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Star Trek: Die Lego-Brücke von Raumschiff Enterprise ist in vielerlei Hinsicht »faszinierend«

Kirk, Spock und 1.701 Teile: Die klassische Enterprise-Brücke im zweiten Lego Star Trek-Set überzeugt im Test mit feinen Details, enttäuscht aber mit extrem vielen Aufklebern.

»Mr. Spock, was ist das für ein seltsames Phänomen?« »Die Enterprise-Brücke aus der Originalserie im blockigen Lego-Look, Captain.« »Auf den Schirm!« »Mr. Spock, was ist das für ein seltsames Phänomen?« »Die Enterprise-Brücke aus der Originalserie im blockigen Lego-Look, Captain.« »Auf den Schirm!«

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Zum 60. Jubiläum von Star Trek hat Lego ein Set im Angebot, das für viele Trekkies/Trekker ein Jahrzehnte alter Traum sein dürfte. Das Set 11385 bringt die Kommandobrücke der U.S.S. Enterprise NCC-1701 aus Star Trek: The Original Series erstmals als offizielles Diorama in die Regale.

Für knapp 180 Euro erhaltet ihr ein Ensemble aus 1.701 Teilen, das nicht nur die Brücke, sondern auch den Transporterraum und einen separaten Hauptbildschirm umfasst. Ein Blick auf das fertige Modell offenbart schnell: Diese Konstruktion ist etwas ganz Besonderes - und das nicht nur im positiven Sinne.

Fakten zum Set
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Name: 11385 Star Trek: U.S.S. Enterprise NCC-1701 Brücke
Themenwelt: Icons
Erscheinungsdatum: 1. September 2026
Verfügbarkeit: Lego Store
Preis: 179,99 Euro
Maße: 57 x 34 x 9 cm
Steinezahl: 1701
Minifiguren: 8
Preis pro Stein: 10,6 Cent
Altersempfehlung: 18 Jahre

Für den Test wurde uns ein Rezensionsexemplar von Lego zur Verfügung gestellt.

Gefühlt haben die Lego-Designer an alles gedacht, von Spocks kleinem Monitor bin hin zu Sulus Zielcomputer. Gefühlt haben die Lego-Designer an alles gedacht, von Spocks kleinem Monitor bin hin zu Sulus Zielcomputer.

Volle Mannschaftsstärke

Ein Highlight des Sets zeigt sich bereits beim Auspacken: Die Hauptfiguren der Originalserie sind zum allerersten Mal vollständig als offizielle Minifiguren vertreten. Neben Captain Kirk und Spock findet ihr Scotty, Uhura, Sulu, Chekov, Dr. McCoy und sogar Pflegerin Christine Chapel in den Tüten.

Die Gestaltung der Figuren zeugt von Liebe zum Detail. Spock sticht mit einem speziell gegossenen Haarteil samt vulkanischen Ohren hervor. Sein Gesicht bietet zwei Wendemotive, bei denen lediglich die minimal in die Höhe gelüpfte Augenbraue unterscheidet – ein wunderbarer Kniff, bei dem ich laut auflachen musste.

Der Wissenschaftsoffizier trägt zudem eine bedruckte Fliese als Kommunikator und eine Umhängetasche, was sehr nahe am Original ist. Auch Krankenschwester Chapel überzeugt mit bedruckten Beinen. Ihr Zubehör ist eine Schüssel mit vulkanischer Plomeek-Suppe aus der Episode »Weltraumfieber«.

Kirk (rechts) ist ein regelrechter Wuschelkopf, das passt nicht ganz zur Serie. Spock und Chapel sind stark umgesetzt, auch Uhura (unten) hat tolle Details. Kirk (rechts) ist ein regelrechter Wuschelkopf, das passt nicht ganz zur Serie. Spock und Chapel sind stark umgesetzt, auch Uhura (unten) hat tolle Details.

Mit einer Ausnahme trägt der Rest der Crew Standarduniformen, was wie schon bei der Enterprise-D für eine gewisse, der Vorlage bedingte Eintönigkeit sorgt, aber dafür viel Raum für kreative Baumeister lässt, die ihre eigenen Figuren zusammenbauen wollen.

Uhuras Frisur ist spektakulär und sie trägt den ikonischen Kopfhörer als Aufdruck, auch ihre Beine sind bedruckt. Dafür fehlen sowohl bei ihr als auch bei Sulu fehlen ein zweiter Gesichtsausdruck auf der Rückseite, was im Vergleich zu Spock oder Chekov wie eine unnötige Einsparung wirkt.

Captain Kirks Friseur hätte derweil etwas präziser arbeiten können, da die Haarstruktur nicht ganz zur Vorlage passt. Bei Dr. McCoy schaut der zweite Gesichtsausdruck auf der Rückseite unglücklich unter den Haaren hervor. Dennoch überwiegt die Freude über die Vollständigkeit, zumal Lego dem Set vier der brandneuen Typ-2-Phaser beilegt - ein Traum für Nostalgiker.

Phaser Die neuen Phaser sehen richtig schick aus - besser als bei der Enterprise-D!

Rohre Das hier ist pure Kosmetik, sowohl in der ersten Star-Trek-Serie als auch beim Lego-Set.

Erinerungen Waffen und andere Requisiten verzieren die (leicht herausnehmbaren) Rückwände der Brücke.

Wundervolle Details

Die Brücke selbst ist architektonisch anspruchsvoll. Die zehnseitige Form der Fernsehvorlage in Klemmbausteine zu übersetzen, erfordert eine clevere Geometrie. Das Modell löst dies über ein System aus Scharnierplatten und Clips. Die Farbgebung in dezentem Violett fängt das damalige Studiolicht treffend ein, während rotorange Kacheln für den nötigen Kontrast sorgen.

Der Kapitänssessel ruht auf einem Kugelgelenk. Das erlaubt ein Kippen der Sitzfläche, womit sich die Erschütterungen bei Photonentorpedo-Treffern wunderbar nachstellen lassen.

Die Doppeltür des Turbolifts öffnet und schließt ihr synchron über einen einfachen, aber effektiven Lego-Technic-Mechanismus auf der Rückseite. Beim Aufbau wiederholen sich einige Schritte, auch die sehr schön mittels SNOT-Technik (Studs Not On Top) umgesetzten Computer sind repetitiv zu konstruieren.

Die Hauptattraktion ist das Halbrund der Kommandobrücke. Das fertige Design wirkt durch die Verwendung von SNOT sehr edel, gleichzeitig gibt es genug Haltepunkte, um Figuren stehen zu lassen. Die Hauptattraktion ist das Halbrund der Kommandobrücke. Das fertige Design wirkt durch die Verwendung von SNOT sehr edel, gleichzeitig gibt es genug Haltepunkte, um Figuren stehen zu lassen.

An Easter Eggs mangelt es nicht. Entfernt ihr die Navigationskonsole vor dem Kapitänssessel, schaut euch ein kleiner bedruckter Tribble entgegen - die gierigen Fellknäuel lauern auch hinter einem Panel im Transporterraum, das per Hebel weggesprengt werden kann. Dass die Stückzahl des Sets exakt 1.701 Teile beträgt, ist eine natürlich eine Anspielung auf die Registriernummer der Enterprise.

Mittelkonsole #1 Die Konstruktion der drei Sitze in der Mitte der Brücke ist sehr clever.

Mittelkonsole #2 Das Endergebnis lässt viele alte Erinnerungen hochkommen, allerdings fehlen Teile des Bodens.

Mittelkonsole #3 Der Stuhl des Kapitäns lässt sich drehen und neigen - gute Entscheidung!

Auf der Rückseite der Brückenwand hängen Sulus Fechtdegen aus der Folge »Implosion« sowie weitere Waffen. Bauteile wie Löffel, Rollschuhe und Skelett-Arm wurden auf innovative Weise zu technischen Rohrleitungen in Rot, Gelb und Blau umgemodelt – eine Hommage an die Requisiten der Serie, die im Studiojargon als »Goes nowhere, does nothing« bekannt waren.

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