6 Filme und Serien, wegen denen ich Disney Plus noch nicht gekündigt habe

Star Wars und Marvel sind die zwei großen Zugpferde von Disney Plus, auch für Peter. Aber es steckt noch mehr im Streaming-Dienst - und deshalb bleibt er abonniert.

von Peter Bathge,
23.06.2022 12:12 Uhr

Mehr als Marvel und Star Wars: Auf Disney Plus finde ich immer wieder einen Grund, das Abo nicht zu kündigen. Mehr als Marvel und Star Wars: Auf Disney Plus finde ich immer wieder einen Grund, das Abo nicht zu kündigen.

Disney Plus ist für mich ein besonderer Streaming-Dienst. Anders als Amazon Prime Video oder Netflix gibt's hier gefühlt deutlich weniger Auswahl, was eigentlich dafür sprechen würde, die monatliche Abo-Gebühr schnellstmöglich einzusparen. Doch als echter Nerd kann ich mich einfach nicht davon trennen, dafür sorgen allein schon die vielen neuen Shows zu Star Wars und Marvel.

Gerade eben erst hat »Obi-Wan Kenobi« nach schwachem Start ein beachtliches Finale auf die Bühne gelegt, jetzt gibt's den erst vor kurzem in den Kinos gelaufenen Superhelden-Film »Doctor Strange und das Multiversum des Wahnsinns« im Stream.

Auf Dauer wären allein das für mich aber keine Argumente, Monat für Monat mein Geld an Disney zu überweisen. Tatsächlich habe ich in der Vergangenheit immer wieder überlegt, Disney Plus zu kündigen. Aber zu verschiedenen Zeitpunkten haben mich stets andere Filme und Serien auf der Plattform davon überzeugt, dem Ganzen doch nochmal eine Chance zu geben. Die sechs wichtigsten stelle ich euch hier vor. Und ja, Star Wars und Marvel sind natürlich auch dabei ...

Peter Bathge
Peter Bathge

Für Peter hängen mit Disney natürlich eine Menge alter Kindheitserinnerungen zusammen, bei »König der Löwen« und »Das Dschungelbuch« war er einst im Kino (wenn auch bei Letzterem nicht zur Uraufführung, ganz so alt ist er dann doch nicht). Aber die Disney-Klassiker hat er alle schon auf DVD oder Blu-ray, die sind für ihn kein Grund, Disney Plus zu streamen. Da gibt es bessere.

Onward: Keine halben Sachen

Onward: Trailer zur verrückten Fantasy-Klamotte von Pixar 2:38 Onward: Trailer zur verrückten Fantasy-Klamotte von Pixar

Genre: Komödie | Länge: 102 Minuten | Erschienen: 21. Februar 2020 | Hinter den Kulissen: Dan Scalon, Keith Bunin | Darsteller: Chris Pratt, Octavia Spencer, Tom Holland

»Da fängt der Bathge mit einem Flop an, na das ist ja mal ne super Liste!« Hey, Opa Georg, bitte beruhig dich und nimm deine Baldriantropfen, ich weiß ja, dass »Onward« heutzutage als einer der ganz wenigen Flops von Pixar gilt. Aber erstens liegt das vor allem daran, dass der Film während der Corona-Pandemie (zum Glück) nicht eben große Zuschauermassen in die Kinos locken konnte. Und zweitens ist dieses herrliche Fantasy-Parodie ein verkanntes Glanzstück.

Die Reise von zwei Brüdern und ihrem verstorbenen, jetzt aber als Geisterhose ins Leben zurückgerufenem Vater ist aberwitzig und doch emotional. Als im Oktober 2020 die Corona-Zahlen stiegen, kam mir »Onward« daher gerade recht: Den Kinostart im Februar hatte ich verpasst, dann waren die Kinos ewig lange zu und als ich ihn sechs Monate später dann gemütlich zu Hause auf dem Sofa schauen konnte, bestärkte mich das in meiner Ansicht, dass Disney Plus gar keine so schlechte Sache ist. Seitdem habe ich alle Pixar-Filme auf diese Weise gestreamt, egal ob »Soul«, »Raya und der letzte Drache« oder »Rot« (englisch: »Turning Red«). Allein dafür lohnt sich schon das Abo.

Wieso berichten wir über Netflix, Amazon Prime, Disney Plus & Co.?

Der Großteil unserer GameStar-Community interessiert sich neben Videospielen auch für das Thema Streaming. Außerdem haben wir beobachtet, dass Empfehlungen aus unserer Redaktion - auch jenseits von Gaming - immer gut bei euch ankommen. Wir wollen euch in Zukunft also persönliche Tipps zu Filmen und Serien liefern und die Streaming-Anbieter nach Inhalten durchforsten, die auch aus Spielerperspektive spannend sein könnten.

Deshalb geben wir euch beispielsweise einen Überblick über alle neuen Filme und Serien auf Amazon Prime, verraten euch, welche Spielverfilmungen ihr auf Disney Plus streamen könnt, oder geben euch Experten-Tipps zu den besten Dokumentationen auf Netflix.

Das bedeutet natürlich nicht, dass GameStar seinen Spielefokus verliert. Wir sind und bleiben eine Gaming-Seite - aber ab und an über den Tellerrand hinauszuschauen, ist hoffentlich für euch, aber natürlich auch für uns bereichernd.

Hidden Figures: Unerkannte Heldinnen

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Genre: Drama | Länge: 127 Minuten | Erschienen: 2. Februar 2017 | Hinter den Kulissen: Theodore Melfi, Allison Schroeder | Darsteller: Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Janelle Monáe

Das Angebot mag bei Disney Plus kleiner sein als bei der Konkurrenz, aber ab und zu findet man eben doch den ein oder anderen Film, der zwischen all den Lichtschwertern und flatternden Heldenumhängen unterzugehen droht. Besonders die Integration des Fox-Filmimperiums hat Disney Plus eine Menge spannender Kino-Highlights beschert. Und mich davon abgehalten, den Dienst vorzeitig abzubestellen, denn so kann ich die ein oder andere Filmperle nachholen, die mir in den letzten Jahren entgangen ist.

In »Hidden Figures« geht's um die Zeit des »Space Race«, als USA und Sowjetunion darum wetteiferten, wer als erste Nation auf dem Mond landet. Die wahre Geschichte dreier afroamerikanischer Frauen erweist sich als wahrer Augenöffner für all jene, die bisher davon ausgingen, dass die Raumfahrt eine männlich dominierte Disziplin sei. Dabei wird die Rassentrennung in den USA thematisiert, aber auch der weit verbreitete Sexismus der 1960er-Jahre. Wenn ihr ihn noch nicht kennt: Unbedingt anschauen!

Christoher Robin

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Genre: Drama | Länge: 104 Minuten | Erschienen: 3. August 2018 | Hinter den Kulissen: Marc Foster, Alex Ross Perry | Darsteller: Ewan McGregor, Hayley Atwell

Wenn ihr mich mal im echten Leben trefft und ein Gespräch mit mir anfangt (zuletzt geschehen im Krankenhaus vor meiner Hand-OP mit dem Anästhesisten und GameStar-Fan Florian, schöne Grüße!), dann werde ich früher oder später versuchen, euch diesen Film anzudrehen. Denn er ist gleichermaßen lustig wie traurig, macht nachdenklich und enthält ganz nebenbei einige ganz hervorragende schauspielerische Darbietungen. Letztere allerdings mehrheitlich von CGI-Figuren.

Winnie Puh, Ferkel und I-Aah in diesem pointierten Film voller herzzereißender Momente zuzuschauen, wäre eigentlich schon Anreiz genug, aber gleichzeitig darf Kenobi-Mann Ewan McGregor auch zeigen, dass er ein richtig guter Charakterdarsteller ist. Dass er mich trotz der schwierigen Dreharbeiten (in vielen Szenen ist McGregor der einzige Mensch in einer ansonsten komplett am Computer erzeugten Szene) dazu bringt, am Ende mit bittersüßen Freudentränen vor dem Fernseher zu sitzen, während Christopher und Winnie Puh den Sonnenuntergang genießen, spricht Bände.

Star Wars: Visionen

Der Trailer zu Star Wars: Visions lässt jede Episode strahlen 1:55 Der Trailer zu Star Wars: Visions lässt jede Episode strahlen

Genre: Action | Serienstart: 22. September 2021 | Staffeln: 1 | Laufzeit pro Folge: circa 22 Minuten | Hinter den Kulissen: Eunyoung Choi, Hiroyuki Imaishi, Kanako Shirasaki | Darsteller: Lucy Liu, Temuera Morrison, Neil Patrick Harris, Joseph Gordon-Levitt

Nie, niemals, im Leben nicht hätte ich gedacht, dass mir die Kombination aus Star Wars und Anime gefallen könnte. Aber »Star Wars: Visions« bietet mir etwas, das kein anderer Film und fast keine Serie aus dem Jedi-Kanon (Season 1 von »The Mandalorian« sowie Teile von »The Clone Wars« und »Rebels« ausgenommen) schaffen: Die neun Episoden erzählen endlich mal frische Geschichten und lassen das im offiziellen Canon oft so winzig erscheinende Universum wieder groß und voller Möglichkeiten erscheinen.

»Visions« weist zum Großteil starke japanische Einflüsse inklusive ihrer eigenen Klischees und für westliche Zuschauer zuweilen seltsam wirkende Besonderheiten auf. Doch wer sich darauf einlässt, wird mit kurzen, knackigen Storys und spektakulären Bildern belohnt, die bei mir zumindest meine zwischenzeitliche Star-Wars-Müdigkeit erfolgreich geheilt haben. Danach war ich auch wieder bereit, zum x-ten Mal mental nach Tatooine zu reisen.

Loki

Loki bereitet einen als Marvel-Zuschauer perfekt auf das Multiversum vor 2:16 Loki bereitet einen als Marvel-Zuschauer perfekt auf das Multiversum vor

Genre: Action | Serienstart: 9. Juni 2021 | Staffeln: 1 | Laufzeit pro Folge: circa 50 Minuten | Hinter den Kulissen: Michael Waldron, Kate Herron | Darsteller: Tom Hiddleston, Sophia Di Martino, Owen Wilson

Sind es tatsächlich schon 14 Jahre, seit ich den ersten »Iron Man« gesehen habe? Wow, Marvel nimmt inzwischen einen beachtlichen Teil meines gesamten Medienkonsums ein. Dass seit einer Weile neben den zwei bis drei Filmen pro Jahr jetzt auch noch alle paar Monate neue Serien mit Superhelden und -schurken erscheinen, finde ich dennoch richtig und wichtig. Denn »Loki« zeigt, wie viel Potenzial da drin steckt, einem auf der großen Leinwand zu kurz gekommenen Charakter mehr Raum zu geben.

Als Einführung ins so wichtige Multiversum dürfte »Loki« dabei eine Schlüsselrolle einnehmen, bereitet es doch für die künftige Entwicklung des MCU den Weg. Das hat mir schon an »Falcon and the Winter Soldier« und »WandaVision« gefallen, dass sich diese Marvel-Serien auch mal etwas mehr Zeit für Einzelschicksale und längere Handlungsstränge nehmen können als selbst in einem Zweieinhalbstundenfilm Platz ist. Da schadet es natürlich nicht, dass »Loki« einen famos unterhaltsamen Hauptdarsteller hat, der einem schon beim Zusehen Freude bereitet. Gute Nachrichten: Eine zweite Staffel kommt. Allein das hält mich jetzt wieder eine Weile bei Disney Plus.

The Walking Dead

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Genre: Action | Serienstart: 31. Oktober 2010 | Staffeln: 11 | Laufzeit pro Folge: circa 45 Minuten | Hinter den Kulissen: Frank Darabont, Robert Kirkman, David Boyd | Darsteller: Norman Reedus, Lauren Cohan, Danai Gurira, Melissa McBride, Jeffrey Dean Morgan

Ja, ich gebe es zu: Der eine Mensch, der noch »The Walking Dead« schaut, obwohl die Serie ja bekanntermaßen schon längst ihren Zenit überschritten hat, das bin ich, Konsumopfer vom Dienst. Ihr kennt das Phänomen ja vielleicht selbst: Hat man einmal eine Serie angefangen und ist emotional investiert in Story und Charaktere, will man auch das Ende sehen. Selbst wenn der Weg dahin so schmerzhaft ist wie damals bei »Heroes«.

Das Zombieschlachten von »The Walking Dead« hat zwar längst den Zauber des Neuen verloren, aber dann und wann gibt's eben doch immer wieder eine beeindruckende Szene oder ein abstrus-überdrehtes Blutvergießen, das einen besonderen Schauwert besitzt. Die Walker und ich, wir sind inzwischen alte Freunde, die sich abends am Fernseher gegenseitig zuprosten, ich auf dem Sofa gelümmelt, die wandelnden Toten auf der Mattscheibe.

Disney Plus: 11 Film- und Serien-Tipps der GameStar-Redaktion   42     9

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»The Walking Dead« begleitet mich nun schon fast mein ganzes Erwachsenenleben, die ersten Folgen liefen ein Jahr nach meinem Auszug aus dem Elternhaus an. In all der Zeit war es für mich nie so einfach wie mit Disney Plus, die neuen Folgen zeitnah zu verfolgen.

Denn bei Netflix dauerte es schon mal ein Jahr ab US-Start, bis Fox und AMC die aktuelle Season freigaben. Disney verzichtet nach dem Fox-Aufkauf bei der aktuellen Season aber auf solche Schikanen und veröffentlicht die Folgen sofort. Und so ist es aktuell das Warten auf den dritten und letzten Teil der 11. Staffel, das mich bei der Stange hält und mein Abo Monat um Monat verlängern lässt.

Habt ihr ebenfalls bestimmte Serien und Filme, die euch dazu bringen, einem Streaming-Anbieter länger die Treue zu halten? Schreibt sie mir in den Kommentaren. Auch Meinungen wie »Oh Gott, Walking Dead, echt jetzt? Ich bin so enttäuscht von dir, Peter!« werden akzeptiert.

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