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Stop Killing Games überschreitet Ziellinie von 1.000.000 Stimmen, will hartnäckig weitermachen: »Hört nicht auf zu unterschreiben«

Das Ziel der Petition scheint erreicht zu sein, doch einem tatsächlichen Erfolg liegen noch einige Steine im Weg.

Stop Destroying Videogames erreicht 1.000.000 Unterschriften. Stop Destroying Videogames erreicht 1.000.000 Unterschriften.

Es ist ein bedeutender Tag für Stop Killing Games. Die europäische Bürgerinitiative erreicht mit ihrer gestarteten Petition »Stop Destroying Videogames« die angepeilten 1.000.000 Unterschriften knapp einen Monat vor der Frist am 31. Juli 2025.

Damit müsste sich die Europäische Kommission den Forderungen stellen. Besonders nachdem es in letzter Zeit schlecht um die Bewegung stand, wäre das ein wichtiger Erfolg für die Bewegung.

Doch noch ist nichts in trockenen Tüchern.

Was bedeutet das jetzt?

Die Kampagne setzt sich mit der Petition dafür ein, dass Herausgeber von Videospielen in Zukunft dazu verpflichtet werden müssen, den funktionalen Zustand ihrer Produkte zu erhalten. So sollen beispielsweise Spiele mit Online-Zwang auch nach der Abschaltung der Server offline spielbar bleiben.

Mit dem Erreichen von 1.000.000 Stimmen ist die Europäische Kommission dazu verpflichtet, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Damit würde Stop Killing Games die Möglichkeit erhalten, in einer öffentlichen Anhörung vor dem Europäischen Parlament zu sprechen. Es gibt allerdings ein Problem.

Es könnte sein, dass die Anzahl der Unterschriften nicht stimmt. Diese Befürchtung äußerte der Kopf der Bewegung, Ross Scott, zunächst via X:

Laut der Website haben wir 1 Million Unterschriften gesammelt! Ich hasse es, so zu sein, aber es besteht die Möglichkeit, dass viele davon nicht echt sind. Das heißt, wir müssen weiter im Overdrive-Modus unterschreiben, um das wiedergutzumachen! Ich werde später heute ein Video dazu veröffentlichen.

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In dem angekündigten Video erläutert er das Problem. Ihn haben mehrere Nachrichten erreicht, die behaupteten, dass viele der Unterschriften »gespoofed« seien, also manipuliert.

Das kann beispielsweise durch Bots oder IP-Spoofing erreicht werden, um mehr als eine Stimme abgeben zu können. Da es sich um eine offizielle Petition an eine Institution wie die EU-Kommission handelt, ist ein solches Vorgehen strafbar.

Bei einer Prüfung werden gefälschte Stimmen natürlich herausgefiltert, was bedeutet, dass die tatsächliche Anzahl der abgegebenen Stimmen noch unter der Millionen-Grenze liegen könnte. Deshalb fordert Scott dazu auf, die Petition weiter zu unterzeichnen.

Auch auf Reddit ruht man sich nicht auf dem mutmaßlichen Erfolg der jüngsten Ereignisse aus. Unter einem entsprechenden Post mit 36.000 Upvotes erinnert der Top-Kommentar:

Hört nicht auf zu unterschreiben. Manche Unterschriften werden ungültig sein und entfernt werden. Es wird die endgültige Anzahl gültiger Stimmen gezählt, wir brauchen also tatsächlich etwas über 1 Million, um etwas zu erreichen.

Falls ihr eure Stimme noch abgeben wollt, könnt ihr das noch bis zum 31. Juli 2025 auf der offiziellen Seite der Petition tun.

Sollten zum Ende der Frist tatsächlich mindestens 1.000.000 gültiger Unterstützungsbekundungen aus mindestens sieben verschiedenen EU-Mitgliedstaaten vorliegen, wird nach einer Prüfung innerhalb mehrerer Wochen eine Bescheinigung ausgestellt. Anschließend kann die Initiative an die EU-Kommission übergeben werden.

Innerhalb der folgenden sechs Monate finden Gespräche und eine öffentliche Anhörung im EU-Parlament zu dem Thema statt. Das bedeutet allerdings nicht, dass darauf hin tatsächlich ein Gesetzgebungsprozess eingeleitet werden muss, die Kommission ist allerdings verpflichtet Stellung zu beziehen. Sie legt dar, ob und welche Maßnahmen von ihr ergriffen werden und begründet die Entscheidung.

Es ist also in jedem Fall noch ein langer Weg für Stop Killing Games.

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