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Seite 2: Star Trek im Test - Star Dreck

Scotty, hol mich hier raus!

Immerhin sind die Schießereien nicht unsere einzige Beschäftigung. Es dauert sogar eine ganze Weile, bis wir unser erstes Gefecht schlagen - und dann auch noch mit dem Bonusziel, niemanden zu töten, weil unsere »Feinde« nur von einem Virus der Gorn infiziert wurden. Schöne Idee eigentlich, schließlich passt der gewaltlose Ansatz sehr gut zu Star Trek. Ins Spiel allerdings passt er überhaupt nicht, denn Schleichen ohne clevere Gegner und ohne ein Zusammenspiel aus Licht und Schatten ist in etwa so spannend und befriedigend wie einen Elfmeter ohne Torwart zu versenken.

Die Kletter- und Hüpfpassagen ermüden ohne Anspruch schnell. Die Kletter- und Hüpfpassagen ermüden ohne Anspruch schnell.

Über lange Spielstrecken arbeiten wir uns aber auch ganz ohne Feindkontakt durch die grauen Korridore. Dann schlagen wir uns stattdessen mit geisttötenden Hacking-Minispielchen herum, hüpfen durch schwammige Jump'n'Run-Passagen und zeigen mit dem Tricorder auf Türschalter, um sie anschließend per Knopfdruck zu öffnen. Und wir fragen uns, warum wir das eigentlich machen, wenn sich die Belohnung doch nur auf eine Handvoll langweiliger Tonbänder beschränkt. Oder es je nach Level auch einfach mal überhaupt nichts Bemerkenswertes zu entdecken gibt.

In einer kurzen Raumschlacht dürfen wir die Enterprise nicht einmal selbst steuern, sondern nur schießen. In einer kurzen Raumschlacht dürfen wir die Enterprise nicht einmal selbst steuern, sondern nur schießen.

In einem (viel zu kurzen) Abschnitt brausen wir auch mal mit der Enterprise durchs All. Mr. Sulu scheint aber am Steuer eingeschlafen zu sein, das Schiff bewegt sich wie auf Schienen, und Kirk darf nur die Geschütze kommandieren. Ja, richtig gelesen, ein bisschen Rail-Shooter im Star Trek-Universum. Wie war das doch gleich mit den unendlichen Weiten?

Wegtreten, Mr. Spock

Wer in den ersten Stunden nach Veröffentlichung mit einem Freund im Koop losziehen wollte, bekam vom Server nur eine lapidare Fehlermeldung aufgetischt. Über das Matchmaking konnten wir bislang immer noch keine Mitspieler finden, aber immerhin haben wir es inzwischen geschafft, jemanden aus unserer Freundesliste einzuladen. Der ersetzt dann den KI-Partner, einer von beiden spielt als Spock und der andere als Kirk. Dem Spielspaß hilft das aber auch nicht auf die Sprünge. Zunächst einmal ist es nämlich gleichgültig, ob wir nun als Kirk oder Spock unterwegs sind, die beiden unterscheiden sich lediglich durch eine Handvoll verschiedener Phaser-Aufrüstungen im kargen Upgrade-Menü.

Hacken alleine... In diesem Minispiel müssen wir zueinander passende Frequenzen finden. Das steuert sich reichlich doof, denn einen Sucher betätigen wir mit der Maus, den anderen mit den Pfeiltasten und bestätigt wird ausgerechnet per Leertaste.

...oder zu zweit Dieses Minispiel müssen Spock und Kirk gemeinsam lösen: Beide Spieler müssen ihre Frequenzen miteinander synchronisieren. Im Einzelspielermodus übernimmt eine davon der computergesteurte Spock und macht die Sache damit reichlich sinnlos.

Ähnlich ideenarm fallen auch jene Stellen aus, an denen wir mit unserem Partner zusammenarbeiten müssen. Etwa, wenn wir gemeinsam auf die gleiche Taste hämmern, um eine Tür aufzustemmen. Oder wenn der eine in einem Minispiel einen Computer knackt, während der andere… ja, was macht der eigentlich? Ihm den Rücken freihalten jedenfalls nicht. Es kommen ja keine Feinde. So also steht Kirk herum wie bestellt und nicht abgeholt, während Spock am Computer eine blinkende Linie ins Ziel lenkt. Wer von beiden dabei weniger Spaß hat, lässt sich schwer sagen.

Star Trek - Die ersten 10 Minuten 10:31 Star Trek - Die ersten 10 Minuten

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