Gecancelte Star-Wars-Spiele gab es schon so einige, von Star Wars: 1313 über den Mandalorian-Shooter von Titanfall-Entwickler Respawn bis hin zum von Visceral Games entwickelte Project Ragtag.
Doch von einem Titel hat die Öffentlichkeit noch nie gehört: Unter dem Codenamen Magellan befand sich ein großangelegtes Action-Rollenspiel in Entwicklung, das klassisches Star-Wars-Flair mit der Gameplay-Spirale eines Loot-Shooters verbinden sollte.
Verantwortlich für dieses ambitionierte Unterfangen war das Studio Echtra Games (Torchlight 3), das nach einer strategischen Neuausrichtung der Mutterkonzerne Zynga und Take-Two Interactive im Jahr 2025 geschlossen wurde. Durch das Portfolio eines ehemaligen Entwicklers ist nun erstmals Videomaterial von Star Wars: Magellan an die Öffentlichkeit gelangt.
Ein ungewöhnlicher Genre-Mix im Star Wars Universum
Laut der Webseite MP1st, die im Kontakt mit dem Entwickler steht, war Magellan ein Action-Rollenspiel mit Multiplayer-Modus, das aus der Third-Person-Perspektive gesteuert wurde. Spieler hätten sich gemeinsam durch imperiale Basen gekämpft, um Ausrüstung, in den Spieldateien unter anderem als »Booster Gear« bezeichnet, zu erbeuten und Belohnungstruhen zu knacken.
Die Entwicklung von Magellan begann bereits im Jahr 2021, kurz nachdem Echtra Games von Zynga übernommen wurde. Das nun aufgetauchte Material zeigt zwei sehr unterschiedliche spielbare Klassen (das Video gibt's derzeit ausschließlich bei MP1st zu sehen).
Zum einen ist da mandalorianischer Kopfgeldjäger, der intern den passenden Namen »Triggerman« trug. Diese Klasse verließ sich auf schwere Blasterangriffe, einen Flammenwerfer für Flächenschaden und nutzte ein Jetpack, um eine enorm hohe Mobilität auf dem Schlachtfeld zu erreichen.
1:18
Quasi-Vorbild: Star Wars Hunters bot PvP, Magellan sollte sich auf PvE-Kämpfe allein oder im Koop konzentrieren.
Zum anderen gibt's die Klasse »Cleric«, in den internen Videos repräsentiert durch eine blaue Twi'lek. Diese Jedi nutzte die Macht zur Kontrolle der Gegner und teilte im Nahkampf mit einem Lichtschwert aus. Ob es sich bei diesen beiden Figuren um feste, vorgefertigte Helden mit einer eigenen Hintergrundgeschichte oder lediglich um Basis-Klassen für einen umfassenden Charakter-Editor handelte, ließ sich laut MP1st nicht abschließend klären.
Das Gameplay schien Wert auf Bewegung und schnelle Reflexe zu legen. Im Rahmen der Einsätze mussten Signalnetzwerke gehackt, Frachtcontainer durchsucht und vermisste Personen aufgespürt werden. Durch ein »NPC Bond System« solltet ihr Beziehungen zu Nicht-Spieler-Charakteren aufbauen, indem ihr mit ihnen zwischen Missionen interagiert und spezielle Aufträge abschließt.
Widersacher und technisches Fundament
Das Kampfsystem von Star Wars: Magellan war darauf ausgelegt, die Fähigkeiten der verschiedenen Klassen clever miteinander zu kombinieren. Neben den primären Waffen kamen diverse Gadgets zum Einsatz. EMP-Granaten dienten zum schnellen Ausschalten von feindlichen Schilden, während mobile Schutzschilde aufgestellt werden konnten, um dem Team in brenzligen Situationen Deckung zu geben.
Neben den obligatorischen Sturmtruppen sollten Spieler gegen riesige, schwer gepanzerte Sicherheitsdroiden, aggressive hundeartige Raubtiere und die vierbeinigen Gundarks kämpfen, die kundigen Fans aus diversen Nebengeschichten von Star Wars ein Begriff sind.
Technisch basierte Magellan auf der Unreal Engine 5 und befand sich für den PC, die PlayStation 5 sowie die Xbox Series X/S in Entwicklung. Stilistisch wählte das Team einen leicht überzeichneten Ansatz, der visuell stark an den Online-Shooter Star Wars: Hunters erinnerte.
Diese Parallele kommt nicht von ungefähr, da Echtra Games für die Entwicklung eng mit NaturalMotion zusammenarbeitete, einem weiteren Zynga-Studio, das bereits Erfahrung mit genau diesem Grafikstil gesammelt hatte.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.