AirPods Pro 3 vs. Sony WF-1000XM6 – Welche Kopfhörer ihr euch empfehle, hängt maßgeblich von einem Faktor ab

Beide In-Ears haben von mir die Bestnote und eine Auszeichnung bekommen. Welche sind die richtigen für euch?

Beide sind erstklassige Ohrhörer, doch sie sind nicht für jeden und jede gleich geeignet. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Beide sind erstklassige Ohrhörer, doch sie sind nicht für jeden und jede gleich geeignet. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

In meinem Test zu den Sony WF-1000XM6 habe ich das Goldene Zeitalter der In-Ear-Kopfhörer ausgerufen. Wer etwas mehr Geld in die Hand nimmt, bekommt heute nämlich herausragend gute Earbuds – und mit zwei Exemplaren trete ich hier den Beweis an.

Sowohl die XM6 als auch die Apple AirPods Pro 3 haben von mir die Bestnote plus eine Auszeichnung bekommen – aber gleich sind die beiden Modelle nicht.

Meine Einschätzung soll euch helfen, welche der In-Ears für euch besser geeignet sind.

Wenn ihr gleich zur Empfehlung wollt: AirPods Pro 3 oder Sony WF-1000XM6? Meine Empfehlung

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe arbeitet seit 2016 als Tech-Redakteur, seine Liebe zur Musik geht allerdings noch viel weiter zurück. Durch seinen musikverrückten besten Freund hat er gelernt, auf die kleinsten Nuancen zu hören, Drum-Pattern zu erkennen und Misstöne ausfindig zu machen.
Ja, Maxe ist der Typ, der sagt »Boah! Hast du die Bassline um 1:30 gehört?« und für seinen Job war das stets von Vorteil.

Technische Daten im Überblick

Bevor ich auf die Unterschiede eingehe, findet ihr nachstehend die Specs im direkten Vergleich.

AirPods Pro 3WF-1000XM6
BauweiseIn-EarIn-Ear
Gewicht 5,55 g pro In-Ear, 44 g (Case)13 g pro In-Ear, 59 g (Case)
Bluetooth 5.35.3
Akkulaufzeitca. 8 Std. (mit ANC), ca. 10 Std. (ohne ANC), gesamt ca. 24 Std. (mit Case)ca. 8 Stunden, ca. 12 Std. (ohne ANC), gesamt ca. 24 Std. (mit Case)
Features Spatial Audio, Adaptiver Transparenzmodus, Case mit Lautsprecher, Skin Detect, Herzfrequenzsensor, Aufsätze mit Schaumstoff, XXS-AufsatzApp mit EQ, Adaptiver Transparenzmodus, Aufsätze aus Schaumstoff, Google Gemini-Integration
Preis (Straße)ab 250 Euroab 300 Euro

Unterm Strich sind sich die beiden Modelle ziemlich ähnlich. Als nächstes verrate ich euch Detailunterschiede, damit ihr entscheiden könnt, was besser zu euch passt.


Video starten 6:12 AirPods Pro 3 Unboxing: Apples brandneue In-Ears frisch ausgepackt im Ersteindruck


Wesentliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Nachstehend werde ich nach und nach ein paar Kernkriterien von In-Ear-Kopfhörern durchgehen und die beiden Modelle entsprechend bewerten. Danach folgt eine finale Einschätzung, für wen welche Ohrhörer geeignet sind.

Soundqualität

  • AirPods Pro 3: Im Vergleich zum Vorgänger haben die Pro 3 nochmal ein Pfund in Sachen Details und Bass draufgepackt. Die In-Ears spielen hörbar luftig auf, klingen leicht mit einem akzentuierten Bass.
  • WF-1000XM6: Im Hörtest ist mir rein gar nichts aufgefallen – und das ist gut so! Mitten spielen die XM6 aus, alles ist in Harmonie. Der Bass drückt out of the Box etwas, aber das lässt sich spielend leicht über die Sound Connect-App richten.

Aktives Noise Cancelling

  • AirPods Pro 3: Die In-Ears haben das beste ANC, Punkt. Dabei bleibe ich. Kein Druck auf den Ohren und eine gewisse Leichtigkeit zeichnen es für mich aus. Die Aufsätze mit Schaumstoff helfen zusätzlich passiv.
  • WF-1000XM6: Ja, das ANC steht dem der AirPods Pro 3 in nicht viel nach, aber im direkten Vergleich ist das von Apple ein wenig bekömmlicher. Bonuspunkte bekommen die XM6 vor allem durch die Aufsätze, die komplett aus Schaumstoff bestehen.

Sensoren

  • AirPods Pro 3: Neben Wischgesten, einem Force-Sensor zum »Drücken« der Stiele und dem automatisch Erkennen, ob die Knöpfe im Ohr sitzen, gesellt sich ein Herzfrequenzsensor, der vor allem für Sportler interessant ist.
  • WF-1000XM6: Schicke Sensoren gibt es bei den XM6 nicht. Es gibt Wischgesten und Head-Tracking für räumliches Audio – und das war es im Prinzip. Die automatische Erkennung für adaptive Lärmkontrolle zählt hier wohl auch dazu (die besitzen die AirPods Pro 3 aber auch).

Anrufqualität

  • AirPods Pro 3: Die Anrufqualität bei den AirPods Pro 3 ist ausreichend und ein Eckchen besser als bei den XM6. Meine Vermutung: Es könnte an den Stielen liegen, an denen die Mikrofone sitzen, die näher Richtung Mund geneigt sind.
  • WF-1000XM6: Neben dem Transparenzmodus ist die Anrufqualität der größte Pferdefuß bei den XM6. Im stillen Kämmerlein ist sie gut, aber draußen ist da noch Luft nach oben.

Sonstiges

  • AirPods Pro 3: Sieht man mal vom Style ab, liegen die Stärken der AirPods Pro 3 unter anderem auch beim Sport. Durch die schaumstoffverstärkten Tips sitzen sie besser im Ohr, der Herzfrequenzsensor schickt Live-Daten direkt an die Apple Watch. Pluspunkte gibt es für die IP57-Zertifizierung (Schutz gegen Staub und kurzzeitiges Untertauchen in Süßwasser)
    • Wer kein iPhone besitzt, bekommt nicht den vollen Funktionsumfang, dazu zählen etwa der Herzfrequenzsensor und die automatische Erkennung, wenn man die Knöpfe aus den Ohren zieht. Hinzu kommt: Es gibt keinerlei App zur Feinjustage.
  • WF-1000XM6: In meinen Augen haben die Ohrhörer von Sony hier zwei starke Vorteile. Zum einen die Aufsätze aus Vollschaumstoff und zum anderen die App. Einstellungsmöglichkeiten fehlen den AirPods Pro 3 komplett; demgegenüber steht eine große Palette von Optionen bei Sony.
    • Punkte lässt der XM6 beim Transparenzmodus liegen, der hörbar rauscht und deutlich hinter dem der AirPods Pro 3 zurückliegt. Auch mit »nur« einer IPX4 (Spritzwasserschutz) ziehen Sonys Ohrhörer im Vergleich den kürzeren.

AirPods Pro 3 oder Sony WF-1000XM6? Meine Empfehlung

Die In-Ears sind sich in vielen Punkten ähnlich – und das ist gut für uns Konsumentinnen und Konsumenten. Von etwas Gutem kann man nie genug haben.

  • Die Soundqualität ist bei beiden Modelle exzellent.
  • Das ANC blendet Lärm auf höchster Stufe aus (auch wenn die AirPods Pro 3 eine Nasenspitze voraus sind).
  • Rein technisch betrachtet gibt es keinen großen Unterschied.

Hier ist meine jeweilige Empfehlung, für wen welche Ohrhörer geeignet sind:

  • Die AirPods Pro 3 sind für Sportlerinnen und Sportler. Durch die IP67-Zertifizierung sind die Knöpfe besser geschützt, natürlich spielt auch der Herzfrequenzsensor eine wichtige Rolle. Hinzu kommt: Die AirPods Pro 3 sitzen bei mir fester in den Gehörgängen (und kommen mit XXS-Tips für sehr kleine Ohren), das ist aber natürlich subjektiv.
  • Die WF-1000XM6 sind für Musikfans. Durch das starke passive Noise-Cancelling isolieren die Knöpfe gut und dank der App können sich Musikliebhaberinnen und -liebhaber gänzlich austoben. Die Freiheiten von Sound Connect sind vor allem für die, die sich ihre Ohrhörer optimal anpassen möchten.

Und wenn euch die beiden In-Ears zu teuer sind, dann werft ein Auge auf die jeweiligen Vorgänger. In einem Artikel habe ich die Apple AirPods Pro 3 mit dem Rest des Line-up verglichen. Einen Eindruck von Sonys WF-1000XM5 findet ihr in Linhs Test.

So oder so, mit beiden Modellen macht ihr keinen Fehlkauf. Ja, im Vergleich sind die In-Ears teuer, aber man bekommt für die 250 Euro respektive 300 Euro ordentlich Qualität geboten. Gerade in den letzten Jahren ist die Qualität von Earbuds und Co. spürbar gestiegen, sodass man auf guten, kabellosen Sound für unterwegs nicht mehr verzichten muss.

zu den Kommentaren (1)

Kommentare(1)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.