Was beim PC-Bau zu befürchten war, bestätigt sich: Die Preise werden immer schlimmer und schlimmer, zumindest beim Speicher

Die Speicherkrise spitzt sich weiter zu. Die Preise für RAM-Kits sind in den vergangenen Wochen explodiert.

Die RA-Preise sind zuletzt stark gestiegen. (Bild: Crucial) Die RA-Preise sind zuletzt stark gestiegen. (Bild: Crucial)

Die Speicherkrise ist seit Wochen eines der beherrschenden Tech-Themen. Ein Blick auf den Markt zeigt, dass die RAM-Preise immer weiter steigen. Besserung ist aktuell kaum in Sicht, wer einen neuen PC bauen will, muss tief in die Tasche greifen.

Preise explodieren in wenigen Wochen

Für die Speicherkrise und die damit verbundenen Preissteigerungen wird allgemein der KI-Boom der letzten Jahre verantwortlich gemacht. KI-Hersteller brauchen extreme Rechenleistungen, weshalb neue Rechenzentren gebaut und ganze Produktionen umgestellt werden. Dem Rest der Welt geht dabei der Arbeitsspeicher aus.

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Ein Blick auf aktuelle Preise zeigt, wie absurd die Situation dabei teilweise schon jetzt ist. Das »Crucial Pro Overclocking«-Kit mit 32 GB wurde laut Geizhals im Sommer noch für knapp über 75 Euro angeboten. Ende Oktober lag der Preis dann schon bei 99,99 Euro.

Seitdem ging es weiter steil nach oben. Mittlerweile liegt das Kit seit einigen Tagen bei 299,99 Euro. In nur eineinhalb Monaten hat sich der Preis verdreifacht.

Ähnlich sieht es auch bei anderen Kits aus. Ein Modell desselben Herstellers mit 16 GB wurde im Sommer zwischenzeitlich für 29,99 Euro angeboten. Bis Ende Oktober war der Preis auf über 60 Euro gestiegen. Derzeit sind es nur knapp unter 140 Euro.

Die Lage ist so prekär, dass der Hersteller Micron die Marke Crucial zum Februar 2026 einstellt. Endkunden werden also nicht mehr beliefert, stattdessen will man sich auf Unternehmenskunden konzentrieren.

Ähnliche Berichte gab es kürzlich zu Samsung. Dort soll sogar die eigene Handy-Abteilung von der Halbleiterdivision hintangestellt worden sein, weil der südkoreanische Tech-Riese seine Produkte lieber mit mehr Gewinn an KI-Unternehmen verkaufen wollen.

Besserung ist kaum in Sicht: Kürzlich geleakte Dokumente vom südkoreanischen Halbleiterhersteller SK Hynix zeigen, dass das Unternehmen damit rechnet, dass sich die Knappheit bis mindestens 2028 ziehen könnte.

Die Problematik könnte laut der Website XDA Developers (via PCGH) dazu führen, dass die Lebenszeit der AM4-Plattform überraschend doch nochmal deutlich verlängert wird. Dort sind die Preise nämlich noch nicht ganz so stark gestiegen wie bei AM5.

Wer also noch die alte Plattform nutzt, kann deutlich kostengünstiger etwa von 16 GB auf 32 GB wechseln als auf AM5 und DDR5. Wie lange die Preise so bleiben, lässt sich natürlich nur spekulieren. So oder so scheint festzustehen, dass PC-Bauer in den kommenden Monaten viel Geduld oder tiefe Taschen brauchen werden.

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