50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

Der Bruder von Thanos ist im MCU längst aufgetreten, doch bei seinem 34-sekündigen Auftritt wird es wohl auch bleiben

Starfox hat seine Blütezeit auf der Kinoleinwand offenbar schon hinter sich, obwohl sie nicht mal eine Minute lang andauerte.

Wenn Starfox wüsste, dass seine Zeit schon vorüber ist, würde ihm das Lachen wohl vergehen. Bildquelle: Disney Marvel Wenn Starfox wüsste, dass seine Zeit schon vorüber ist, würde ihm das Lachen wohl vergehen. Bildquelle: Disney / Marvel

Die Post-Credit-Scene von Eternals kündigte im Jahr 2021 vermeintlich Großes an: Niemand Geringeres als Starfox (Harry Styles) ist im MCU angekommen!

»Wer?«, fragen sich jetzt wohl auch manch hartgesottene Marvel-Fans. Kein Wunder: Bei diesem ersten Auftritt von Starfox handelt es sich bislang auch um den einzigen - und sehr wahrscheinlich letzten.

Grund genug für uns, mit euch einen genaueren Blick auf den Charakter sowie dessen tragisches Schicksal im MCU zu werfen. Starfox selbst kann nämlich nichts für sein frühzeitiges Aus.

Nur 34 Sekunden

Die Zwischenüberschrift ist korrekt: Gerade mal etwas mehr als eine halbe Minute lang ist der mit gebürtigem Name Eros heißende Charakter im MCU zu sehen.

Am Ende von Eternals wird der Bruder von Oberschurke Thanos mit viel Tamtam angekündigt. Der von Sänger und Schauspieler Harry Styles verkörperte Prinz des Planeten Titan grüßt die Eternals, zankt sich kurz mit seinem Diener Pip und … das war's. Der Vorhang fällt und damit ist die Zeit von Starfox im MCU wieder vorbei.

Schaut einfach mal selbst, los geht's bei Minute 01:10:

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Denn Eternals gilt bis heute als Misserfolg für die erfolgsverwöhnten Marvel Studios. Der Film spielte gerade mal 402 Millionen US-Dollar ein. Das Budget für die Produktion lag Schätzungen zufolge bei rund 236 Millionen Dollar - plus mindestens noch einmal soviel für das Marketing.

Selbst mit Zweit- und Drittverwertung via Streaming und Blu-Ray-Verkäufe dürfte der 26. Streifen des MCU somit kaum im profitablen Bereich gelandet sein.

Faktoren für den Misserfolg gab es gleich mehrere:

  • Das Timing #1: Das Jahr 2021 war vollgestopft mit Marvel-Neuerscheinungen, sowohl im Kino als auch auf dem Streaming-Service Disney Plus. Durch diese Übersättigung nahm die Superhelden-Müdigkeit bei vielen Fans an Fahrt auf.
  • Das Timing #2: Im Jahr 2021 steckte die Kinolandschaft durch die immer wieder hochkochende Corona-Pandemie weiterhin in der Krise. Viele Menschen zögerten, die geschlossenen Räumlichkeiten ihres Lichtspielhauses aufzusuchen, und warteten lieber auf den Streaming-Release, um den Film daheim auf der gemütlichen (und sicheren) Couch zu schauen.
  • Die Kritiken: Eternals war letzten Endes auch einfach kein besonders guter Film. Kritiker bescheinigten dem MCU-Abenteuer zwar durchaus vorhandene Qualitäten, vor allem in puncto Optik, Kostümdesign und Sound. Doch bei der Handlung und dem Pacing haperte es. Die mauen Kritiken dürften viele Kinogänger ebenfalls von einem Besuch abgehalten haben.

Video starten 2:51 Eternals: Trailer zur gescheitertern MCU-Heldentruppe

Von wegen ewig: Die Eternals sind Geschichte

Schon wenige Monate nach dem Kinostart wurde es verdächtig still um Marvels neueste Heldentruppe, die von MCU-Mastermind Kevin Feige im Vorfeld noch als das nächste große Ding angepriesen wurde. Fans vermuteten, dass die Eternals aufgrund des Misserfolgs an den Kinokassen still und heimlich aufs Abstellgleis geschoben wurden.

Was lange Zeit als Gerücht durch das Internet kursierte, wurde im Jahr 2024 durch offizielle Aussagen untermauert. Kevin Feige höchstpersönlich bestätigte in einem Interview mit dem Magazin Inverse, dass es keine konkreten Pläne für Eternals 2 gebe.

Die Eternals-Regisseurin Chloé Zhao zeigte sich zwischenzeitlich im Gespräch mit Vanity Fair auch selbskritisch und merkt an, dass die schier unbegrenzten finanziellen Mittel dem Film keinen Gefallen getan hätten, weil dadurch keine kreativen Wagnisse eingegangen werden mussten.

Das einzige Überbleibsel, das im MCU noch von den Eternals übrig geblieben ist: Der um ein Haar erwachte Eternal Tiamut, der das mächtige Metal Adamantium in sich trägt. Bildquelle: Disney Marvel Das einzige Überbleibsel, das im MCU noch von den Eternals übrig geblieben ist: Der um ein Haar erwachte Eternal Tiamut, der das mächtige Metal Adamantium in sich trägt. Bildquelle: Disney / Marvel

So stark ist Starfox in den Comics

Starfox hat auf dem Raumschiff der Eternals also sehr wahrscheinlich sein erstes und auch einziges Gastspiel im MCU gegeben. Denn inzwischen steuert das Superhelden-Kinouniversum von Marvel in eine ganz andere erzählerische Richtung, weshalb ein Comeback von Thanos' Bruder momentan keinen Sinn ergeben würde.

Was entgeht Fans dadurch? Um das zu beantworten, haben wir für euch einen Blick in unsere Comic-Sammlung geworfen. Denn obwohl sein Name klingt wie aus einem billig produzierten Samstagmorgen-Cartoon, hat Starfox einiges auf dem Kasten.

Zunächst fällt auf, dass die Brüder Eros und Thanos zwei völlig unterschiedliche Charaktere sind. Während der Nihilist Thanos von Tod und Zerstörung besessen ist, hat sich Eros ganz dem Hedonismus verschrieben. Salopp gesagt: Sex, Drugs, Rock n' Roll!

Das bedeutet aber nicht, dass der Marvel-Sunnyboy nicht kräftig austeilen kann. Wie auch sein Bruder ist Starfox/Eros mit übermenschlicher Stärke, Geschwindigkeit und Widerstandsfähigkeit gesegnet. Er altert kaum und verfügt über beeindruckende Heilungskräfte, die ihn quasi unsterblich machen. Ach, und er kann fliegen.

Eros und Thanos haben sich in den Comics schon mehrfach gegenseitig auf die Zwölf gegeben. Bildquelle: Disney Marvel Eros und Thanos haben sich in den Comics schon mehrfach gegenseitig auf die Zwölf gegeben. Bildquelle: Disney / Marvel

Eine Fähigkeit wird in der Comic-Community aber seit jeher kontrovers diskutiert: seine psionische Kontrolle über die Emotionen anderer. Diese Fähigkeit hat Starfox zur Manipulation und Verführung von - zumeist weiblichen - Menschen genutzt, wofür er sogar einmal auf der Anklagebank gelandet ist. Daraufhin bat Starfox selbst darum, dass seine psionischen Kräfte vorübergehend deaktiviert werden.

Im Marvel-Powerranking der mächtigsten Charaktere hat sich Starfox inzwischen hochgearbeitet. Lange Zeit war die Figur sozusagen Teil der B-Riege und es galt als sicher, dass er in einem Duell gegen seinen physisch überlegenen Bruder Thanos keine Chance hätte.

Seit der Comic-Reihe A.X.E.: Judgement Day hat sich der Wind aber gedreht. In dieser Story wird bekannt, dass Starfox sein wahres Potenzial aus Angst vor der eigenen Macht unterdrückt hat. Er ist auf genetischer Ebene das Gegenstück zu Thanos und somit auch in Sachen Power ebenbürtig. Auch seine psionischen Kräfte setzt er hier für das Gute ein, indem er die Herzen und Emotionen der Menschheit für den Weltfrieden miteinander verbindet.

Vorrübergehend war Starfox in den Comics sogar mal Teil der Avengers, wobei … wer war das noch nicht?!

Ihr seht: Starfox ist in den Comics ein durchaus kontroverser, aber interessanter Charakter. Im MCU dürfte es ohne eine Fortsetzung von Eternals aber schwer bis gar unmöglich sein, ihn als wiederkehrende Figur zu integrieren.

Eine kleine Tür für ein Comeback gibt es aber, wie ein Blick auf seinen Bruder zeigt. Thanos ist bekanntlich seit sechs Jahren mausetot, kehrte aber dennoch immer wieder aus verschiedensten Gründen zurück - sei es als Zombie oder im Rahmen der Animationsserie What If …?. Vielleicht bekommen wir auch eines Tages ja noch weitere 34 Sekunden mit Eros.

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