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Seite 2: The Fall: Mutant City im Test - The Fail

Trostloser als die Endzeit

Besagte Stadt besteht (gefühlt) aus zehn Bildschirmen und kommt mit ihren (nachgezählt) drei Einwohnern in etwa so lebendig rüber wie ein Friedhof. Zwar wuseln bisweilen ein paar Mutanten-Wachen herum (die Mutanten haben nämlich die Stadt übernommen), bloß ändert das rein gar nichts daran, dass die Spielwelt trotz der hübsch gezeichneten Hintergründe völlig blass und steril bleibt.

In den Dialogen neigen die Figuren dazu, ziemlich dümmlich aus der Wäsche zu gucken. Und das Bild dazu, schwarze Balken einzublenden. In den Dialogen neigen die Figuren dazu, ziemlich dümmlich aus der Wäsche zu gucken. Und das Bild dazu, schwarze Balken einzublenden.

Ja, es ist ein Endzeit-Szenario und ja, eine gewisse Trostlosigkeit gehört zum Konzept. Wenn wir allerdings mitten in einen Konflikt zwischen Mensch und Mutant stolpern, dann sollte der auch in irgendeiner Weise inszeniert werden. Stattdessen stiefeln wir durch öde Trümmerfelder – übrigens wortwörtlich, denn rennen kann unser Held nicht – und fragen uns, warum sich jemand um dieses Häufchen Elend kloppt.

Da passt es ins Bild, dass wir den Bösewicht erst zehn Minuten vor Schluss zu Gesicht bekommen. Oder dass keine der als Überraschung gedachten Wendungen auch nur ansatzweise zündet, weil sich das Spiel keinerlei Zeit nimmt für seine Figuren und seine Handlung. Wenn uns Mutant City gegen Ende das vermeintlich schockierende Geheimnis des Oberschurken offenbart, dann bleiben wir eben nicht mit offenem Mund zurück, sondern mit zuckenden Achseln.

Zumal auch der als cooler Outlaw angelegte Protagonist nicht funktioniert, weil es eine feine Grenze gibt zwischen »Badass« und »Kotzbrocken«. Raten Sie mal, in welche Kategorie unser tätowierter Held fällt.

The Fall: Mutant City - Gameplay-Trailer 1:49 The Fall: Mutant City - Gameplay-Trailer

Logisch, aber nicht immer schlüssig

Das alles ist schade, denn die Geschichte hat Potenzial und die Rätsel gehen in Ordnung. Mutant City bringt in der viel zu kurzen Spielzeit sogar einige knifflige Passagen unter und glänzt mit einem vorbildlichen, mehrstufigen Hilfesystem. Richtig durchdacht allerdings wirken die Rätsel bei aller formalen Logik nicht immer.

So öffnen wir in der Mutanten-Basis mit einem Mutanten-Symbol ein Mutanten-Geheimfach und finden dort – einen Keilriemen. Das trifft sich zwar blendend, denn ein Keilriemen hat uns gerade noch gefehlt, bloß schlüssig ist es nicht.

Klassisches Rätsel: Wurfhaken basteln und damit die Leiter runterziehen. Nötigt Genre-Profis nur ein müdes Nicken ab. Klassisches Rätsel: Wurfhaken basteln und damit die Leiter runterziehen. Nötigt Genre-Profis nur ein müdes Nicken ab.

Gut gelungen ist indes die deutsche Vertonung, auch wenn die Sprecher nicht immer perfekt zur Rolle passen – ein alter Mechaniker beispielsweise klingt rund dreißig Jahre zu jung. Mit Kleinigkeiten wie einer Lippensynchronisation hingegen haben sich die Entwickler erst gar nicht aufgehalten: Wenn das Geschehen in den Dialogen in eine bemerkenswert krude Nahansicht wechselt, gucken die Figuren nicht nur kreuzdämlich in die Kamera, sondern japsen auch wie angespülte Fische.

Meistens stehen sie dabei so stocksteif da, als hätte ihnen jemand einen Regenschirm in den Hintern gesteckt und sei im Begriff, ihn aufzuspannen. Manchmal jedoch fuchteln sie zur Abwechslung auch mit den Armen rum, als wollten sie einen unsichtbaren Bienenschwarm verscheuchen. Ha, als ob’s in dieser sterilen Welt einen gäbe!

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