Darth Vader ist in Wahrheit Luke Skywalkers Vater – schockierend, ich weiß. Doch es gab tatsächlich mal eine Zeit, da hat der Twist aus Star Wars: Episode 5 – Das Imperium schlägt zurück die Zuschauer tatsächlich noch eiskalt erwischt. Das dürfte vor ziemlich genau 41 Jahren der Fall gewesen sein.
Immerhin haben sich George Lucas und Regisseur Irvin Kershner alle Mühe gegeben, das Geheimnis bis zur Premiere im Jahr 1985 zu bewahren: So gut wie alle Cast-Mitglieder (außer Mark Hamill) wurden mit einem Fake-Twist in die Irre geführt, demzufolge Darth Vader verkündete, dass Obi-Wan Kenobi den Vater von Luke auf dem Gewissen hätte. Auch eine coole Wendung, aber eben nicht ganz so cool.
Denkt doch mal jemand an die Kinder!
Denn die finale Enthüllung um Darth Vaders wahre Identität als Anakin Skywalker war natürlich eine viel schwerwiegendere und ging aus gutem Grund in die Filmgeschichte ein. George Lucas hatte allerdings eine große Sorge, die er zuvor mithilfe zertifizierter Psychologen aus der Welt schaffen wollte: Wie gut junge Zuschauer mit dem Twist klarkommen.
Davon berichtet Lucas persönlich in einem neuen Interview mit dem SFX Magazine (via CinemaBlend) und wie er sich deswegen abzusichern versuchte:
Ich hatte große Bedenken wegen dieses Endes [von Episode 5], vor allem in Bezug auf Kinder und die Frage, ob sie damit zurechtkommen würden. Ich habe deswegen mit verschiedenen Psychologen gesprochen, die im Grunde gesagt haben: Wenn es zu intensiv wird, werden die meisten Kinder einfach leugnen, dass es wahr ist. Sie werden leugnen, dass [Darth Vader Luke Skywalkers] Vater ist, und denken, er würde ihn nur anlügen.
Meine größte Sorge war außerdem, dass dieses Ende eigentlich gar kein richtiges Ende sei: die Bösen gewinnen und die Guten humpeln verwundet nach Hause.
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Star Wars Episode V: Das Imperium schlägt zurück
Die Sorgen von George Lucas sollten sich jedoch als unbegründet herausstellen. Selbst heute und damit 46 Jahre nach der unmittelbaren Veröffentlichung gilt Das Imperium schlägt zurück allgemein noch immer als der beste aller Star-Wars-Filme – sowohl nach Lucas eigenen Prequels als auch den insgesamt fünf Sequels und Spin-offs von Disney.
Kritik gab es wiederum dafür, dass Star Wars schon mit Episode 6 – Die Rückkehr der Jedi-Ritter und den Prequels einen Ticken zu kinderfreundlich wurde. (Hat wer Ewoks gesagt?) George Lucas betonte aber immer wieder mal, dass Star Wars definitiv Kinder und eben nicht nur Erwachsene ansprechen sollte.
Mit dem Krieg der Sterne hat George Lucas übrigens längst abgeschlossen. 2012 überließ er für satte 4Milliarden US-Dollar Disney die Rechte an seinem Sci-Fi-Franchise. Dem Mäusekonzern überließ er sein Konzept für eine Sequel-Trilogie, doch Disney entschied sich dazu, eine eigene Vision für die Episoden 7, 8 und 9 umzusetzen.
Das hat so semi-gut geklappt. Jetzt wird an einer neuen Trilogie gearbeitet, die als Episoden 10, 11 und 12 fungieren soll. Mehr dazu könnt ihr unter den Links oben nachlesen. 2027 geht es jetzt erstmal mit Staffel 2 der Ahsoka-Serie bei Disney Plus und dem neuen Kinofilm Star Wars: Starfighter weiter.
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