Bilder wie diese erinnern mich ständig daran, dass es für tolle Fotos einfach keine teure Kamera braucht

Kameras machen mehr Spaß, aber Smartphones sind für viele ausreichend.

Für solche Bilder braucht man keine 2.000-Euro-Kamera. Das Smartphone reicht inzwischen (Bild: ab3e - Reddit) Für solche Bilder braucht man keine 2.000-Euro-Kamera. Das Smartphone reicht inzwischen (Bild: ab3e - Reddit)

Kameras sind Smartphones weit überlegen. Das liegt vor allem an den größeren Sensoren, die in den großen Apparaten verbaut sind. Zum Vergleich: Die Sensorfläche von sogenannten Vollformatkameras ist etwa 30-mal größer als die von einigen Smartphones.

Das bringt mehrere Vorteile mit sich. Die Bilder aus herkömmlichen Kameras sind etwa grundsätzlich schärfer, detailreicher und weitaus lichtstärker.

Und trotzdem: Was Fotografen teilweise aus den kleinen Handys kitzeln, beeindruckt und motiviert mich gleichermaßen stark. Chapeau, ab3e! Das sind richtig tolle Bilder, die ihr hier bestaunen könnt:

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Patrick Schneider
Patrick Schneider

Patrick verbringt seine Freizeit überwiegend damit, zu fotografieren. Nichts anderes hilft ihm so gut, abzuschalten, zu entspannen und sich kreativ auszutoben. Dazu verwendet er allerdings nahezu immer eine richtige Kamera und nicht das Smartphone. Wenn er nicht gerade draußen nach spannenden Motiven sucht, verbringt er neuerdings Zeit mit seinem TV und der PlayStation 5 Pro.

Handys haben Einsteiger-Kameras ersetzt

Die Fotos wurden mit dem Vivo X200 Ultra im RAW-Format geknipst. Laut Überschrift wurden die Fotos mithilfe von Lightroom nachbearbeitet.

Smartphones von chinesischen Herstellern wie das Vivo X200 Ultra zeichnen sich meistens durch eine starke Triple-Kamera aus. (Bild: Vivo) Smartphones von chinesischen Herstellern wie das Vivo X200 Ultra zeichnen sich meistens durch eine starke Triple-Kamera aus. (Bild: Vivo)

Was ist das für ein Handy? Das Smartphone ist vor rund einem Jahr auf den Markt gekommen und galt als Flaggschiff des Herstellers Vivo. Hierzulande ist das Gerät leider nicht erschienen und muss importiert werden.

Der Preis hierfür beläuft sich aktuell auf 767 Euro (zuzüglich Importkosten und Zoll). Eine ordentliche Stange Geld. Mit einer modernen Einsteigerkamera plus Wechselobjektiv streift ihr allerdings schnell die 1000-Euro-Marke. Zumindest, wenn ihr neu kauft.

Vivo X200 Ultra - Specs
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KategorieSpezifikation
Display6,82 Zoll LTPO AMOLED
1440 × 3168 Pixel
120 Hertz
Peak‑Helligkeit bis 4500 nits
SchutzglasArmor Glass
ProzessorQualcomm Snapdragon 8 Elite
RAM12 GB oder 16 GB LPDDR5X
Speicher256 GB, 512 GB oder 1 TB (UFS 4.1)
SpeichererweiterungKeine
Hauptkamera‑Details50 MP, f/1.7, 1/1.28 Zoll (Hauptkamera)
200 MP, f/2.3, 1/1.4 Zoll (Telekamera)
50 MP, f/2.0, 1/2.76" (Ultraweitwinkel)
Frontkamera50 MP
VideoBis 8K 30 fps sowie 4K 120 fps
Akku6000 mAh
Laden90 W kabelgebunden, 40 W kabellos, Reverse Charging
BetriebssystemAndroid 16
Mobilfunk5G, LTE, HSPA, GSM, CDMA
WLANWi‑Fi 7
BluetoothBluetooth 5.4
USBUSB‑C 3.2, OTG, DisplayPort
FingerabdruckUnter dem Display (ultraschallbasiert)
SchutzklasseIP68 / IP69
Maße163,1 × 76,8 × 8,7 mm
Gewicht229 Gramm
SonstigesStereo‑Lautsprecher, NFC, Dual‑SIM, Satelliten‑SOS nur beim 16 GB / 1 TB‑Modell

Schönere Fotos werdet ihr mit einer Kamera unter Umständen nicht machen. Zum einen sind Smartphones für Schnappschüsse oder Naturfotos absolut ausreichend, wie die Beispiele oben eindrucksvoll zeigen.

Auf der anderen Seite ist die Person hinter der Kamera entscheidend für ein gelungenes Bild. Nicht umsonst sprechen viele aus der Community immer wieder von einem Fehler: der Annahme, dass teurere Ausrüstung automatisch zu besseren Fotos führt.

Lange ist es her, als ich bewusst mit Smartphones fotografiert habe. In meinem Wanderurlaub 2023 war ich froh, das Handy in der Tasche zu haben. (Bild: Patrick S. - GameStar Tech) Lange ist es her, als ich bewusst mit Smartphones fotografiert habe. In meinem Wanderurlaub 2023 war ich froh, das Handy in der Tasche zu haben. (Bild: Patrick S. - GameStar Tech)

Smartphones gleichen ihre Schwächen gegenüber Kameras zunehmend mit Software aus. Wo der kleine Sensor an seine Grenzen stößt, kommt die Computational Photography zum Einsatz.

Details werden per Software nachgeschärft, Bildrauschen herausgerechnet und die fehlende optische Tiefe durch künstliches Bokeh simuliert, das den Hintergrund per Software weichzeichnet.

Während es bei Smartphones (grob formuliert) also ausreicht, »einfach draufzuhalten«, erfordert die Kamera trotz Automatikmodus eine gewisse Einarbeitung. Knöpfe, Drehrädchen und diverse Einstellungen sind nicht für alle sofort verständlich. Die Hürde ist schlicht größer.

Neben einem kostspieligen Investment braucht es also mitunter viel Zeit. Beide Faktoren machen eine Empfehlung für Einsteiger-Kameras so schwierig: Smartphones kosten in der Regel weniger, haben eine ausreichend leistungsstarke Kamera und sind obendrein … Smartphones.

An welche (physikalischen) Grenzen Smartphones stoßen, erkläre ich im folgenden Video:

Video starten 7:31 3 Gründe, warum Smartphones niemals Kameras ersetzen können

Warum ich ausschließlich mit Kameras fotografiere

Man könnte jetzt meinen, ich hätte ein Faible für Smartphone-Fotografie. Dem ist jedoch nicht so. Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte Mal bewusst mein iPhone aus der Hosentasche gezückt habe, um ein Bild zu machen.

Die Kamera ist mein Hauptwerkzeug, und das liegt an drei wesentlichen Faktoren.

  1. Spaß und Haptik: Eine Kamera fühlt sich extrem gut an, wie ein Werkzeug. Sie ist auf einen Anwendungsfall ausgelegt: Fotos (Okay, und Videos). Die Knöpfe, Rädchen und Einstellungen erlauben mir eine extrem hohe Präzision und damit die Möglichkeit, das Bild genau nach meinen Vorstellungen zu knipsen. Die Kamera passt sich mir an, nicht umgekehrt.
  2. Spielraum: Während Handy-Hersteller mit 50 oder sogar 200 Megapixeln in ihren Geräten werben, hat meine Nikon »nur« 24,5 Megapixel. Und trotzdem kann ich mehr Details einfangen und somit bei geringem Qualitätsverlust reinzoomen (croppen). Das liegt wie erwähnt am weitaus größeren Bildsensor.
  3. Mein Anspruch: Ich genieße also die maximale Freiheit, die mir diese Kamera bietet, und den kreativen Spielraum, den sie mir ermöglicht. Ich habe den Anspruch, das Maximum aus den Fotos herauszuholen und das gelingt mit einer Kamera. Das war mir zumindest bisher mit einem Smartphone nicht möglich. Das muss natürlich nicht für alle gelten.

Umso mehr bewundere ich andere Fotografen aus der Community, die mit vergleichsweise einfachen Mitteln wie einem Smartphone so tolle Fotos machen. Das motiviert mich!

Zeit für Out of the Box

Seit fast vier Jahren investiere ich massiv Zeit in die Fotografie (insgesamt länger mit Pausen). Eines der schönsten Dinge, die ich daraus mitnehmen konnte: Fotografie lebt von der Community. Menschen präsentieren ihre Errungenschaften und teilen ihre Erfahrungen, beispielsweise wie sie zu ihrem Zielfoto gekommen sind.


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Das motiviert wiederum andere, es ihnen gleichzutun und sich ebenfalls an diversen Projekten zu versuchen. Die Möglichkeiten, Ideen und deren Umsetzung sind dabei nahezu unbegrenzt. Die einzige Grenze ist die eigene Kreativität.

So spornen mich die Fotos von ab3e beispielsweise dazu an, mich wieder an der Smartphone-Fotografie zu versuchen und die Kamera im Schrank zu lassen. Nur zum Spaß und um zu sehen, welche Bilder ich mit einem Smartphone schießen kann.

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