50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

Squid Game: Spieler 388 kommt in Staffel 3 gar nicht gut weg, doch ein Übersetzungsfehler macht es nur noch schlimmer

Kang Dae-ho macht Gi-hun in Staffel 3 ein großes Geständnis. In der Übersetzung geht aber ein entscheidender Teil davon verloren.

Spieler 388 hat über seine Vergangenheit nicht ganz die Wahrheit gesagt. Bildquelle: Netflix Spieler 388 hat über seine Vergangenheit nicht ganz die Wahrheit gesagt. Bildquelle: Netflix

In der Übersetzung von Serien und Filmen geht oft etwas verloren. Sei es ein Wortwitz, der nur in der Originalsprache richtig funktioniert oder ein kultureller Bezug. So richtig ärgerlich wird es jedoch, wenn etwas weggelassen wird, das maßgeblich zur Charakterisierung einer Figur beiträgt.

In Squid Game: Staffel 3 gibt es eine spannende Enthüllung über Spieler 388 alias Kang Dae-ho (Kang Ha-neul), nur fällt sie in der Originalsprache etwas anders aus. Denn in den Übersetzungen fehlt ein wichtiges Detail.

Achtung! Es folgen Spoiler zu Squid Game Staffel 2 und 3.

»Ich war gar nicht bei der Marine«

In Staffel 2 freundet sich Spieler 388 gleich mit Gi-huns bestem Freund Jung-bae (Lee Seo-hwan) an. Ihr Verbindungspunkt: Beide waren bei der Marine. Im entscheidenden Kampf gegen den Frontmann soll Kang Dae-ho neue Munition aus dem Schlafraum holen und bekommt eine Panikattacke, die stark nach PTBS (Posttraumatischer Belastungsstörung) aussieht.

In der Fortsetzung kommt dann aber plötzlich heraus, dass Kang Dae-ho gar nicht bei der Marine war. Das gibt er gegenüber Gi-hun am Ende von Folge 2 preis, der ihm die Schuld am Scheitern der Rebellion gibt und sich an dem scheinbaren Schwindler rächen möchte. 

Wo wir direkt beim Thema wären. In den deutschen und englischen Übersetzungen sagt 388 die folgenden Zeilen:

Ich war gar nicht bei der Marine. Und ich habe auch nie vorher eine Waffe in der Hand gehabt. Das Tattoo auf meiner Schulter ist nicht echt. Ich hab dich angelogen, damit ich in deiner Gruppe sein kann. Ich hab gedacht, dass in deiner Gruppe sogar ein Versager wie ich eine Chance hat.

I wasn’t a marine, okay? I lied about that. Also, I never even served. I never fired a gun. My tattoo… My tattoo’s fake too. I lied, so I could team up with you. With you guys, maybe even a fucking loser… would have a chance to survive.

Ein wichtiges Detail wird jedoch sowohl in Deutsch als auch in Englisch ausgelassen. Denn in Wahrheit sagt er in Koreanisch noch so etwas wie »Ich war im Sozialdienst tätig«, bevor er erzählt, dass er noch nie eine Waffe in der Hand hatte. 

Video starten 1:45 Squid Game: Staffel 3 ist jetzt nur noch wenige Tage entfernt, jetzt gibt's den finalen Trailer

Was Spieler 388 eigentlich gemacht hat

Auf Reddit stellt ein User jetzt klar, dass Spieler 388 nicht einfach nur ein »lügender Loser« ist, sondern auf eine gewisse Art durchaus bei der Marine war. Demnach erklärt er wie folgt:

공익 (Social Service Personnel), ist in Korea eine alternative Form des Militärdienstes für diejenigen , die körperlich oder geistig nicht für den vollen Militärdienst geeignet sind. Anstatt den Streitkräften beizutreten, werden diese Menschen zu einer militärischen Grundausbildung (3~4 Wochen) geschickt und anschließend dazu eingeteilt, Menschen an Orten wie U-Bahn-Stationen oder Behindertenhilfe-Zentren, Gerichten usw. zu helfen.

In der koreanischen Kultur, vor allem bei den älteren Generationen, herrscht die Überzeugung vor, dass man erst dann ein »richtiger Mann« ist, wenn man den Militärdienst absolviert hat. 

Demnach vermutet oscar8857, dass Dae-ho die Marine ausgewählt hat, um besonders hart zu wirken. Das Marine-Tattoo war dabei ein Hilfsmittel, um seine neue Identität aufzubauen und nach außen zu präsentieren. 

Somit hat er wahrscheinlich eine gewisse Grundausbildung absolviert, aber war nie ein richtiger Soldat. In den Kommentaren bedanken sich die User übrigens für die Erklärung, denn sie waren mindestens genauso verwirrt wie wir bei Dae-hos Enthüllung.

Mit Staffel 3 ist Gi-huns Geschichte jetzt offiziell beendet und eine weitere Fortsetzung steht nicht mehr an. Dennoch ist für das Squid-Game-Universum bereits einiges geplant - unter anderem ein amerikanisches Spin-Off von Regisseur David Fincher (Sieben, The Social Network). Mehr dazu erfahrt ihr im obigen Kasten.

Dort könnt ihr ebenfalls nachlesen, was Serien-Schöpfer Hwang Dong-hyuk ursprünglich für ein Ende für Gi-hun geplant hat oder warum ihr bei Squid Game zurecht an die Berliner Öffis denken müsst.

zu den Kommentaren (5)

Kommentare(5)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.