In (fast) allen Star-Wars-Filmen landen mindestens eins oder mehrere Körperteile auf dem Boden. Eigentlich eine überraschend zahme Bilanz, wird doch ständig wild mit Lichtschwertern herumgefuchtelt. Wem damit besonders übel mitgespielt wurde, ist natürlich Jango Fett.
Der (Klon-)Vater von Boba Fett musste in Episode 2 - Angriff der Klonkrieger nämlich nicht nur eine Hand einbüßen, sondern gleich mal seinen Kopf. Und davon dürfte sich selbst ein Kopfgeldjäger seines Kalibers nicht erholen …
Und obwohl kein Tröpfchen Blut spritzt, handelt es sich dabei um eine für Star-Wars-Verhältnisse ziemlich brutale Szene. Immerhin sehen wir in einem Film mit einer FSK-Freigabe ab 12 Jahren, wie einem Kerl einfach mal so der Kopf abgeschlagen wird.
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Ein bisschen nostalgisch geworden? Hier ist ein offizielles Behind-the-Scenes-Video zu Star Wars: Episode 2
Der Tod von Jango Fett in Episode 2 wäre beinahe noch viel heftiger ausgefallen
Star-Wars-Kenner wissen natürlich, dass der Tod von Jango Fett ursprünglich sogar noch härter ausfallen sollte - und das wurde sogar gefilmt. Seit dem Kinostart von Episode 2 im Jahr 2002 wird besagte Aufnahme immer wieder mal hochgespült und fleißig diskutiert.
Was dabei genau gezeigt wird? Mace Windu schlägt Jango nicht nur eine Hand und den Kopf ab, sondern den anderen Arm noch gleich mit und durchbohrt vor dem finalen Schlag auch noch dessen Oberschenkel. Von dem berüchtigsten Kopfgeldjäger seiner Zeit bleibt im Sand der Arena von Geonosis nicht mehr allzu viel übrig …
Seht am besten einfach mal selbst:
Link zum Reddit-Inhalt
Was Fans davon halten? Tatsächlich herrscht in den Kommentaren der Konsens: Gut, dass es diese Szene nicht in den finalen Film geschafft hat.
Dafür, den Tod von Jango Fett nicht noch exzessiver darzustellen, als er ohnehin schon ist, gibt es ein paar einleuchtende Gründe.
So schreibt zum Beispiel QueenStuff:
Ich mag die offizielle Version besser, einfach aus dem Grund, weil sie zeigt, wie tödlich Mace Windu ist. Er geht unmittelbar aufs Ganze. Anders wirkt er mehr wie ein Sith, der zuerst mit seinem Opfer spielt, die Gliedmaßen abschneidet und auf ihn einsticht, bevor er ihn erlöst.
Auch supermarino ist einer ähnlichen Ansicht:
Die offizielle Version ist besser. Ein Jedi will kein unnötiges Leid auslösen, sondern sich einfach einer Bedrohung entledigen.
Houndfell sieht den Fall auch recht pragmatisch.
Die offizielle [Version gefällt mir besser].
Ignorieren wir die Ethiken eines Jedi. Eine Sekunde, die du darauf verwendest, einem Gegner in den Oberschenkel zu stechen, ist eine Sekunde, die du nicht für die unmittelbare Bedrohung verwendest. Oder darauf, einem Verbündeten zu helfen, einen Schuss abzuwehren, der einen Freund töten könnte.
Egal, ob es das erste Mal oder das 100. Mal ist - früher oder später wird jemand sterben, der dir wichtig ist, weil du damit beschäftigt bist, herumzupimmeln. [...]
Commercial-Pair-8932 und astrofan sind der Meinung, dass die alternative Version der Szene dem Image von Mace Windu ebenso keinen Gefallen getan hätte:
Es hat keinen Sinn, alle Gliedmaße von Fett zu amputieren und ihm erst dann den Kopf abzuschlagen - es sei denn, du bist ein Arsch.
Damit wirkt er nur noch mehr wie ein Arschloch. Lol.
Natürlich muss sich Boba Fett ansehen, wie sein Vater von einem Hüter des Friedens der Kopf kürzer gemacht wurde. Und tatsächlich gab es sogar mal Pläne dafür, dass Boba dafür seine Rache bekommen sollte. Das hat mit Daniel Logan der Darsteller von Jangos (Klon-)Sohn bereits vor Jahren bestätigt.
Davon war Samuel L. Jackson allerdings nicht begeistert und ging deswegen sogar zu George Lucas, damit der Star-Wars-Schöpfer das nochmal überdenkt. Letztendlich sollte Mace Windu dann durch die Hand von Anakin Skywalker sterben, auch wenn Jackson mittlerweile der festen Überzeugung ist, dass sein Jedi-Meister noch immer irgendwo im Universum rumlungert.
Mehr dazu könnt ihr unter den Links oben nachlesen.
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