Kameras sind Smartphones weit überlegen. Das liegt vor allem an den größeren Sensoren, die in den großen Apparaten verbaut sind. Zum Vergleich: Die Sensorfläche von sogenannten Vollformatkameras ist etwa 30-mal größer als die von einigen Smartphones.
Das bringt mehrere Vorteile mit sich. Die Bilder aus herkömmlichen Kameras sind etwa grundsätzlich schärfer, detailreicher und weitaus lichtstärker.
Und trotzdem: Was Fotografen teilweise aus den kleinen Handys kitzeln, beeindruckt und motiviert mich gleichermaßen stark. Chapeau, ab3e! Das sind richtig tolle Bilder, die ihr hier bestaunen könnt:
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Handys haben Einsteiger-Kameras ersetzt
Die Fotos wurden mit dem Vivo X200 Ultra im RAW-Format geknipst. Laut Überschrift wurden die Fotos mithilfe von Lightroom nachbearbeitet.
Was ist das für ein Handy? Das Smartphone ist vor rund einem Jahr auf den Markt gekommen und galt als Flaggschiff des Herstellers Vivo. Hierzulande ist das Gerät leider nicht erschienen und muss importiert werden.
Der Preis hierfür beläuft sich aktuell auf 767 Euro (zuzüglich Importkosten und Zoll). Eine ordentliche Stange Geld. Mit einer modernen Einsteigerkamera plus Wechselobjektiv streift ihr allerdings schnell die 1000-Euro-Marke. Zumindest, wenn ihr neu kauft.
Hier aufklappen
| Kategorie | Spezifikation |
|---|---|
| Display | 6,82 Zoll LTPO AMOLED 1440 × 3168 Pixel 120 Hertz Peak‑Helligkeit bis 4500 nits |
| Schutzglas | Armor Glass |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Elite |
| RAM | 12 GB oder 16 GB LPDDR5X |
| Speicher | 256 GB, 512 GB oder 1 TB (UFS 4.1) |
| Speichererweiterung | Keine |
| Hauptkamera‑Details | 50 MP, f/1.7, 1/1.28 Zoll (Hauptkamera) 200 MP, f/2.3, 1/1.4 Zoll (Telekamera) 50 MP, f/2.0, 1/2.76" (Ultraweitwinkel) |
| Frontkamera | 50 MP |
| Video | Bis 8K 30 fps sowie 4K 120 fps |
| Akku | 6000 mAh |
| Laden | 90 W kabelgebunden, 40 W kabellos, Reverse Charging |
| Betriebssystem | Android 16 |
| Mobilfunk | 5G, LTE, HSPA, GSM, CDMA |
| WLAN | Wi‑Fi 7 |
| Bluetooth | Bluetooth 5.4 |
| USB | USB‑C 3.2, OTG, DisplayPort |
| Fingerabdruck | Unter dem Display (ultraschallbasiert) |
| Schutzklasse | IP68 / IP69 |
| Maße | 163,1 × 76,8 × 8,7 mm |
| Gewicht | 229 Gramm |
| Sonstiges | Stereo‑Lautsprecher, NFC, Dual‑SIM, Satelliten‑SOS nur beim 16 GB / 1 TB‑Modell |
Schönere Fotos werdet ihr mit einer Kamera unter Umständen nicht machen. Zum einen sind Smartphones für Schnappschüsse oder Naturfotos absolut ausreichend, wie die Beispiele oben eindrucksvoll zeigen.
Auf der anderen Seite ist die Person hinter der Kamera entscheidend für ein gelungenes Bild. Nicht umsonst sprechen viele aus der Community immer wieder von einem Fehler: der Annahme, dass teurere Ausrüstung automatisch zu besseren Fotos führt.
Smartphones gleichen ihre Schwächen gegenüber Kameras zunehmend mit Software aus. Wo der kleine Sensor an seine Grenzen stößt, kommt die Computational Photography zum Einsatz.
Details werden per Software nachgeschärft, Bildrauschen herausgerechnet und die fehlende optische Tiefe durch künstliches Bokeh simuliert, das den Hintergrund per Software weichzeichnet.
Während es bei Smartphones (grob formuliert) also ausreicht, »einfach draufzuhalten«, erfordert die Kamera trotz Automatikmodus eine gewisse Einarbeitung. Knöpfe, Drehrädchen und diverse Einstellungen sind nicht für alle sofort verständlich. Die Hürde ist schlicht größer.
Neben einem kostspieligen Investment braucht es also mitunter viel Zeit. Beide Faktoren machen eine Empfehlung für Einsteiger-Kameras so schwierig: Smartphones kosten in der Regel weniger, haben eine ausreichend leistungsstarke Kamera und sind obendrein … Smartphones.
An welche (physikalischen) Grenzen Smartphones stoßen, erkläre ich im folgenden Video:
7:31
3 Gründe, warum Smartphones niemals Kameras ersetzen können
Warum ich ausschließlich mit Kameras fotografiere
Man könnte jetzt meinen, ich hätte ein Faible für Smartphone-Fotografie. Dem ist jedoch nicht so. Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte Mal bewusst mein iPhone aus der Hosentasche gezückt habe, um ein Bild zu machen.
Die Kamera ist mein Hauptwerkzeug, und das liegt an drei wesentlichen Faktoren.
- Spaß und Haptik: Eine Kamera fühlt sich extrem gut an, wie ein Werkzeug. Sie ist auf einen Anwendungsfall ausgelegt: Fotos (Okay, und Videos). Die Knöpfe, Rädchen und Einstellungen erlauben mir eine extrem hohe Präzision und damit die Möglichkeit, das Bild genau nach meinen Vorstellungen zu knipsen. Die Kamera passt sich mir an, nicht umgekehrt.
- Spielraum: Während Handy-Hersteller mit 50 oder sogar 200 Megapixeln in ihren Geräten werben, hat meine Nikon »nur« 24,5 Megapixel. Und trotzdem kann ich mehr Details einfangen und somit bei geringem Qualitätsverlust reinzoomen (croppen). Das liegt wie erwähnt am weitaus größeren Bildsensor.
- Mein Anspruch: Ich genieße also die maximale Freiheit, die mir diese Kamera bietet, und den kreativen Spielraum, den sie mir ermöglicht. Ich habe den Anspruch, das Maximum aus den Fotos herauszuholen und das gelingt mit einer Kamera. Das war mir zumindest bisher mit einem Smartphone nicht möglich. Das muss natürlich nicht für alle gelten.
Im Bereich der Makrofotografie ist eine Kamera nach wie vor unschlagbar. Trotzdem werden Smartphones in diesem Bereich immer besser. (BIlder: Patrick S. - GameStar Tech)
Umso mehr bewundere ich andere Fotografen aus der Community, die mit vergleichsweise einfachen Mitteln wie einem Smartphone so tolle Fotos machen. Das motiviert mich!
Zeit für Out of the Box
Seit fast vier Jahren investiere ich massiv Zeit in die Fotografie (insgesamt länger mit Pausen). Eines der schönsten Dinge, die ich daraus mitnehmen konnte: Fotografie lebt von der Community. Menschen präsentieren ihre Errungenschaften und teilen ihre Erfahrungen, beispielsweise wie sie zu ihrem Zielfoto gekommen sind.
Mehr zum Thema Fotografie:
- Viele kaufen sich teure Handys vor allem wegen der Kameras, dabei gibt es eine bessere Alternative, die oft sogar Geld spart
- Tausende Euro günstiger als Leica: ein ganz besonderer Hersteller ist uns heute immer noch viel zu unbekannt
Das motiviert wiederum andere, es ihnen gleichzutun und sich ebenfalls an diversen Projekten zu versuchen. Die Möglichkeiten, Ideen und deren Umsetzung sind dabei nahezu unbegrenzt. Die einzige Grenze ist die eigene Kreativität.
So spornen mich die Fotos von ab3e beispielsweise dazu an, mich wieder an der Smartphone-Fotografie zu versuchen und die Kamera im Schrank zu lassen. Nur zum Spaß und um zu sehen, welche Bilder ich mit einem Smartphone schießen kann.
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