George Lucas hat immer wieder an der klassischen Star-Wars-Trilogie herumgedoktert und daran mal mehr, mal weniger gravierende Änderungen vorgenommen. Einen bestimmten Filmfehler konnte aber selbst der Sternenkrieg-Vater nie fixen: Luke Skywalkers legendären Tritt in die Leere, den einer von Jabbas Handlanger trotzdem zu spüren bekommt.
Darüber hat sich im Nachhinein sogar Mark Hamill höchstpersönlich lustig gemacht:
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What I said is true from a certain point of view
Star Wars wäre aber nicht Star Wars, wenn nicht irgendwann dafür nicht irgendwann eine offizielle Lore-Erklärung nachgeliefert worden wäre. Tatsächlich kam 2023 eine Kurzgeschichtensammlung unter dem Titel From a Certain Point of View: Return of the Jedi heraus, die sich eben jenen Patzer vorknöpft.
Insgesamt sind drei Teile zu From a Certain Point of View erschienen - jeder davon zu einer Episode der klassischen Trilogie. Und wie der Titel vielleicht schon vermuten lässt, wird sich dafür auf das ikonische Zitat des alten Ben Kenobi gestützt, der sich so zurecht biegt, warum er Luke Skywalker nicht von Anfang an die (ganze) Wahrheit über seinen Vater offenbart hat.
In den drei Büchern stecken damit allerlei charmante Kurzgeschichten, die vor allem Logiklücken im Sternenkrieg fixen oder aus dem Sarlacc der Grube von Carkoon ein missverstandenes Wesen macht, eigentlich nur Freunde haben und nicht Boba Fett fressen wollte. Kein Witz.
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Boba Fett ist im neuen Kanon natürlich längst den Fängen des Sarlacc entkommen ... für eine recht maue Solo-Serie bei Disney Plus
Ein ganz klarer Fall von Macht-Kick ... natürlich
So 100 Prozent zum offiziellen Kanon zählen diese Geschichtchen natürlich nicht und ihr solltet sie stets mit einem Augenzwinkern betrachten. Für eine Rechtfertigung eines 42 Jahre alten Filmfehlers reicht es aber allemal.
Hier wird der Vorfall nämlich aus der Perspektive eben jenes Handlangers geschildert, der den Stiefel von Luke Skywalker eben nicht direkt ins Gesicht bekommt. (Übrigens nicht mit dem Sith zu verwechseln, der auf den gleichen Namen hört.) Und Sion beschreibt, was ihm widerfährt, wie folgt:
Er hatte ihn ihm Visier. Es gab keinen Platz zum Parieren und keinen Platz, für einen Schwung mit dem Lichtschwert und … er hatte nicht den Tritt erwartet, nicht aus dieser Entfernung.
Da habt ihr’s. Selbst Sion ist beziehungsweise war davon verdutzt, wie ihm geschieht. Und hier wird natürlich unmissverständlich impliziert, dass Luke von einem Macht-Kick Gebrauch macht. Eben etwas, worüber die Fans schon Jahre vor A Certain Point of View spekulierten, um diesen offensichtlichen Filmfehler in Episode 6 zu rechtfertigen.
Wie bereits erwähnt, ist Star Wars berüchtigt dafür, dass nachträglich immer wieder mal Logiklücken gestopft oder in Bezug auf bestimmten Entscheidungen zurückgerudert wird. Ein paar prominente Beispiele findet ihr unter den Links oben. Paradebeispiel gefällig? Die gute, alte Debatte, wer denn jetzt zuerst geschossen hat: Han Solo oder Greedo?
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