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Star Trek: Warum ausgerechnet der Bart von Commander Riker noch heute für die Rettung einer ganzen Serie steht

Rikers Bart hat sich zu einem echten Begriff der Popkultur entwickelt und das nur weil Jonathan Frakes sich während einer Drehpause nicht rasierte.

Bärte machen Leute - oder wie ging das Sprichwort noch einmal? (rechts: Jonathan Frakes: links: Jonathan Frakes) Bildquelle: Paramount Bärte machen Leute - oder wie ging das Sprichwort noch einmal? (rechts: Jonathan Frakes: links: Jonathan Frakes) Bildquelle: Paramount

Bärte. Bärte sind ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft, denn sie können den Qualitätsprozess einer Serie beschreiben. Ja, wir sprechen von der Gesichtsbehaarung. Trekkies können vielleicht schon erahnen, was jetzt kommt.

Vor 38 Jahren schaffte es Jonathan Frakes Bart nicht nur, in die Geschichtsbücher von Star Trek einzugehen, sondern in die gesamte TV-Landschaft. Sein Gesichtsflaum mauserte sich zu einem echten Popkultur-Phänomen.

Erst holpriger Start und dann Rikers Bart

Die Fortsetzung von Raumschiff Enterprise hatte es am Anfang nicht leicht. Eigentlich wollte Paramount Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry nach dem durchwachsenen Erfolg der Originalserie für Das nächste Jahrhundert nicht wieder an Bord holen (via TV Line).

Durch seine tiefe Verwurzelung im Franchise war er letztendlich doch dabei und zerstritt sich gleich einmal mit der Franchise-Autorin DC Fontana und dem ausführenden Produzenten Rick Berman, die das Projekt wenig später wieder verließen.

Video starten 1:26 Seit Ende Juli 2026 läuft auf Paramount Plus die vierte Staffel von Strange New Worlds

Nach und nach wurde Roddenberry weiter in den Hintergrund gedrängt, zumal er in seinen letzten Lebensjahren immer mehr mit seiner Gesundheit zu kämpfen hatte. In seine Fußstapfen trat bis zur zweiten Staffel Maurice Hurley (Der Equalizer). In Season 3 übernahm dann Star-Trek-Veteran Michael Piller das Ruder. 

Die Serie entwickelte sich fortlaufend mit jeder neuen Staffel weiter und erreichte neue Höhen, was sich unter anderem ziemlich deutlich in den 100-Prozent-Wertungen auf Rotten Tomatoes widerspiegelt. 1994 wurde das siebte Abenteuer der USS Enterprise sogar für einen Emmy in der Kategorie »Beste Dramaserie« nominiert.

Aber was zur Hölle hat das jetzt mit dem Bart von William T. Riker zu tun? In der ersten Season trug Jonathan Frakes noch keinen Bart. Während der Drehpause ließ er seine Gesichtsbehaarung einfach wachsen und durfte sie letztendlich sogar in der Serie tragen. Und weil die ab Staffel 2 immer weiter an Qualität gewann, wurde aus Rikers Bart ein richtiger Begriff der Popkultur. Der Bart hat Star Trek einfach Glück gebracht!

Was genau bedeutet Rikers Bart?

Im Urban Dictionary wird der Begriff folgendermaßen beschrieben: »Euphemismus für einen Moment (typischerweise in der Popkultur), in dem etwas oder jemand, der zuvor glanzlos und/oder unterdurchschnittlich war, plötzlich und überraschend viel besser und spannender wurde. [...]«

Im Amerikanischen gilt »Rikers Bart« als direktes Gegenteil des Ausdrucks »Jump the Shark«, der den Moment beschreibt, in dem eine TV-Serie ihren Höhepunkt bereits erreicht hat und danach rapide an Qualität verliert.

Also das nächste Mal, wenn eine Serie immer besser wird, sagt ihr zu euren Freunden einfach: Typisch Rikers Bart. Die sind dann vielleicht maximal verwirrt, aber ihr könnt dann mit einem neuen coolen Trivia-Fakt zu Star Trek prahlen. Vielleicht benutzt ihr den Begriff ja auch schon längst.

Mehr zu Star Trek gibt’s in der obigen Linkbox zu lesen.


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