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Star Wars: The Acolyte punktet da, wo mich die Kenobi-Serie maßlos enttäuscht hat

Die Disney-Serie um Obi-Wan Kenobi war für Peter zum Fremdschämen. Das neue The Acolyte bringt nun aber eine Stärke von Star Wars zurück.

Star Wars: The Acolyte bekommt gerade viel Kritik ab, für Peter hat die Disney-Serie aber einen großten Vorteil gegenüber Obi-Wan und Andor. In seiner Kolumne erklärt er ihn euch. Star Wars: The Acolyte bekommt gerade viel Kritik ab, für Peter hat die Disney-Serie aber einen großten Vorteil gegenüber Obi-Wan und Andor. In seiner Kolumne erklärt er ihn euch.

Das Universum ist größer, als wir es uns vorstellen können. Noch dazu: Star Wars spielt in einer weit, weit entfernten Galaxis, es ist ein Fantasy-Märchen mit Science-Fiction-Konzepten wie Raumschiffen und Lichtschwertern, dem quasi nur durch die eigene Vorstellungskraft Grenzen gesetzt sind.

Warum also bin ich so dankbar für die Alien-Auftritte in der neuen Disney-Serie The Acolyte? Die müssten doch eigentlich selbstverständlich sein!

Der Übeltäter heißt Obi-Wan Kenobi und gemeint sind nicht der freundliche alte Jedi-Meister oder sein dynamisches jüngeres Ich per se, sondern die gleichnamige Serie. Denn die hat mich in der Beziehung extrem enttäuscht.

Peter Bathge
Peter Bathge

Peter ist seit 2018 Redakteur bei GameStar, schaut Star Wars aber schon, seit Die Rückkehr der Jedi-Ritter in seiner überarbeiteten Fassung zurück ins Kino kam. Sein Disney-Plus-Abo hat er auch wegen der SW-Serien noch nicht gekündigt. Seine Top 4, absteigend aufgelistet: Andor, The Mandalorian, The Clone Wars, Rebels.

Es geht fremdartiger zu

Egal, wohin man bei The Acolyte schaut: Haupt-Cast, Nebencharaktere, Jedi-Schüler oder die allgemeine Bevölkerung der diversen Planeten - überall sieht man fremdartige Kreaturen, die herumstapfen, -huschen und -wuseln.

Auch wenn's manchmal nur ein paar Extrahörner oder eine schuppige Kopfhaut wie bei den Jedi Jeckie und Vernestra sind, gibt's doch auch viele Ganzkörperanzüge, mechatronische Figuren, mit CGI realisierte Auftritte (die Neimoidianer der Handelsföderation sehen zigmal besser aus als in Episode 1!) und aufwendige Masken zu bewundern.

The Acolyte Episode 1: Die Dunkle Bedrohung The Acolyte Episode 1: Die Dunkle Bedrohung

Der aktualisierte Look der Neimoidianer gefällt mir viel besser.

Im vorwiegend menschlichen Serien-Umfeld von Obi-Wan und Andor habe ich das schmerzlich vermisst. Hier lag der Fokus stark auf den menschlichen Hauptfiguren und dem sehr uniformen Imperium. Der Zeitsprung von The Acolyte, der uns eine um 100 Jahre jüngere Star-Wars-Welt zeigt, ermöglicht hier ein breiteres Spektrum an Außerirdischen.

Eine alte Tugend wird fortgeführt

Wahrscheinlich war es zudem eine bewusste Entscheidung der Macher, den Aliens mehr Raum zu geben. Denn die gehören schon immer zu Star Wars, seien es nun die illustren Besucher der Cantina auf Tatooine oder die geschäftig herumwuselnden Ughnauts auf Bespin.

Erinnert stark an die Prequels: Im Jedi-Tempel trainieren menschliche Jüngline und Aliens Seite an Seite. Erinnert stark an die Prequels: Im Jedi-Tempel trainieren menschliche Jüngline und Aliens Seite an Seite.

Zwar wünscht sich bestimmt niemand (erst recht nicht ich!) die Rückkehr von Jar Jar Binks zurück, aber die Erinnerung an seine... denkwürdigen... Auftritte unterstreicht dennoch, welche wichtige Rolle die Aliens in Star Wars schon immer innehatten.

Ja, zentrale Konflikte spielten sich stets zwischen Menschen oder zumindest klar humanoiden Charakteren ab. Aber wie seit fast 50 Jahren Spezialeffekte-Experten, Maskenbildern und Kreaturenerfinder die illustre Alien-Riege von Star Wars zum Leben erwecken, hat im modernen Hollywood deutliche Spuren hinterlassen.

Mit Ewoks, Wookies, Yoda, den Cantina-Musikern, Darth Maul, Jawas oder Tusken hat uns Star Wars unzählige ikonische Völker und Charaktere von jenseits der Sterne beschert, die von Fans auf der ganzen Welt geliebt werden.

Ich bin froh, dass The Acolyte zumindest versucht, in diesem Punkt in die Fußstapfen seiner Vorgänger zu treten.

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