Seite 2: Starfield ist endlich erschienen: So läuft das Rollenspiel auf dem PC

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Der Elefant im Raum: Wie viele Ladezeiten gibt es?

Beim Überfliegen der Pro- und Contra-Liste weiter oben mag euch durch den Kopf gegangen sein: Nanu, kein Wort zu den Ladezeiten? Schließlich gab es kaum ein technisches Thema rund um Starfield, dass die Fans so sehr beschäftigt hat. Wie viele Ladezeiten gibt es im normalen Spielverlauf? Wie nahtlos ist die Galaxie denn nun wirklich?

Ja, es gibt deutlich mehr Ladezeiten, als wir erwartet hätten. Starfield zollt der verwendeten Creation Engine und deren auf einzelnen World Spaces basierenden Technik Tribut und unterbricht das Spielgeschehen häufiger für kurze Ladepausen.

Kurz erklärt: Jeder Planet stellt einen eigenen, vom Rest des Universums abgegrenzten Bereich dar, der bei der Landung geladen werden muss. Beim erstmaligen Besuch eines Himmelskörpers werden zudem zahlreiche Inhalte prozedural generiert, diese bleiben dann aber für zukünftige Abstecher permanent gespeichert.

Beim erstmaligen Betreten eines Planeten werden zahlreiche Inhalte prozedural generiert und dauerhaft gespeichert. Beim erstmaligen Betreten eines Planeten werden zahlreiche Inhalte prozedural generiert und dauerhaft gespeichert.

Bei Innenräumen ist ein Fortschritt seit Skyrim und Fallout 4 erkennbar. Denn nicht jedes Interieur erfordert einen Ladebildschirm. Häufig können wir nach dem Öffnen einer Tür nahtlos ins Innere gelangen. Dann aber gibt es auch die klassischen Innenräume, bei denen wir eine kurze Ladesequenz erdulden müssen.

Die gute Nachricht lautet: Die Ladesequenzen fallen kurz aus und werden ab und zu immerhin von stimmungsvollen Montagen eingeleitet, etwa beim Abdocken von Raumstationen oder Landen auf Planeten.

Unterm Strich können wir deshalb Entwarnung geben: Was den Spielfluss betrifft, stellen die Ladezeiten kein großes Manko dar. Wenn ihr eine halbwegs aktuelle SSD in eurem Rechner verbaut habt, vergehen laut unseren Messungen im Schnitt nur rund 5 Sekunden, ehe es weitergeht. Ob euch die häufigen Ladebildschirme stören, ist natürlich höchst subjektiv.

Ladebildschirme seht ihr häufig in Starfield - aber immerhin nur kurz. Ladebildschirme seht ihr häufig in Starfield - aber immerhin nur kurz.

Die Systemanforderungen in der Analyse

Kommen wir abschließend noch zur Einschätzung der Systemanforderungen und der Performance von Starfield. Ein Blick in die offiziellen Dokumente verrät uns folgende Spezifikationen, die euer NASA-Rechner unter dem Schreibtisch erfüllen muss, um problemlos abheben zu können:

Mindestanforderungen:

  • Prozessor: Intel Core i7-6800K oder AMD Ryzen 5 2600x
  • Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 1070 Ti oder AMD Radeon RX 5700
  • Arbeitsspeicher: 16 GB
  • Speicherplatz: 125 GB SSD

Empfohlene Anforderungen:

  • Prozessor: Intel Core i5-10600K oder AMD Ryzen 5 3600x
  • Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 2080 oder AMD Radeon RX 6800 XT
  • Arbeitsspeicher: 16 GB
  • Speicherplatz: 125 GB SSD

Sind diese Angaben realistisch? Ja, absolut! - aber nur für Full HD. Wir sind äußerst angetan davon, wie gut Starfield von Sekunde eins an auf unserem System lief, das nun wirklich alles andere als top-aktuell bestückt ist. Dennoch konnten wir uns selbst auf hohen Details zu fast jeder Zeit an butterweichen 60 FPS erfreuen.

Starfield
1920x1080 Pixel, Core i7-11800H, RTX 3070 Mobile, 16 GB DDR4-3200 MHz, Windows 11

  • Max. FPS
  • Avg. FPS
  • Min. FPS
Preset "Niedrig", FSR aus
68
65
61
Preset "Mittel", FSR aus
62
59
51
Preset "Hoch", FSR aus
56
52
44
Preset "Ultra", FSR aus
51
45
32
  • 0
  • 14
  • 28
  • 42
  • 56
  • 70

In höheren Auflösungen gestaltet sich die Situation etwas schwieriger. Auf einem unserer Testrechner hatte in sogar eine RTX 4090 hart damit zu kämpfen, in Innenstädten wie New Atlantis die 60-FPS-Grenze nicht zu unterschreiten - in 4K zwar, aber dennoch riecht das nach ungenutztem Optimierungspotenzial aufseiten der CPU, das mit einem Patch freigeschaltet werden könnte.

Für WQHD dürfte eine RTX 4070 respektive RX 6800 XT genügen, um eine hohe Bildrate jenseits der 60 FPS zu erzielen - von den erwähnten Einbrüchen in Städten abgesehen und eher mit der Voreinstellung Hoch statt Ultra. Spätestens mit einer RTX 4080 / RX 7900 XT solltet ihr bestens gewappnet sein, wenn ihr den AMD-Upscaler FSR aktiviert habt, um potenzielle GPU-Limits abzufedern.

All diese Angaben beziehen sich auf Leistungsmessungen ohne FSR und mit deaktivierter dynamischer Auflösungsskalierung. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr im nächsten Abschnitt.

Preset »Niedrig« Preset »Ultra« Preset »Niedrig« Preset »Ultra«

Starfield sieht auf niedrigsten Details noch relativ hübsch aus, krankt aber an matschigen Texturen.

FSR, Auflösungsskalierung und Nvidias DLSS

Abschließend noch drei technische Merkmale von Starfield, die nicht jeden Geschmack treffen dürften. Standardmäßig ist sowohl AMDs FSR 2 als auch die sogenannte dynamische Auflösungsskalierung aktiviert. Beide Technologien sollen dabei helfen, dass das Rollenspiel auch auf schwächeren Systemen flüssig läuft.

Was ist mit DLSS? Wir können nun bestätigen: Starfield unterstützt nicht Nvidias DLSS! Euch stehen nur AMDs FSR sowie die ebenfalls von AMD stammende Technologie Contrast Adaptive Sharpening (CAS) zur Verfügung. Beide Optionen sorgen nur für bedingt zufriedenstellende Ergebnisse, wie wir euch im Folgenden erklären.

Immerhin: Nvidia-Besitzer können ebenfalls FSR und CAS nutzen!

Update: Eine neue Mod ersetzt FSR durch DLSS

DLSS gibts nicht, ihr müsst entweder mit AMDs FSR oder CAS vorliebnehmen. DLSS gibt's nicht, ihr müsst entweder mit AMDs FSR oder CAS vorliebnehmen.

FSR erzielt optisch passable Ergebnisse, kommt aber nicht an die native Bildqualität heran. In Bewegung kommt es teils zu starkem Detailverlust, was sich vor allem auf Blattwerk und andere feine Stellen des Bildes negativ auswirkt. Die dynamische Auflösungsskalierung trägt ihren Teil dazu bei, dass die Bildrate zwar konstant hoch bleibt, dafür aber die Bildqualität sichtbar leidet.

Hier spielt auch die sogenannte Skalierung der Render-Auflösung eine Rolle. Dadurch berechnet die GPU das Bild intern niedriger (ihr könnt zwischen 50 bis 100 Prozent eurer nativen Auflösung einstellen) und im Anschluss via FSR-Algorithmus hoch, um mehr Leistung freizusetzen. Zwar könnt ihr noch einen Schärfefilter hinzuschalten, wirklich hübsch sieht das Resultat meist trotzdem nicht aus.

Render-Skalierung 50 Prozent Render-Skalierung 100 Prozent Render-Skalierung 50 Prozent Render-Skalierung 100 Prozent

Legt ihr Hand an diese Einstellung, geht die Bildqualität flöten, egal, was ihr zusätzlich unternehmt.

Auch auf schwächeren Systemen lautet unser Rat also: Die Render-Auflösung sollte immer mindestens 75 Prozent betragen! Regelt notfalls lieber ein oder zwei Details herunter, um zusätzliche FPS freizusetzen. Welche Details genau? Das verraten wir euch in Kürze in unserem dedizierten Tuning-Guide zu Starfield!

Der Griff nach den Sternen ist größtenteils geglückt

Was bleibt unterm Strich für Starfield stehen? Ein Lob mit einigen Schönheitsfehlern! Technisch gibt das Rollenspiel im moderaten Rahmen Anlass zur Kritik. Klar, es gibt eben doch mehr Ladebildschirme, als es die ursprüngliche Vision des Teams vermuten lies, aber das dürfte für viele Fans kein Beinbruch sein. Und auch die Bethesda-typische Schwäche in puncto Animationen ist hier wieder vertreten.

Dennoch bleibt ein Bug-Debakel aus, die Performance geht in Ordnung und optisch kann Starfield immer wieder mit echten Highlights glänzen, allen voran der hochwertigen globalen Echtzeitbeleuchtung. Spielerisch mag Starfield ein paar Makel aufweisen - aber zumindest die Technik steht eurem interstellaren Abenteuer nicht im Weg!

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