World of Warcraft ist mittlerweile über 21 Jahre alt. Trotzdem wird die Community des MMO-Platzhirsches scheinbar nicht überdrüssig, das hat der Launch des neuen Classic-Modus WoW: Forever vor einigen Tagen eindrucksvoll demonstriert.
Bei Forever handelt es sich um eine Neuinterpretation der klassischen WoW-Spielerfahrung aus den Launch-Tagen von Blizzards Onlinespiel-Hit. Die Version soll ohne die späteren Addons auskommen und mit einem Level-Cap von 60 und einigen ausgewählten Verbesserungen gewissermaßen für immer auf Stand von Vanilla-WoW bleiben. Das bisherige Classic-WoW hatte nach seinem Start 2019 Schritt für Schritt die späteren Addons nachgezogen.
Der Ansturm auf das neu interpretierte Ur-WoW war vergangene Woche nun allerdings so groß, dass Blizzards Server zeitweise zusammenbrachen. Immer wieder flogen Spieler aus den Warteschlangen, nachdem sie dort zuvor bereits teils stundenlang ausgeharrt hatten.
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World of Warcraft beginnt nach Classic schon zum zweiten Mal von vorne und bringt mit WoW: Forever das Spielgefühl von früher zurück
Normalerweise bewegt eine WoW-Beta nicht so viele Leute
Mit solch einem großen Andrang hatte offenbar auf Blizzard nicht gerechnet, die Entwickler sprechen von einer »absolut verrückten Erfahrung«. Game Designer Josh Greenfied schrieb auf Twitter, solche Spielerzahlen habe er in seinen 17 Jahren bei Blizzard noch nie gesehen.
Und genau diese Zahlen waren laut der Entwickler auch der Grund für die häufigen Abstürze: Senior Game Producer Tom Ellis erklärte ebenfalls auf Twitter, das Team nutze für den Test eine spezielle Beta-Umgebung. Diese hinke den Live-Servern leistungstechnisch deutlich hinterher, da WoW-Betas normalerweise keine solchen Spielermassen anlocken.
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Das System verwendet zudem nur einen einzigen regionalen Realm als Knotenpunkt. Der extreme Ansturm überlastete diesen Flaschenhals, weshalb Spieler reihenweise aus den Anmelde-Warteschlangen flogen. Die Fehlersuche dauerte ein wenig, weil sowohl die Spiel- als auch die Battle.net-Server nur eine vergleichsweise geringe Last anzeigten.
Doch auch für die erfolgreich verbundenen Spieler lief der Beta-Start nicht rund. Aufgrund der zahlreichen Datenbank-Abfragen kam es zu Verzögerungen beim Looten und dem Annehmen von Quests.
Die Entwickler mussten hier eingreifen und eine höhere Abfrage-Geschwindigkeit einstellen. Zudem fraßen fehlerhafte Spielwelten die Server-Leistung auf. Leere Karten schalteten sich im Hintergrund teils nicht ordnungsgemäß ab und verstopften so den Arbeitsspeicher.
Zur Lösung dieser Probleme waren laut Ellis einige Server-Neustarts erforderlich, die wiederum dafür sorgten, dass viele Spieler erneut in der Warteschlange landeten. Erst nach mehreren Neustarts und der Aktivierung zusätzlicher Server konnte Blizzard der Lage Herr werden.
Bis zum globalen Release am 4. November bleibt dem Studio nun Zeit, die Systeme entsprechend aufzurüsten; auch zum Full Release dürfte das Interesse der Community an WoW: Forever gigantisch sein. Mehr News rund um World of Warcraft: Forever findet ihr in der obigen Linkbox.
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