Aktuelle Informationen bei uns auf GameStar-Tech im separaten Artikel zum Start.
Update am 16. Januar um 23:05 Uhr: Der offizielle Stream zum Testflug vom Starship läuft: SpaceX. Reinschauen lohnt auf alle Fälle, denn dank der Starlink-Megakonstellation vermag SpaceX die wohl besten Bewegtbilder von Start bis Landung beider Stufen zeigen. Das schließt den Wiedereintritt ein, da Starship das Videosignal quasi durch das in die Atmosphäre gestoßene Loch nach oben zu den Starlink-Satelliten senden kann. Livebilder von Wiedereintritten waren bis vor Kurzem undenkbar, da der entstehende Plasmastrom um die Vehikel eine Übertragung zur Erde unmöglich macht.
Update am 16. Januar um 21:26 Uhr: Das Starship soll eines Posts von SpaceX auf der Plattform X zufolge um 23:37 Uhr deutscher Zeit abheben. Das wäre 23 Minuten ehe das Startfenster geschlossen wird, wodurch der Flug verschoben werden müsste.
Update am 15. Januar um 16:49: Der Start wurde verschoben. Neuer Termin ist Donnerstag, 16. Januar, um 23 Uhr (deutscher Zeit). Die Länge des Startfensters beträgt 60 Minuten. Am Ablauf sowie den Zielen hat sich hingegen nichts verändert. Begründet wird die Verschiebung von Mittwoch auf Donnerstag mit schlechtem Wetter über der Starbase von SpaceX in Texas. (via SpaceX).
Ist der Januar 2025 Maßstab für den Rest des Jahres, können sich alle Fans von Raketen und Weltraumfahrt auf ein großartiges Jahr einstellen. Denn zusätzlich zu den Plänen von Blue Origin für einen Erstflug ihrer New-Glenn-Schwerlast-Rakete schreitet im Januar auch SpaceX erneut zur Tat. Das Starship soll am Donnerstag, 16. Januar, gegen 17 Uhr Ortszeit Uhr von der Starbase in Texas abheben. Das entspricht 23 Uhr deutscher Zeit (via space.com).
Sowohl bei Hardware als auch beim Ablauf der Mission gibt es gewichtige Änderungen gegenüber des sechsten Fluges. Wir erklären euch, womit der siebte Testflug von Starship und Booster alle bisherigen übertreffen soll.
Starship vs. Super Heavy Booster: Die Benennung des Starships mag manchen verwirren. Denn an sich heißt nur die Oberstufe Starship. Die erste Stufe heißt Super Heavy Booster. Aber SpaceX spricht auch beim kompletten Gebilde, also Starship plus Booster, nur von Starship (via SpaceX).
Wir bleiben der Einfachheit halber auch bei Starship, es sei denn der Booster steht im Mittelpunkt.
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So soll der siebte Testflug vom Starship ablaufen
Die mehr als 120 Meter hohe Rakete soll wie üblich vom Startturm abheben und nach wenigen Minuten den Booster vom Starship trennen. Letzterer soll dann zurückkehren und sich vom Turm mittels der Chopsticks
einfangen lassen.
Das Starship setzt seinen Flug in den Orbit fort. Es erreicht ihn streng genommen aber nicht – könnte es aber. Das Starship soll bereits etwa eine Stunde später im Indischen Ozean wassern. Deshalb verzichtet SpaceX auf die sogenannte orbital insertion
und bleibt auf einem langgestreckten Bogenkurs, der die Rakete wieder in die Atmosphäre eintreten lässt.
Doch zuvor soll es abseits einiger kleinerer Tests, wie der Zündung eines Triebwerks, erstmals Fracht absetzen. Mit an Bord sind Dummys, die an Gewicht und Größe die zukünftigen Starlink-Satelliten der dritten Generation simulieren. Sie bleiben aber nicht im Orbit, sondern werden gemeinsam mit dem Starship im Indischen Ozean landen.
Beim Wiedereintritt müssen vor allem die Hitzeschutzkacheln schwitzen – eine davon buchstäblich. Denn SpaceX testet ein aktiv gekühltes Segment aus Metall anstatt aus Glaskeramik. Dazu dringt Flüssigkeit durch winzige Öffnungen nach außen und reduziert durch Verdunstung den Stress auf der Außenhaut.
Wer sich mit Eindrücken vom sechsten Flug auf kommenden Montag einstimmen möchte, für den hat SpaceX ein cineastisch geschnittenes Video auf YouTube bereitgestellt:
Link zum YouTube-Inhalt
Beim fünften Testflug sorgte SpaceX mit einem erfolgreichen Einfangen des Super Heavy Boosters für Furore – jetzt soll daran angeknüpft werden. Beim sechsten Flug traten Schäden am Startturm auf, die einen Abbruch des Rückflugs erforderten. Stattdessen wasserte der Booster kontrolliert. Der Turm wurde entsprechend aufgerüstet, um besser für die extremen Temperaturen beim Start gewappnet zu sein.
Alle Informationen zum siebten Testflug findet ihr in englischer Sprache bei SpaceX. Live anschauen sowie kompetent kommentiert findet ihr den kommenden SpaceX-Stream zu Flug 7 unter anderem bei Mars Chroniken auf YouTube.
Das ist neu am Block-2-Starship
Zum Einsatz kommt beim siebten Testflug erstmals ein Starship Block 2
. Block
ist eine für Luft- und Raumfahrt typische Bezeichnung für ein erweitertes Modell eines Vehikels, das aber noch keinen neuen Namen bekommt. Versteht es einfach wie Version 2.0
vom Starship. Das sind die wichtigsten Neuerungen:
- Steuerklappen neu designt, um sie besser vor der Hitze beim Wiedereintritt zu schützen.
- Neues Treibstoff-System inklusive 25 Prozent größeren Tanks.
- Neue Avionik zur erweiterten Kontrolle des Starships.
- Verbesserte Hitzeschutzkacheln aus Glaskeramik (klassische Variante ohne aktive Kühlung).
Es kommen noch keine neuen Raptor-3-Triebwerke zum Einsatz. Allerdings fliegt erstmals ein Booster mit einem gebrauchten Raptor-2-Triebwerk. Eines der 33 Triebwerke war bereits beim fünften Testflug dabei.
Wenn sich das verbesserte Starship bewährt und ein erneutes Einfangen des Boosters gelänge, wäre das ein großer Schritt hin zur Serienreife. Sicher zur Freude von Elon Musk, denn er hat erst kürzlich neue Pläne für die ersten Flüge zum Mars vorgelegt.
Meinung des Redakteurs
Sollte beim Starship (erneut) alles Wichtige wie geplant ablaufen und Blue Origins Premiere von New Glenn nach Anlauf-Schwierigkeiten alsbald doch gelingen, wäre der private Weltraumsektor wohl final in den Händen zweier Milliardäre. Elon Musks Dominanz mit SpaceX ist derzeit geradezu erdrückend und sollte Jeff Bezos mit Blue Origin nachziehen, könnte das Jahr 2025 endgültig als Meilenstein und Abbild für die Zukunft der Raumfahrt in die Geschichte eingehen.
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