Manchmal fühlt man sich als Entwickler sicherlich auch ganz schön vom Schicksal bloßgestellt.
Da entwickelst du seit einigen Jahren im mühseligen Alleingang ein innovatives Burgenbauspiel, das richtig organische Burgen ermöglichen soll. Hast noch das Glück, dass in der Summer-Game-Fest-Woche IGN einen Trailer deines Spiels featuren will, und was passiert dann? Stronghold 4 wird ebenfalls angekündigt!
So ein Mist! Plötzlich steht die eigene Burg im Schatten einer deutlich größeren und älteren Burg, die von vielen Fans geliebt wird. Was ein Jammer! Aber ist das so?
Ja, Bergfried wurde von Stronghold 4 ein wenig überschattet, aber womöglich hat das dem Aufbauspiel aus Berlin überhaupt nicht geschadet. Denn auch wenn Stronghold ein großer Name ist, für unzweifelhafte Qualität steht die Reihe schon lange nicht mehr. Und viel wichtiger: Der direkte Vergleich hat es Bergfried ermöglicht, zu zeigen, was es besser hinbekommt als Stronghold! Und das ist ausgerechnet die Kerndisziplin jedes Burgenbauspiels: die Burgen.
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Das deutsche Stronghold heißt Bergfried und zeigt schon jetzt wirklich beeindruckende Burgen
Entwickelt wird Bergfried von einem Solo-Dev namens Jonas Quidsinski unter dem Studionamen Quid Pro Games. Da Jonas in Berlin lebt und arbeitet, haben wir uns natürlich sofort mit ihm in Verbindung gesetzt und ein längeres Interview darüber geführt, was er sich von Bergfried erhofft und worauf sich Mittelalter-Fans hier freuen dürfen.
Erst VR, dann Mobile – jetzt Burgen
Seit wann Jonas genau an Bergfried arbeitet, kann er gar nicht so richtig sagen. Angemeldet wurde sein Gewerbe im Juli 2024, das der Gründungszuschuss, Fördergelder und eigenes Kapital finanziert. Seit diesem Moment bemüht er sich Vollzeit um die Entwicklung von Bergfried. Doch auch schon davor hat Bergfried auf die eine oder andere Art Form angenommen. Kleine Bauexperimente, Prototypen und Richtungswechsel haben über Jahre dafür gesorgt, dass Bergfried sein Fundament erhielt.
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