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Super Mario Bros: Für diese Filmpleite kann der Regisseur am wenigsten

Es war der erste Versuch, ein Videospiel in einen Film umzusetzen – und er scheiterte grandios: Super Mario Bros. war 1993 ein kolossaler Flop. Dabei hat das bunte Fantasy-Abenteuer durchaus seine Reize – und hätte noch viel mehr bieten können. Regisseur Rocky Morton erzählt, was seine ursprünglichen Ideen waren und was bei der Produktion schiefgelaufen ist.

von Christian Genzel,
26.12.2019 08:00 Uhr

Super Mario Bros. gilt als eine der schlechtesten Filmumsetzungen eines Videospiels - was lief schief beim ersten Versuch, Mario und Luigi auf die Leinwand zu bringen? Der Regisseur erklärt den sagenhaften Flop. (Quelle: imdb.com) Super Mario Bros. gilt als eine der schlechtesten Filmumsetzungen eines Videospiels - was lief schief beim ersten Versuch, Mario und Luigi auf die Leinwand zu bringen? Der Regisseur erklärt den sagenhaften Flop. (Quelle: imdb.com)

»Es war ein glorreicher Fehlschlag«, fasst Rocky Morton den Film zusammen, für den er massive Häme erhielt und der seine Karriere gewaltig ausgebremste. Super Mario Bros., die allererste Realverfilmung eines Videospiels, legte den Grundstein für die heute noch verbreitete Ansicht, aus Spielen könnten keine guten Filme entstehen.

Der heute 64-jährige Morton, der den vermeintlichen Blockbuster mit seiner damaligen Frau Annabel Jankel inszenierte, zeigt sich im Skype-Gespräch im Los-Angeles-Künstlerlook: lässiges T-Shirt, dicke Brille, langer grauer Vollbart. Er kann mittlerweile entspannt mit dem »glorreichen Fehlschlag« umgehen und plaudert mit viel Witz über alles, was seinerzeit schiefgelaufen ist.

Super Mario Bros: Warum die erste Videospiel-Verfilmung schiefging

Der Gedanke, erstmals ein Videospiel als Spielfilm umzusetzen, war für Rocky Morton und Annabel alles andere als absurd. »Die Frage, ob Computer und Film verschmelzen würden, hat sich mir gar nicht gestellt«, betont Morton mit seiner sanften, jung wirkenden Stimme, deren britischer Akzent immer noch von seiner alten Heimat zeugt. »Beides war schon verschmolzen.«

Morton und seine Frau hatten seit dem Ende der Siebziger zahlreiche Musikvideos (unter anderem für Elvis Costello, die Talking Heads und Miles Davis), Werbeclips und TV-Intros erstellt und dabei oft auf die aufkommende Computertechnologie zurückgegriffen. In Zusammenarbeit mit dem New York Institute of Technology beispielsweise drehten sie eine Pirelli-Werbung, die erstmals komplett mit CGI-Modellen entstand.

Ihr Interesse an Computern führte 1984 sogar zur Publikation eines Buchs über »Creative Computer Graphics«. Wenig später schufen sie die Kultfigur Max Headroom, die nicht nur als virtueller Moderator einer TV-Musikshow auftrat, sondern auch eine eigene Fernsehserie, Werbeauftritte und sogar ein Computerspiel bekam - und ironischerweise nicht per Computeranimation, sondern mittels Make-up und handgezeichneter Grafiken realisiert wurde.

The Max Headroom Show (1985-87) Der erste virtuelle Moderator der Welt, Max Headroom, präsentiert Musikvideos und interviewt Musiker wie Sting mit subversivem Witz. Da wird ein Werbeblock schon mal mit den Worten »Der Preis für die schlechteste Werbung geht an …« eingeleitet.

Max Headroom – 20 Minutes Into the Future (1985) Morton und Jankels Background-Story zu Max Headroom zeichnet eine von den Medien bestimmte Cyberpunk-Welt, in der komprimierte Werbeclips die Köpfe der Zuseher zum Explodieren bringen. Die bissige Satire war der Grundstein für eine US-TV-Serie, die allerdings ohne die beiden entstand.

D.O.A. – Bei Ankunft Mord (1987) Ein Mann jagt seinen eigenen Mörder: Dennis Quaid hat als Literaturprofessor nur 48 Stunden Zeit, herauszufinden, von wem er vergiftet wurde. Das Kinodebüt von Morton und Jankel ist ein stylish inszenierter Neo-Noir-Film mit grimmigem Witz. (Quelle: imdb.com)

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