Das Universum von Warhammer 40.000 besteht mittlerweile aus Hunderten von Romanen, Comics, Kurzgeschichten, Spielen und Quellenbüchern, mit denen sich diverse YouTuber in Vollzeit beschäftigen können, um in stundenlangen Recaps alles zusammenzufassen, was es zu den Myriaden von Völkern und Fraktionen zu wissen gibt.
Das machen wir hier nicht, denn: Ihr wollt mit Space Marine 2 loslegen und habt wenig Zeit, das verstehen wir. Aber Space Marine 2 ist eben auch eine Fortsetzung, die sich fest ins aktuelle Warhammer-Universum integriert und sich ziemlich wenig Zeit nimmt, euch die Hintergründe seiner eigenen Geschichte zu erklären.
Und dafür wiederum sind wir heute hier: Wir geben euch fünf Story-Fakten mit auf den Weg, die euch dabei helfen, in den ersten Spielstunden nicht bloß Bahnhof zu verstehen. Und keine Sorge: Wir spoilern dabei nichts von Space Marine 2, das über die ersten 30 Minuten des Spiels hinausgeht.
1. Was passiert gerade im Warhammer-Universum? - Die Ära Indomitus
In der Finsternis der Fernen Zukunft gibt es nichts als Krieg
ist nicht nur der berühmte Slogan von Warhammer 40.000, sondern auch ein Leitspruch, wenn ihr euch mit der Lore vertraut machen wollt: Nehmt im ersten Schritt nicht alles zu genau, meistens kämpfen eh alle gegen alle, die Gründe spielen fast keine Rolle. Das Imperium der Menschheit erstreckt sich über Tausende von Planeten und bekriegt sich mit sämtlichen anderen Völkern, darunter auch die mörderischen Tyraniden aus Space Marine 2.
PLUS
3:28
In Warhammer 40.000: Space Marine 2 versteckt sich ein grandioser Kurzfilm
Aber innerhalb von 40K gibt's trotzdem bestimmte Zeitalter, die sich voneinander unterscheiden. Space Marine 2 spielt in der aktuellen Ära Indomitus, also grob im 42. Jahrtausend der Menschheit. Das zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus:
- Nach Jahrtausenden ist der Primarch der Ultramarines, Roboute Guilliman, von den Toten auferstanden und führt die Armeen der Menschheit auf einem gigantischen Kreuzzug an, um die Galaxis zu erobern.
- Der Imperator schlummert seit über 10.000 Jahren in Stase, er wird vom Imperium wie eine Gottheit verehrt, ist aber nicht der eigentliche Machthaber des Imperiums.
- Die Menschen mussten vor dem Beginn der Indomitus-Ära einige herbe Rückschläge erleiden, darunter den Fall der wichtigen Welt Cadia, einer Bastion gegen die Chaoshorden (dazu gleich mehr). Einige Regimenter von Cadia trefft ihr auch im Spiel.
Während der Handlung von Space Marine 2 schippern die unterschiedlichen Zweige der imperialen Armee also durchs Weltall und ballern auf alles, was ihnen nicht in den Kram passt. Die Space Marines sind dabei der Elite-Zweig der Armee, die Drecksarbeit erledigt primär die imperiale Garde aus Millionen von einfachen Menschen. Die Space Marines sind in der Ära Indomitus hingegen mächtiger denn je.
2. Was sind Primaris Marines?
In den ersten 30 Minuten von Space Marine 2 wird Hauptfigur Titus zu einem sogenannten Primaris Marine. Die gehören zu den größten Neuerungen der Ära Indomitus.
Also: Ein stinknormaler Space Marine ist ja bereits ein laufender Kühlschrank, ein übermächtiges Wesen, das vielleicht früher mal ein normaler Mensch war, aber durch Gentherapie massiv aufgemotzt wurde. Normale Space Marines haben 19 zusätzliche Organe, die sie körperlich und geistig stärken.
Die Primaris Marines sind eine Weiterentwicklung dieser Formel, vorangetrieben vom auferstandenen Oberchef Roboute Guilliman. Primaris Marines erhalten während der sogenannten Rubicon-Operation nochmal drei weitere Organe. Die verschaffen ihnen noch mehr Körperkraft, eine noch rüstigere Erscheinung und, und, und.
Kurzgesagt: Wenn Captain Titus in Space Marine 1 bereits ein Big Mac war, dann macht die Rubicon-Operation in Space Marine 2 aus ihm einen Big Tasty Bacon – größer, mächtiger und mit mehr Zwiebeln.
3. Wer ist Captain Titus? Was muss ich über Space Marine 1 wissen?
Space Marine 2 ist zwar eine direkte Fortsetzung des ersten Teils, die Story steht aber auf eigenen Beinen – sie spielt schließlich 100 Jahre später. Damals in Space Marine 1 stürzte sich Titus als Space Marine des Ultramarine-Chapters mitten in eine Ork-Invasion auf dem Planeten Graia und säbelte sich durch Dutzende von Grünhäuten. So weit, so simpel.
PLUS-Archiv
4:35
Warhammer 40.000: Space Marine - Test-Video - Test-Video
Kompliziert machen es wie so oft die Mächte des Chaos. Im Lauf der Kampagne gerät Titus nämlich in Kontakt mit einem Chaos-Artefakt, überall brechen Portale in den Warp auf und es strömen Horden des Chaos nach Graia. Titus kann die mörderische Bedrohung zwar stoppen, doch sein eigener Teamkollege verpfeift ihn bei der Abteilungsleitung, denn Titus geht dabei durchaus unorthodox vor. Außerdem reagiert Titus auf die Berührung des Chaos merkwürdig ... unbeeindruckt.
Kurzum: Am Ende der Story steht im Raum, dass Titus das Makel des Chaos anhaftet. Er wird deshalb von der imperialen Inquisition in Gewahrsam genommen und verbringt die nächsten 100 Jahre in einer Art Bußkur, um sich erneut als reiner Diener des Imperators zu beweisen.
4. Was hat es mit den Mächten des Chaos auf sich?
Sich durch Horden von Tyraniden zu meucheln, ist für die Space Marines ein normaler Dienstagvormittag. Wirklich zum Brodeln bringt ihr Blut bloß eines: der Erzfeind. Im Warhammer-Universum existieren die sogenannten Chaos-Götter – und die Lore-Profis unter euch werden jetzt mit Servitoren nach uns werfen, aber wir formulieren es einfach mal simpel: Die Chaos-Götter chillen in ihrer eigenen Dimension, beeinflussen und verführen aber die Sterblichen.
Dadurch brach unter anderem vor 10.000 Jahren die sogenannte Horus-Häresie aus, ein monumentaler Bürgerkrieg, in dem ganze Legionen der Space Marines dem Chaos verfielen und sich unter der Leitung des Primarchen Horus gegen den Imperator und seine loyalen Space Marines stellte.
Die Horus-Häresie wirkt bis in die Ära Indomitus nach. Sie ist der Grund, warum der Imperator in Stase existiert, wieso die meisten Primarchen verschwunden sind – und weshalb ihr im PvP gegen Chaos Marines kämpft, also eure bösen Brüder.
Die Mächte des Chaos haben überall im Universum ihre Finger im Spiel. Wer von ihnen berührt wird, kann leicht dem Bösen verfallen. Und deshalb muss Titus wie gesagt seinen hundertjährigen Gang nach Canossa antreten.
5. Was ist die Deathwatch?
Wir sagen das nicht leichtfertig, aber das Imperium der Menschheit leidet unter noch schlimmerer Bürokratie als Deutschland. Alleine das Militär faltet sich in so viele Zweige, Einheiten und Bereiche auf, es gibt Hunderte unterschiedliche Einheiten und Zuständigkeiten. Normalerweise unterstehen die Space Marines als eigener Zweig des Militärs dem Imperium. Daneben gibt's noch die sogenannte Inquisition, die dafür sorgt, dass das Imperium sauber von Chaos und Häresie bleibt.
1:21
Im Intro zu Space Marine 2 kommt feinste Warhammer-Stimmung auf
Bei der Deathwatch handelt es sich allerdings um eine Sondereinheit der Space Marines, die direkt der Inquisition untersteht und auf absolut tödliche Missionen geschickt wird (also noch tödlicher als all die anderen tödlichen Missionen).
Die Deathwatch rekrutiert ihre Truppen aus anderen Space-Marine-Chapters, ist also im Vergleich zu den Ultramarines ein ziemlich bunt zusammengewürfelter Haufen. Auf der einen Seite gilt es als große Ehre, für die Deathwatch auserwählt zu werden, andererseits kann der Dienst dort aber eben auch eine Buße sein wie im Fall von Titus.
Und damit schließt sich der Kreis und ihr solltet für den Anfang von Space Marine 2 bestens gerüstet sein. Falls ihr noch zusätzliche Fragen habt, haut sie uns in die Kommentare und unsere Warhammer-Profis stehen euch Rede und Antwort. Für den Imperator!
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.