Hardware aus einem Gaming-PC von 2011 ist aus aktueller Sicht meist hoffnungslos veraltet, doch es gibt Ausnahmen von dieser Regel. Dazu zählt auch Samsungs SSD 830.
Mit ihr hat die Erfolgsgeschichte des Unternehmens auf dem Endkunden-Markt erst so richtig begonnen, wie unser damaliger Test der SSD 830 deutlich macht.
Doch wie gut eine pfleglich behandelte SSD 830 sogar heute noch sein kann, zeigen unsere aktuellen Messungen aus diesem Artikel. Sie tritt im Duell gegen Samsungs momentanes Top-Modell SSD 990 Pro im M.2-Format und mit PCI-Express-Schnittstelle an. Los geht's!
Synthetischer Test: CrystalDiskMark
CrystalDiskMark: Lesen
Testsystem: Ryzen 9 7900X, Zotac Geforce RTX 4090 Amp!, 32,0 GByte DDR5-6000, Windows 11
- SEQ1M Q8T1
- SEQ1M Q1T1
- RND4K Q32T1
- RND4K Q1T1
- 0
- 1500
- 3000
- 4500
- 6000
- 7500
Im synthetischen Test mit dem beliebten Tool CrystalDiskMark zeigen sich in der Theorie erwartungsgemäß gewaltige Unterschiede.
Während die SSD 830 im Bestfall das ungefähre Maximum der SATA3-Schnittstelle erreicht, gelingt der SSD 990 Pro das Gleiche in Bezug auf PCI Express 4.0 mit vier Lanes.
Aber wie sieht es aus, wenn wir zu konkreten Spiele-Benchmarks wechseln? Das zeigen die folgenden Messungen, die sich stets auf die Ladezeit beziehen.
Warum kein FPS-Vergleich? Auf die Performance in Form von Bildern pro Sekunde hat es in der Regel keinen Einfluss, welcher Datenträger zum Einsatz kommt, wie wir im Rahmen dieser Benchmarks erneut festgestellt haben.
Der Flaschenhals liegt in Spielen also meist nicht bei der Übertragungsrate der SSD oder HDD, sondern bei der Leistung des Prozessors und vor allem der Grafikkarte.
Spiele-Test mit DirectStorage: Forspoken
Forspoken: Ladezeiten
Testsystem: Ryzen 9 7900X, Zotac Geforce RTX 4090 Amp!, 32,0 GByte DDR5-6000, Windows 11
- Spiel-interner Benchmark
- 0,0
- 1,2
- 2,4
- 3,6
- 4,8
- 6,0
Zunächst sehen wir uns den internen Benchmark von Forspoken an. Es handelt sich um den ersten Titel mit Unterstützung für DirectStorage. Die Technik ermöglicht der Grafikkarte vereinfacht ausgedrückt direkteren Zugriff auf lokal gespeicherte Daten, was unter anderem für kürzere Ladezeiten sorgen kann.
Auf den ersten Blick ist der Unterschied zwischen der 13 Jahre alten SSD 830 und der Samsung SSD 990 Pro auch hier sehr groß. In der Praxis macht es aber keinen großen Unterschied, ob man etwas länger als eine Sekunde wartet oder knapp sechs Sekunden - beides fühlt sich sehr schnell an.
DirectStorage gibt Spieleentwicklern übrigens in der Theorie auch neue Möglichkeiten wie eine extrem schnelle Fortbewegungen durch Spielwelten oder den direkten Wechsel von einer Szenerie zur nächsten. Noch gibt es aber kaum Spiele damit und die Entwicklung schreitet nur sehr langsam voran.
Spiele-Tests ohne DirectStorage: GTA 5 und Suicide Squad
GTA 5: Ladezeiten
Testsystem: Ryzen 9 7900X, Zotac Geforce RTX 4090 Amp!, 32,0 GByte DDR5-6000, Windows 11
- Spielstart bis Hauptmenü
- Spielstand laden
- 0,0
- 10,0
- 20,0
- 30,0
- 40,0
- 50,0
Den Abschluss bilden Messungen in einem alten und in einem neuen Titel: GTA 5, das im Jahr 2015 auf dem PC erschienen ist, und Suicide Squad: Kill the Justice League, das erst vor Kurzem auf den Markt kam.
Wie oben zu sehen ist, besteht bei den Ladezeiten kaum noch ein Unterschied zwischen der Samsung SSD 830 und der SSD 990 Pro. Das gilt sowohl für das Laden des Hauptmenüs nach dem Start als auch für das Laden eines Spielstandes im Story-Modus (Singleplayer).
Suicide Squad - Kill the Justice League: Ladezeiten
Testsystem: Ryzen 9 7900X, Zotac Geforce RTX 4090 Amp!, 32,0 GByte DDR5-6000, Windows 11
- Spielstart bis Hauptmenü
- Spielstand laden
- 0,0
- 16,0
- 32,0
- 48,0
- 64,0
- 80,0
Ein ähnliches Ergebnis ist auch in Suicide Squad: Kill the Justice League mit Shader-Kompilierung bei jedem Start zu beobachten. Die SSD 990 Pro gewinnt das Duell gegen die SSD 830 zwar problemlos, große Relevanz hat der Vorteile bei den Ladezeiten unserem Eindruck nach aber nicht.
In anderen Bereichen wie der Videobearbeitung kann es zwar deutlich größere Unterschiede zwischen den beiden Modellen geben. Für einen PC mit Gaming-Fokus spielt es aber (noch) nur eine geringe Rolle, ob darin eine SATA3-SSD oder eine PCI-Express-SSD-verbaut ist.
Das gilt auch, wenn es man sich ein noch neueres Modell mit PCI Express 5.0 anschaut, wie unser Test der Crucial T700 unter dem folgenden Link zeigt:
Welche SSD steckt in eurem PC? Setzt ihr noch auf ein vergleichsweise veraltetes
Modell mit SATA3-Schnittstelle wie die Samsung SSD 830 aus diesem Vergleich? Falls ihr stattdessen bereits ein PCI-Express-Modell besitzt, mit welchem Standard ist es angebunden - Version 3.0, 4.0 oder sogar schon 5.0? Und glaubt ihr, dass DirectStorage in naher Zukunft wichtiger wird? Schreibt es gerne in die Kommentare!
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