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Studio hinter Life is Strange steht vor dem Aus: Dieses Jahr könnte Don't Nods letztes sein

Das französische Studio Don't Nod steckt tief in der Krise. Nach dem Ausstieg des vorherigen Investors Tencent drohen bei den Machern des ersten Life is Strange nun zahlreiche Entlassungen - auch eine Schließung steht im Raum.

Die Macher des ersten Life is Strange stecken aktuell in einer schweren Krise. Am 31. Januar könnte dem Studio das Geld ausgehen. Die Macher des ersten Life is Strange stecken aktuell in einer schweren Krise. Am 31. Januar könnte dem Studio das Geld ausgehen.

Beim französischen Studio Don't Nod tickt aktuell die Uhr. Denn den Machern hinter dem gefeierten Episoden-Adventure Life is Strange geht offenbar das Geld aus. Wie das Studio kürzlich im Rahmen einer Finanz-Mitteilung bekanntgab, sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um satte 56 Prozent eingebrochen. Mit den derzeitigen Finanzmitteln sei eine Finanzierung des Tagesgeschäfts nur noch bis einschließlich kommenden Januar möglich.

Als Gründe für die aktuelle Krise nennt das 18 Jahre alte Studio schwache Spieleverkäufe der vergangenen Monate bei gleichzeitig steigenden Entwicklungskosten.

In dem Bericht heißt es konkret, die Games-Industrie sei momentan geprägt von »äußerst selektiver Finanzierung und sich stetig wandelnden Bedingungen für den Zugang zu den für die Produktion und Entwicklung erforderlichen Ressourcen.« Gleichzeitig werde es immer schwieriger, kommerzielle Erfolge zu erzielen.

Video starten 2:18 Aphelion: Die Erfinder von Life Is Strange steigen ins Sci-Fi-Genre ein

Mitte dieses Jahres war zudem bekannt geworden, dass der bisherige Investor Tencent nach der enttäuschenden Performance der letzten Projekte Aphelion und Lost Records: Bloom & Rage entschieden hatte, kein weiteres Kapital in das französische Entwicklerstudio zu investieren. Das Studio hatte damals angekündigt, andere Finanzierungsquellen finden zu wollen, allerdings scheint es, als seien diese Bemühungen bislang gescheitert.

90 Stellen könnte wegfallen

Die Verantwortlichen bei Don't Nod haben daher nun eigenen Angaben zufolge ein aggressives Transformationsprojekt gestartet, mit dem Ziel, das Studio so lange wie möglich am Leben zu halten und das Geschäftsmodell im Hinblick auf Wettbewerbsfähigkeit neu auszurichten.

Das bedeutet konkret, dass die aktive Spielentwicklung auf eine einzige Produktionslinie in Frankreich heruntergedampft wird, um laufende Kosten zu reduzieren. Dieser Sparplan könnte bei seiner Umsetzung rund 90 Jobs bei Don't Nod kosten; die Geschäftsleitung ist daher bereits mit der in Frankreich zuständigen Gewerkschaft in Gesprächen. Sollte die Neuaufstellung nicht gelingen, sind aber wohl ohnehin alle Jobs bei Don't Nod in Gefahr.

Woran arbeitet Don't Nod momentan? Aktuell arbeitet das Studio trotz der ungewissen Zukunftsaussichten weiter an seinem nächsten Projekt mit dem Codenamen P14. Worum es sich dabei handelt, ist bislang unklar, denn das Spiel wurde bislang nicht offiziell angekündigt. Angesichts der heranrückenden Finanz-Deadline Ende Januar ist das Schicksal des Spiels jedoch mehr als unsicher.

Zwar hätten mehrere Investoren durchaus Interesse an dem Projekt bekundet, allerdings habe man bisher nicht die zur Fertigstellung benötigte Summe einwerben können, heißt es von Don't Nod. Somit könnte das Ende April veröffentliche Aphelion vorerst das letzte Spiel des Studios gewesen sein.

Welche Erinnerungen verbindet ihr mit den Spielen von Don't Nod? Schreibt es uns in die Kommentare!


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