neuen Dienst den Preis in der App kurz mit dem Preis auf der offiziellen Webseite. Falls die Browser-Version günstiger ist, schließt ihr das Abo einfach dort ab. Sobald ihr euch danach in der App auf dem Handy einloggt, stehen euch alle Premium-Funktionen wie gewohnt zur Verfügung – nur eben zum besseren Preis.





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