Wie stellt ihr euch vor, schreibt ein Autor oder eine Autorin? Mit der Schreibmaschine auf einem alten Dachboden? Im Café bei Kaffee und Käsekuchen? oder auf einer Wiese, umgehen von Flora und Fauna? Verabschiedet euch von der Vorstellung!
Wir schreiben an unserem Schreibtisch, einsam, manche mit Musik, manche ohne, und wenn wir Glück haben, ist der Arbeitsplatz sogar aufgeräumt.
Ich bin neulich auf eine Schreibtischrekonstruktion des 2015 verstorbenen Fantasy-Autors Sir Terry Pratchett gestoßen – und als ich seinen Schaffensort gesehen habe, ging mir ein Licht auf.
Sir Terry Pratchett und ich, wir sind uns gar nicht mal uneins.
Link zum Reddit-Inhalt
Das Foto stammt von einem Nachbau von Pratchetts Schreibtisch in einer Ausstellung im britischen Wiltshire (auch zu sehen auf Visit Wiltshire).
Euch ist es sicher schon aufgefallen: Auf dem Monitor oben rechts läuft Doom.
Und wenn ich mir das so anschaue, kann ich dem Mann absolut nachfühlen. Gerade als Autor recherchiert man überall und nirgends, man hat Notizen offen, das Schreibprogramm und Musik – doch ich mache es anders. Anstatt sechs Monitoren nutze ich einen riesigen.
Terry, nutz’ doch einfach einen TV
Zugegeben, beeindruckend sieht Pratchetts Schreibtisch schon aus; sechs Monitore machen was her. Was mich an mehreren Displays schon immer gestört hat, sind die Ränder und Limitationen. Deshalb habe ich mich für einen 48-Zoll-OLED-TV entschieden.
Es gibt mehrere Gründe, warum sich so ein riesiger Bildschirm lohnt:
- Keine nervigen Ränder. Hier hätte mir wohl auch Sir Pratchett zugestimmt: Mehr Displays bedeuten mehr Ränder – und die nerven.
- Mehr Freiheit. Sechs Bildschirme bedeuten auch, dass vermutlich so gut wie immer sechs gleichgroße Fenster offen sind. Was aber, wenn ich eine breite Excel-Tabelle habe? Oder das Fenster mit meiner Schreibsoftware größer haben möchte? Bei 48 Zoll null problemo!
- Mehr Bildschirmfläche. Wenn ich wirklich mal viel Platz brauche, etwa bei der Grafikgestaltung, dann ist jeder Zentimeter Gold. Mit einem 48-Zoll-TV bin ich maximal flexibel.
- Mehr Spaß beim Spielen. Doom – auch die Ur-Version von 1993 – schallert auf einem Widescreen-Display so viel mehr, selbst wenn man das Seitenverhältnis von 4:3 beibehält.
In diesem Artikel habe ich meine Erkenntnisse in aller Kürze zusammengefasst. Möchtet ihr meine vier wichtigsten Erkenntnisse lesen, die ich nach einem Jahr gelernt habe, schaut gerne in meinen Guide.
Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Nachteile gibt es natürlich auch, die aber selbst nichts mit der Größe zu tun haben.
- Alle Presets außer »Monitor« sind beim Arbeiten unbrauchbar.
- Der Bildschirmschoner nervt.
- Der TV schaltet sich nicht automatisch ein.
So wie es aussieht, werden riesige Monitore zum Trend. Ich kann das nur unterstützen. Ja, die erste Reaktion wird immer sein »Boah ist das groß!« und »Darauf kann ich nicht arbeiten«. Doch man gewöhnt sich sehr schnell daran – und dann will man nicht mehr zurück.
Würde Terry Pratchett noch unter uns weilen, würde ich ihm einen Fernseher für seinen Schreibtisch empfehlen. Was er wohl dazu sagen würde?
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.