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Warum wird in Star Trek nicht mit Lasern geschossen? Der Phaser war eine Last-Minute-Erfindung [Best of GameStar]

Der Unterschied zwischen Lasern und Phasern ist mehr als nur Kosmetik. Für Star-Trek-Erfinder Gene Roddenberry handelte es sich dabei um eine bewusste Entscheidung.

Fast hätte es bei Star Trek »Laser auf Betäuben« gehießen. Doch Gene Roddenberry hatte einen guten Grund, in letzter Sekunde noch auf Phaser umzusteigen. Fast hätte es bei Star Trek »Laser auf Betäuben« gehießen. Doch Gene Roddenberry hatte einen guten Grund, in letzter Sekunde noch auf Phaser umzusteigen.

Wenn man heute an Star Trek denkt, dann gehören Begriffe wie Warpantrieb, Kommunikator oder eben Phaser zum festen Inventar des Science-Fiction-Universums.

Doch nur wenige wissen: Die berühmten Handfeuerwaffen, mit denen Captain Kirk und seine Crew Gegner lahmlegten oder sich aus brenzligen Situationen befreiten, hießen ursprünglich ganz anders – nämlich schlicht und einfach Laser.

Erst kurz vor dem Produktionsstart von Star Trek: The Original Series entschied sich Serienschöpfer Gene Roddenberry für einen anderen Namen. Der Grund? Er wollte verhindern, dass seine Zukunftsvision schon bald von der Realität eingeholt wird.

Video starten 1:19 Phaser und Schildeffekte sehen in Star Trek: Armada 4 besonders schick aus

Ein Begriff mit Verfallsdatum

Mitte der 1960er-Jahre war das Konzept von Lasern noch relativ neu, aber längst in den Medien angekommen. Laserwaffen klangen futuristisch – aber nicht futuristisch genug.

Gene Roddenberry befürchtete, dass das Publikum in wenigen Jahren beginnen könnte, die wissenschaftliche Genauigkeit der Serie infrage zu stellen, vor allem wenn Laser-Technologie im realen Leben rasche Fortschritte machte. In seinen eigenen Worten: »Wir wollten nicht, dass uns in drei Jahren jemand sagt: ›Ach kommt schon, Laser können das doch gar nicht.‹«

Ein Problem dabei war auch die Natur des Lasers selbst. In der Realität ist ein Laserstrahl nahezu unsichtbar, während in Star Trek von Anfang an farbige Energiestrahlen gezeigt wurden, die sichtbar durch den Raum (und im Fall der Raumschiffe auch durchs Weltall) flogen – mal rot, mal blau, mal grün.

Was also tun, um einerseits ein energie­basiertes Waffensystem zu zeigen, das visuell beeindruckt, und andererseits nicht durch technische Entwicklungen in der echten Welt altbacken zu wirken? Die Antwort war einfach, aber wirkungsvoll: Man erfand ein neues Wort.

Der Phaser-Effekt

In der Musik ist der Phaser beziehungsweise das Phasing ebenfalls seit Mitte der 1960er Jahre bekannt, vermutlich ließ sich Gene Roddenberry bei der Namensfindung davon inspirieren (Star Trek erschien erstmals 1967).

Phaser – mehr als nur ein Namenswechsel

Statt Laser sollte die Waffe nun Phaser heißen – eine Abkürzung für Phased Energy Rectification, also etwa: phasenjustierte Energie-Umwandlung. Klingt kompliziert, aber genau das war der Punkt. Der Begriff Phaser war fiktiv genug, um von niemandem wissenschaftlich überprüft werden zu können, aber gleichzeitig nachvollziehbar genug, um nach echter Technologie der Zukunft zu klingen.

Außerdem erlaubte der neue Name narrative Freiheiten. Ein Phaser konnte eben nicht nur töten, sondern auch betäuben oder schmelzen – je nach Einstellung. Das passte hervorragend zur Philosophie von Star Trek, in der Konflikte nicht immer mit Gewalt gelöst werden sollten.

Statt immer gleich zu töten, konnten die Crewmitglieder ihre Waffen auch einfach auf Betäubung stellen. Diese Flexibilität wäre mit einem gewöhnlichen Laser schwer zu vermitteln gewesen.

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