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Der Chef hinter Subnautica-Publisher Krafton soll angeblich ChatGPT gefragt haben, wie er seinen Leuten weniger Geld bezahlen kann, um nicht als Schwächling dazustehen

Der Krafton-CEO soll ChatGPT gefragt haben, wie er Millionen-Boni für die Subnautica-Macher einspart.

Krafton-CEO soll den neuesten Vorwürfen zufolge ChatGPT in wichtigen Rechtsfragen zu Hilfe gezogen haben. (Bild: Krafton) Krafton-CEO soll den neuesten Vorwürfen zufolge ChatGPT in wichtigen Rechtsfragen zu Hilfe gezogen haben. (Bild: Krafton)

Wenn ihr dachtet, die Gaming-Branche könne nicht noch absurder werden, belehrt euch der immer noch andauernde Konflikt zwischen Krafton (dem Publisher von PUBG) und den ursprünglichen Gründern des Studios Unknown Worlds (Subnautica) eines Besseren.

Gerichtsdokumente, die im Rahmen eines laufenden Rechtsstreits eingereicht wurden, werfen jetzt ein schwieriges Licht auf die Führungsebene des südkoreanischen Riesenkonzerns. CEO Changhan Kim soll ChatGPT konsultiert haben, um einen Weg zu finden, vertraglich zugesicherte Millionen-Boni an die Entwickler nicht auszahlen zu müssen.

Ein 250-Millionen-Dollar-Problem

Schauen wir uns kurz noch einmal die Hintergründe an: Als Krafton das Studio Unknown Worlds kaufte, wurde eine sogenannte »Earnout«-Klausel vereinbart. Würden die Gründer (Charlie Cleveland, Max McGuire und Ted Gill) bestimmte Meilensteine erreichen – vor allem im Zusammenhang mit Subnautica 2 – stünden ihnen Bonuszahlungen von bis zu 250 Millionen US-Dollar zu.

Die Anwälte der ehemaligen Studio-Chefs argumentieren nun, dass CEO Kim Panik bekommen habe. Er habe befürchtet, seinen Job zu verlieren, weil er ursprünglich zu viel für das Studio bezahlt habe. Eine Auszahlung der Boni hätte diesen Fehler zementiert.

Laut der Klageschrift trieb den CEO dabei vor allem die Angst um, als »Pushover« (jemand, der leicht nachgibt) oder als schwacher Manager dazustehen, wenn er die Summe einfach überweist. Um diese »berufliche Blamage« zu vermeiden, suchte er angeblich nach jedem Strohhalm.

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»Wie breche ich einen Vertrag, ohne schwach zu wirken?«

Die Kläger behaupten, Kim habe sich in seiner Not an ChatGPT gewandt: Er habe die KI genutzt, um Strategien zu entwickeln, wie Krafton um die Zahlung herumkommen könnte, ohne dass er dabei sein Gesicht verliert. Laut den Akten riet ihm selbst der Chatbot, dass es »äußerst schwierig« sei, die Earnout-Klausel einfach zu streichen, ohne Vertragsbruch zu begehen.

Viel gravierender ist jedoch der Vorwurf einer geheimen Task Force: Da es rechtlich kaum möglich war, die Zahlungen zu verweigern, solange Subnautica 2 pünktlich erscheint, soll Krafton das interne »Project X« gestartet haben.

Das Ziel dieses Projekts sei es gewesen, den Early-Access-Start des Spiels künstlich zu verzögern und die Studio-Gründer aus dem Unternehmen zu drängen, bevor die Fristen für die Boni greifen. Die ursprünglichen Pläne sahen einen früheren Release vor, der bekanntlich auf 2026 verschoben wurde.

Krafton dementiert vehement

Der Publisher weist seinerseits alle Anschuldigungen zurück und geht zum Gegenangriff über: In einer Stellungnahme gegenüber PC Gamer bezeichnet ein Sprecher die Vorwürfe als »Ablenkungsmanöver«.

Krafton beschuldigt die ehemaligen Unknown-Worlds-Chefs im Gegenzug, Beweise vernichtet und vertrauliche Daten gestohlen zu haben. So soll Charlie Cleveland Kollegen angewiesen haben, belastende ChatGPT-Verläufe zu löschen. Zudem betont der Konzern, man habe sogar angeboten, den Zeitraum für die Bonuszahlungen zu verlängern, um das Projekt zu retten – was die Gegenseite jedoch ablehnte.

Der Rechtsstreit ist also verfahren und schmutzig. Für die Entwicklung von Subnautica 2 bedeutet das vor allem Unruhe. Das Spiel soll weiterhin 2026 in den Early Access starten – vorausgesetzt, der juristische Krieg im Hintergrund legt die Arbeit nicht weiter lahm.

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