Überleben wie Ark, bauen wie Civ & kultivieren wie Stardew Valley - Erste Infos zu Towers nach dem Wahnsinns-Trailer

Towers mischt so einige Spielelemente zusammen, um im Survival-Genre herauszustechen. Wir fassen zusammen, was bisher bekannt ist.

von Christian Just,
16.04.2019 18:01 Uhr

Zelda trifft auf ARK - Towers zeigt im Trailer eine atemberaubende Fantasy-Welt 4:02 Zelda trifft auf ARK - Towers zeigt im Trailer eine atemberaubende Fantasy-Welt

Um in einem Spiele-Genre hervorzustechen, das gefühlt schon alles Erdenkliche abdeckt, bedarf es eigener Ideen. Doch selbst das ist im Medium Computerspiel kein einfaches Unterfangen, denn in Richtung Science Fiction und Fantasy wurde ja auch schon vieles abgegrast.

Da bietet sich an, einfach einige bekannten Elemente anderer erfolgreicher Spiele aufzugreifen und in eine neue Anordnung zu bringen, die es in der Form noch nicht gegeben hat. Etwas ähnliches scheint das Multiplayer-Survivalspiel Towers zu versuchen, das uns vor einem Monat mit seinem grandiosen Prototyp-Trailer (siehe oben) überraschte.

Auf uns machte das Spiel den Eindruck, als mische Towers die fantasievolle Weltgestaltung eines Zelda mit den Spielmechaniken eines Ark: Survival Evolved. Heute wissen wir, dass wir damit gar nicht so falsch lagen und sogar noch einige Elemente etwa aus Stardew Valley, Civilization oder Eco in die Formel einfließen.

Spiele miteinander vergleichen: Dürfen wir das überhaupt?

Die Kollegen von PC Gamer haben mit Game Director Khang Le von Entwickler Dreamlit gesprochen und in Erfahrung gebracht, was für ein Spiel Towers eigentlich genau werden möchte. Wir fassen die wichtigsten Infos aus dem Interview für euch zusammen.

In der Welt von Towers warten mitunter sehr seltsame Geschöpfe auf die Entdeckung durch die Spieler.In der Welt von Towers warten mitunter sehr seltsame Geschöpfe auf die Entdeckung durch die Spieler.

Spielweltgestaltung von Zelda

Die Spielwelt von Towers erinnert an Hyrule aus der legendären Zelda-Reihe, was zum einen an den vielen fantasievollen Wesen und wunderlichen Landschaftsformen liegt. Aber auch der positive Grundtenor der Welt, selbst angesichts großer Monster und Dämonen, erweckt diesen Eindruck.

Die Story-Grundlage: Der Spieler ist Teil eines Volkes, das vor vielen Generationen die Landstriche des Spiels verlassen hat. Warum genau, wird noch nicht verraten. Das Interview mit PC Gamer legt aber nahe, dass Ausbeutung und allgemein schlechte Bewirtschaftung des Ökosystems eine Rolle gespielt haben könnten.

Nach viel Zeit ist das Land in den urtümlichen Zustand zurückgekehrt. Nun schlüpft der Spieler in die Haut eines Nachfahren der einst geflüchteten Zivilisation, um die Welt in Towers zurückzuerobern.

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Welteroberung wie Civilization

Das Zentrum allen Seins: Wir errichten in Towers den namensgebenden Turm als Basispunkt unserer Expedition. Diesen gilt es zu verteidigen und im Laufe der Zeit auszubauen, um Zugriff auf weitere Optionen zu erhalten. Weiter können und müssen wir spezialisierte Gebäude und Verteidigungsanlagen bauen, um den Turm gegen PvE-Kreaturen und gelegentliche Dämonen-Invasionen zu verteidigen.

Wieso denn wie Civ? Das klingt zwar im ersten Moment eher weniger nach Civilization 6, es ist schließlich kein rundenbasiertes Global-Strategiespiel. Aber zumindest in puncto Auf- und Ausbau einer aufstrebenden Zivilisation gibt es einige Parallelen. So fangen wir auch in Civ mit unserer Siedlung quasi bei Null an und alles dreht sich um unsere Hauptstadt, bis im späteren Spielverlauf neue Möglichkeiten hinzukommen und wir uns langsam in der Welt ausbreiten können.

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Multiplayer-Survival wie Ark, ohne PvP

In der nicht immer freundlich gesinnten Welt von Towers müssen wir nicht allein in den Kampf um die Vorherrschaft ziehen. Vielmehr raufen wir uns mit anderen Spielern zusammen und können dadurch unsere Siedlung mit einem nahen Nachbarn zusammenschließen, um gemeinsam zu wachsen.

Relativ friedlich: Towers unterscheidet sich aber insofern von typischen Survivalspielen wie Ark, dass der Fokus nicht auf PvP liegen soll. Stattdessen sollen Spieler gemeinsam die Welt erkunden und »sich sicher fühlen« dürfen. Zumindest so sicher, wie man sich angesichts teils gefährlicher Fauna und Dämonen-Invasionen eben fühlen kann.

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Landwirtschaft wie Stardew Valley

Ein wichtiger Aspekt von Towers ist das Aufbauen und Erhalten einer Landwirtschaft, um an die für den Aufbau benötigten Ressourcen zu gelangen. So pflanzen wir bestimmte Gewächse, die uns dann regelmäßig mit bestimmten Früchten belohnen. Das erinnert an Farm-Simulationen wie Stardew Valley, in der wir einen ganzen Bauernhof voller Nutzpflanzen und -tiere aus dem fruchtbaren Boden stampfen.

Auch das Fischen ist in Towers möglich: Mehr noch, der Ozean im Spiel ist sein eigenes Ökosystem, das erobert und nutzbar gemacht werden kann. So können wir wie im Trailer zu sehen mit Pfeil und Bogen fischen, Fischzuchten anlegen und sogar die Meere durchtauchen und die Geheimnisse der Unterwasser-Welt entdecken.

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Fragiles Ökosystem wie Eco

Bei all dem Expansionsdrang besteht in Towers jedoch immer die Gefahr, die womöglichen Fehler der Vorfahren zu wiederholen und die Natur in die Krise zu stürzen. So soll besonders im späteren Spielverlauf öfter die Frage aufkommen, ob man der Expansion oder dem Erhalt des Ökosystems Vorzug gewährt.

Vorsicht ist geboten: So kann man etwa einen besonderen Baum fällen, um dessen wertvolle Früchte für den Ausbau des eigenen Towers zu verwenden. Stirbt der Baum aber aus, sterben wiederum bestimmte Tiere aus, weil sie kein Futter mehr haben. Entscheidungen wie diese sollen schließlich sogar zum Zusammenbruch des ganzen Ökosystems führen können. Das erinnert an ein Eco, bei dem das sorgfältige Austarieren der Umwelt ebenfalls wichtiger Teil des Spieldesigns ist.

Wann erscheint Towers? Ein Releasetermin für Towers steht noch nicht fest, es kann also durchaus noch eine Weile dauern. Übrigens: Der Build für den Prototyp-Trailer wurde von nur sechs Personen im Laufe eines Jahres erstellt.

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