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Nach 14 Jahren als Lucasfilm-Chefin gibt Kathleen Kennedy zu: Über ihren Ausstieg ist sie auch »ein bisschen erleichtert«

Kathleen Kennedy hat die Führung über Lucasfilm und damit auch Star Wars an Dave Filoni und Lynwen Brennan abgegeben. Jetzt zieht sie ein Fazit.

Nach dem Weggang von Kathleen Kennedy übernahmen Dave Filoni und Lynwen Brennan das Steuer bei Lucasfilm. Bildquelle: DisneyLucasfilm Nach dem Weggang von Kathleen Kennedy übernahmen Dave Filoni und Lynwen Brennan das Steuer bei Lucasfilm. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Bei Lucasfilm kam es zu einem großen Umbruch. Nach 14 Jahren als Lucasfilm-Chefin hat Kathleen Kennedy den Posten gleich zwei Nachfolgern überlassen: Dave Filoni und Lynwen Brennan.

Für einige Star-Wars-Fans dürfte es sich zweifelsohne um eine erfreuliche Nachricht handeln. Immerhin wird Kennedy gerne mal direkt für viele Probleme des modernen Sternenkriegs verantwortlich gemacht. So etwa das Scheitern der Sequel-Trilogie auf kreativer Ebene oder die zahlreichen Projekte, die zuerst angekündigt, aber dann doch nie zustande gekommen sind.

Gleichzeitig wurden unter Kennedy aber auch ein paar der besten Star-Wars-Projekte realisiert, die seit Das Imperium schlägt zurück und damit dem Jahr 1980 das Licht der Welt erblickten. So etwa das Spin-off Rogue One: A Star Wars Story, die TV-Serie Andor oder die Jedi-Videospielreihe.

Kathleen Kennedy über ihren Abschied von Lucasfilm und Star Wars

Im Interview mit HollywoodReporter zieht Kennedy nun ein Fazit zu 14 Jahren als Lucasfilm-Chefin und gibt zu, dass ihr Weggang sich in gewisser Weise bittersüß anfühlt: 

Ich glaube, ich bin schon ein bisschen erleichtert. Diese Aufgaben haben es in sich, und in so etwas hineinzukommen, das George [Lucas] erschaffen hatte, war eine unglaubliche Herausforderung.

Video starten 1:47 Offizieller Trailer zu Star Wars: Episode 7 - Das Erwachen der Macht

Kathleen Kennedys langes Schaffen bei Lucasfilm

Vor ihrer Zeit als Lucasfilm-Chefin arbeitete Kennedy lange mit Steven Spielberg zusammen und wirkte als Produzentin an Filmen wie Jurassic Park, Lincoln und München mit. Ebenso war sie hinter den Kulissen an cineastischen Meilensteinen wie Zurück in die Zukunft, Twisters und Gremlins beteiligt.

2012 trat sie dann Lucasfilm als Co-Vorsitzende bei und wurde von George Lucas persönlich als seine Nachfolgerin ausgewählt. Auf ihre größten Erfolge und Misserfolge wurde sie ebenfalls angesprochen.

So ist sie auf die Star-Wars-Serien The Mandalorian und Andor am meisten stolz. Und ebenso mit ihrem Relaunch des Franchises im Jahr 2015 mit Star Wars: Episode 7 - Das Erwachen der Macht. 

Bezüglich ihrer persönlichen Rückschläge hielt sich Kennedy zurück, aber dabei dürfte es sich zweifelsohne um das Debakel des Han-Solo-Films handeln: Inmitten der Produktion trennte sich Lucasfilm von den beiden Regisseuren Phil Lord und Chris Miller, ließ das Spin-off unter Ron Howard fast komplett neu drehen, wodurch sich das Budget auf bis zu 300 Millionen aufblähte und dann krachend an den Kinokassen scheiterte.

Viele Fans dürften ihr ebenso anlasten, dass für die Sequel-Trilogie von Anfang an kein einheitlicher Plan bestand, was sich in einem sehr durchwachsenen Resultat äußerte. Zur Wahrheit gehört aber auch dazu, dass Episode 7, 8 und 9 unter immensen Zeitdruck seitens Disneys Bob Iger produziert werden sollten – und zwar ohne dabei die Vorlage von George Lucas zu berücksichtigen.

Jetzt sind bei Lucasfilm Dave Filoni und Lynwen Brennan am Drücker und es wird spannend, wie der Krieg der Sterne konkret unter den beiden aussehen wird. 2027 starten erstmal noch Staffel 2 von Ahsoka bei Disney Plus und Star Wars: Starfighter im Kino. Und ein Comeback der Originalfassung von Episode 4 steht ebenfalls an.

Mehr dazu könnt ihr unter den Links oben nachlesen.