»Hab SoSlI' Quch!« solltet ihr zu euren klingonischen Freunden am besten nicht sagen, denn damit beleidigt ihr ziemlich direkt ihre Mamas. Ins Deutsche übersetzt heißt das nämlich: »Deine Mutter hat eine flache Stirn!«
Noch besser finden wir aber den Satz: »Dejpu’bogh Hov rur qablIj!« (Dein Gesicht ähnelt einem kollabierten Stern!). Ihr merkt schon: Klingonen sind ziemlich gut darin, ihre Sprache kreativ zu nutzen. Aber wo hat sie eigentlich ihren Ursprung? Und wer hat sie erfunden?
Die Geschichte der klingonischen Sprache
Kein Klingone, sondern der Chefingenieur und Zweiter Offizier der USS Enterprise NCC-1701 Montgomery Scott (James Doohan) – auch »Scotty« genannt – sprach die ersten rauen Laute im allerersten Kinofilm im Jahre 1979. Diese basierten auf der schottischen Sprache, hatten aber keine direkte Übersetzung, geschweige denn eine richtige Grammatik (via Deutsches Klingonisch-Institut).
Etwa fünf Jahre später holte sich Paramount den Linguisten Marc Okrand ins Boot, der die Sprache – mitsamt Grammatik und Übersetzung – offiziell für Star Trek 3: Auf der Suche nach Mr. Spock
entwickelte. Der mittlerweile 78-jährige Sprachwissenschaftler promovierte 1977 an der University of California in Berkeley, wo er sich eingehend mit der indigenen Sprache Mutsun der Ohlone beschäftigte.
1:26
Strange New Worlds: Hier ein kleiner Vorgeschmack, was noch alles in Staffel 4 der Star-Trek-Serie passieren wird
Bevor er die gesamte klingonische Sprache entwarf, engagierte Paramount ihn bereits für den Entwurf eines vulkanischen Dialogs. Er coachte die Schauspieler der Filme ebenfalls in seiner erfundenen Sprache, damit diese richtig umgesetzt wird.
1985 brachte er sogar ein klingonisches Wörterbuch heraus, das anfangs eigentlich nur als spannendes Merchandise-Produkt gedacht war. Es verkaufte sich weltweit über 300.000 Mal und wurde in Deutsch, Portugiesisch, Italienisch und Tschechisch übersetzt.
Kleiner Fun-Fact am Rande: Okrand hat ebenfalls die Sprache der versunkenen Stadt Atlantis im gleichnamigen Disney-Film entwickelt.
In der 2006er-Ausgabe vom Guiness Buch der Rekorde wurde Klingonisch als die am meisten genutzte Sprache ihrer Art
aufgenommen (via Klingon Wiki). Mit ihrer Art
sind hier fiktionale Sprachen gemeint, zu der zum Beispiel auch die Sprache der Elben aus Tolkiens Herr der Ringe gehört.
Mevyap! Das reicht jetzt mit Trivia. Obwohl ... Wenn ihr noch mehr nerdige Fakten und spannendes Hintergrundwissen zu Star Trek haben möchtet, dann schaut doch gerne in der obigen Box vorbei. Aktuell läuft nämlich auch unsere große Themenwoche zum 60. Jubiläum eures Lieblingsuniversums. Vom 7. bis 13. September 2026 gibt es täglich neue Artikel.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.