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The Dark Crystal: Age of Resistance Tactics im Test - Fantasiereiche Adaption

Das Spiel zur Netflix-Serie »The Dark Crystal: Age of Resistance« lässt uns die Abenteuer der Gelflinge als isometrische Oldschool-Rundenstrategie im Stil von Final Fantasy Tactics nacherleben.

von Manuel Fritsch,
05.02.2020 10:50 Uhr

Auf Netflix beliebt, aber funktioniert Der Dunkle Kristall auch als Taktikspiel? Auf Netflix beliebt, aber funktioniert Der Dunkle Kristall auch als Taktikspiel?

Nicht nur Kinder lieben die berühmten Figuren rund um Kermit den Frosch und Miss Piggy aus der Sesamstraße und der Muppet Show. Etwas in Vergessenheit geraten ist dagegen der Kinofilm »Der dunkle Kristall« der beiden Figurenerfinder Jim Henson und Frank Oz, der in den 80er-Jahren als erster Puppenanimationsfilm auf der großen Leinwand für Aufsehen sorgte.

In dem düsteren und leicht gruseligen Fantasydrama geht es um die Heilung des gesplitterten dunklen Kristalls, wodurch die Schreckensherrschaft der bösen, reptilienhaften Skekse auf der Welt Thra beendet werden soll.

Etwas überraschend kündigte die Produktionsfirma The Jim Henson Company in Kooperation mit Netflix rund 27 Jahre nach dem Kinofilm eine neue Prequel-Serie zum Dark-Crystal-Universum an. Passend zur Veröffentlichung der ersten Staffel erscheint nun ein Spiel mit der offiziellen Lizenz, das Fans der Serie erlaubt, in die faszinierende Welt von Thra einzutauchen und auf den Namen The Dark Crystal: Age of Resistance Tactics getauft wurde.

Die wichtigsten Ereignisse der Geschichte werden über gezeichnete Zwischensequenzen im Comicstil erzählt. Die wichtigsten Ereignisse der Geschichte werden über gezeichnete Zwischensequenzen im Comicstil erzählt.

Nah an den Vorbildern

Das Rundenstrategiespiel hangelt sich eng an der Erzählung der Show entlang und begleitet die Figuren bei ihrem Bestreben, die sieben Häuser der Gelflinge zu vereinen und eine Rebellion gegen die herrschenden Skekse zu starten. Trotz Originallizenz nutzt das Spiel keine Filmsequenzen oder Fotos, sondern illustriert die Handlung mit gezeichneten Comicpanels oder erzählt sie auf dem Schlachtfeld mit Textboxen weiter. Der Grafikstil der Schauplätze erinnert nur entfernt an den einzigartigen Look der TV-Serie und weckt eher Assoziationen mit Knetfiguren in handgemachten Miniaturlandschaften.

Nach der Auswahl einer Mission auf der Übersichtskarte landen wir direkt auf dem Schlachtfeld. In der isometrischen Schrägsicht befehligen wir unsere Kampfeinheiten und positionieren diese möglichst geschickt auf dem in groben Blöcken abgestuften Terrain. Das erinnert unweigerlich an die Strategieklassiker Final Fantasy Tactics oder Tactics Ogre, von dem sich die Entwickler bis hin zum Titel des Spiels stark inspirieren ließen.

Über ein Radialmenü wählen wir nach der Bewegungsphase, ob unsere Einheit eine Nah- oder Fernkampfattacke ausführen oder Spezialfähigkeiten wie Heilungszauber und Schutzschildmagie wirken soll. Die Zugreihenfolge ist dabei nicht beliebig, sondern wird durch den individuellen Erholungswert der Charaktere definiert. Eine Zeitleiste mit den Portraits der Kämpfer zeigt uns, wer wann zum Zug kommt.

Oldschool-Rundenstrategie: Das Raster zeigt uns die mögliche Laufreichweite und den Aktionsbereich unseres Schutzzaubers an. Links oben sehen wir die Zugreihenfolge der Einheiten. Oldschool-Rundenstrategie: Das Raster zeigt uns die mögliche Laufreichweite und den Aktionsbereich unseres Schutzzaubers an. Links oben sehen wir die Zugreihenfolge der Einheiten.

Abwechslungsreiche Karriereleiter

Insgesamt 14 unterschiedliche Charaktere stehen uns im Laufe der Kampagne zur Verfügung. Welche Fähigkeiten ihnen im Kampf zur Auswahl stehen, definiert sich durch den erreichten Level und die gewählten Klassen. Alle paar Stufen stehen neue Berufe in mehreren Klassen zur Auswahl. Ein Soldat entscheidet sich beispielsweise ab Stufe 10, ob er lieber die Paladin- oder Steinwächter-Karriere einschlägt.

Jede Auswahl gibt den Kämpfern neue Attacken und passive Verbesserungen. Dieses System erlaubt im späteren Spielverlauf eine größere Spezialisierung der Einheiten. In den ersten Stunden spielen sich die Figuren dagegen nahezu identisch. Schönes Detail: Die Nicht-Gelfling-Charaktere wie der nur mit einem Kochlöffel bewaffnete Podling Hup und das knuddelige Wollwesen Boggi besitzen ein eigenständiges Klassensystem mit passenden Fähigkeiten und sorgen so für spielerische Abwechslung.

Zwischen den Missionen statten wir unsere schlagkräftige Heldentruppe mit neuen Waffen, Rüstungen und magischen Schmuckstücken aus. Vieles erhalten wir als Belohnung nach Einsätzen, andere Teile erwerben wir im Austausch gegen gesammelte Perlen im Ausrüstungsladen.

Drei grundsätzliche Klassen können als Primär- und Sekundärauswahl festgelegt werden. Darunter zweigen sich dann je zwei weitere Berufe ab, die mit dem Erreichen von höheren Levelstufen freigeschaltet werden. Drei grundsätzliche Klassen können als Primär- und Sekundärauswahl festgelegt werden. Darunter zweigen sich dann je zwei weitere Berufe ab, die mit dem Erreichen von höheren Levelstufen freigeschaltet werden.

Die Darstellung ist leider etwas lieblos geraten: Neue Waffen und Rüstungsgegenstände werden lediglich durch stilisierte Icons dargestellt, die wie Platzhalter wirken. Immerhin lassen sich Waffen ausgerüstet auch optisch voneinander unterscheiden - die angelegten Rüstungsteile verändern den Charakter hingegen optisch nicht.

Fantasiereich

In welcher Konstellation die Figuren in die Schlacht ziehen, ist teilweise vorgegeben. In bestimmten Missionen sind manche der Charaktere durch die Rahmenhandlung gesetzt, und nur ein Teil der freien Plätze können wir selbst bestücken. Das Ziel ist meist, alle gegnerischen Figuren auszuschalten, ohne dass der jeweilige Hauptcharakter-Gelfling stirbt. Hin und wieder gilt es auch, bestimmte Schalter zu betätigen oder ein markiertes Ziel auf der Karte zu erreichen.

Die 50 Missionen der Kampagne erstrecken sich über die ganze Karte von Thra und bieten eine gelungene optische Vielfalt. Wir kämpfen in giftgrünen Sumpfgebieten, erleben gefährliche Sandstürme in der Wüste oder kämpfen in dichtbewachsenen Wäldern gegen Spinnen und Tentakelmonster. Mit optionalen Kampf-Herausforderungen lassen sich gezielt einzelne Charaktere aufleveln oder zusätzliche Perlen erwirtschaften.

Die Weltkarte von Thra zeigt uns mit leuchtenden Markierungen an, wo neue Missionen und Herausforderungen für unsere Truppe anstehen. Screenshots Die Weltkarte von Thra zeigt uns mit leuchtenden Markierungen an, wo neue Missionen und Herausforderungen für unsere Truppe anstehen. Screenshots

Solide Rundenstrategie ohne Highlights

Sterben unsere Einheiten im Kampf, sind sie nicht dauerhaft beschädigt oder verloren, sondern nur für die aktuelle Mission außer Gefecht gesetzt. Wer eine größere Herausforderung in den Kämpfen sucht, kann jederzeit den Schwierigkeitsgrad in drei Abstufungen von leicht bis schwer anpassen. Alle Texte und Menüs sind auch auf Deutsch verfügbar.

Sprachausgabe oder gar eine komplette Vertonung der vereinzelten Zwischensequenzen gibt es nicht. Das schmerzt besonders, da die Serie mit einer hochklassigen Starriege an bekannten Sprechern von Helena Bonham Carter bis Mark Hamill punkten kann.

Rian, Deet, Hup, Brea oder Naia: Wer die Netflix-Serie geschaut hat, wird diese Figuren auf dem Schlachtfeld auch optisch wiedererkennen. Neulinge werden sich anfangs hingegen schwertun, die spitzohrigen Wesen auseinanderzuhalten. Im Laufe des Spiels gewinnen die Figuren durch ihre Spezialisierung an Bedeutung für die eigene Spielweise - deren Relevanz für die Geschichte wird ohne Vorkenntnisse der Vorlage nicht deutlich.

Die Licht- und Magieeffekte sind ganz hübsch gemacht, insgesamt wirkt das Schlachtfeld jedoch meist sehr angestaubt und wenig lebendig. shots Die Licht- und Magieeffekte sind ganz hübsch gemacht, insgesamt wirkt das Schlachtfeld jedoch meist sehr angestaubt und wenig lebendig. shots

Fans werden einige Szenen aus der Serie als Kampfsituation wiedererkennen, doch sollten nicht erwarten, neue Einblicke in die Welt von Thra zu erlangen. Was bleibt, ist ein solides, aber leicht angestaubt wirkendes Rundenstrategiespiel ohne echte Highlights, das nicht an die Originalität der Serie anknüpfen kann.

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