Mando und Grogu sind gerade im Kino gelandet – übrigens der erste Star Wars-Film seit 7 Jahren. Fans wissen: Baby Yoda stammt nicht aus dem Computer, sondern wurde bereits für die Mandalorian-Serie als Puppe realisiert.
Adam Savage, bekannt als ein Teil des Mythbuster-Duos, hat im Zuge des Filmstarts zusammen mit Kunstschaffenden und Ingenieurinnen und Ingenieuren eine Grogu-Animatronic nachgebaut. Und die ist technisch extrem beeindruckend.
Hinweis: Bei der Puppe handelt es sich nicht um das Original vom Set, sondern um einen möglichst detailgetreuen Nachbau. Der technischen Meisterleistung dahinter tut das aber keinen Abbruch.
Das steckt unter Grogus Haut
In einem einstündigen Video auf YouTube geht Savage auf die Puppe ein, die sein Team und er gebaut haben.
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Falls ihr keine Stunde Zeit für das Video über habt, lest ihr in diesem Artikel die interessantesten Fakten zur Grogu-Puppe.
Antrieb und Steuerung
Gesteuert wird Grogu von einem Puppenspieler, aber natürlich nicht an Fäden. Im Innern werkelt nämlich eine komplexe Maschinerie. Ein System aus Servomotoren und Gelenken sorgt dafür, dass Grogus Bewegungen möglichst realistisch aussehen. Die Steuerung selbst besteht aus zwei Komponenten:
- Als Hardware kommt ein kommerzielles Pololu Maestro Board zum Einsatz, das die 24 einzelnen Servos ansteuert.
- Die Software ist ein eigens entwickeltes System namens »Kyber System«. Das fungiert als eine Art Mittelsmann, welcher die Eingaben des Puppenspielers an die Motoren überträgt.
Mimik
Wichtig bei animatronischen Puppen ist die Mimik. Sie entscheidet darüber, ob wir sie als menschlich (bei Grogu passt »humanoid« besser) wahrnehmen oder doch eher gruselig finden.
Der Begriff »Uncanny Valley« stammt tatsächlich aus der Robotik. 1970 hat der japanische Robotiker Masahiro Mori erstmals das »Phänomen des unheimlichen Tals« beschrieben. Das besagt, dass Menschen so lange mit Robotern interagieren wollen, bis ein gewisser Punkt erreicht ist, an dem der Roboter so menschenähnlich wird, dass sie verunsichert sind.
Das Tal in der Kurve ist das sogenannte »Uncanny Valley«. (Bild: Masahiro Mori/Tobias K., Wikipedia)
Um diesem Effekt vorzubeugen, steckt viel Technik in Grogus kleinem Kopf. So können zum Beispiel sogar die Zähne bewegt werden, was sich in realistische Mundbewegungen übersetzt. Hier haben die Macher sogar beim originalen Yoda gespickt und sich an der Puppentechnik von Frank Oz – der Yoda in Episode 4 bis 6 gespielt hat – orientiert.
Ein überraschendes Highlight sind Grogus Augenlider, die sich unabhängig voneinander bewegen lassen – sowohl für Ober- als auch Unterlider. So geben allein die Unterlider Grogu eine erstaunliche Bandbreite darstellbarer Gefühle, wie Misstrauen oder Wut. Auch halbe oder ganze Blinzler sind möglich. Auf dem Controller, mit dem Grogu gesteuert wird, ist deshalb ein Stick nur für die Augenlider allein zuständig.
Aufbau
Sowohl die inneren mechanischen Strukturen als auch der Kopf bestehen aus vielen einzelnen, digital modellierten und 3D-gedruckten Komponenten, die alle ineinandergreifen.
Grogus Haut ist extrem elastisch und möglichst realistisch. Die Platzierung der Motoren und die Art und Weise, wie die Haut am Skelett befestigt ist, entscheiden maßgeblich darüber, wie natürlich die Faltenbildung (und die Mimik) am Ende wirkt.
Was mit der Grogu-Puppe alles möglich ist, sieht man nicht nur im Film und der Serie. Zur Premiere von The Mandalorian and Grogu war der kleine Yoda nämlich auf dem roten Teppich zu Gast – und wirkt so lebendig wie eh und je.
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Obschon es sich bei dieser Puppe um einen Nachbau handelt, zeigt das Beispiel, wieso Hollywood-Blockbuster gern auf Computereffekte setzen. Sehr viel Arbeit ist in die Replika von Adam Savage geflossen, die man sicherlich auch sieht. CGI hingegen wäre sehr viel günstiger gewesen – und vermutlich die schlechtere Wahl.

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