Wertung: Turok 3 bekommt ein großartiges Remaster, nur braucht es eigentlich etwas anderes

Turok 3: Shadow of Oblivion ist als Ego-Shooter umstritten, doch das technisch aufwändige Remaster ist auch im Test über jeden Zweifel erhaben. Allerdings: Die Grafik ist nicht alles. Turok 3: Shadow of Oblivion ist als Ego-Shooter umstritten, doch das technisch aufwändige Remaster ist auch im Test über jeden Zweifel erhaben. Allerdings: Die Grafik ist nicht alles.

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Ob Nightdive Studios dem Schlussteil der ursprünglichen Turok-Trilogie ein Remaster spendieren würden, war lange Zeit unklar. Einerseits gab es im Gegensatz zu den ersten beiden Abenteuern nie eine offizielle PC-Version des N64-Spiels.

Vor allem aber setzte Turok 3: Shadow of Oblivion die Hauptreihe weder spielmechanisch noch stilistisch ungebrochen fort. Markiert der Titel rückblickend den Anfang vom Ende der Serie oder deren Höhepunkt? Das ist umstritten und selten musste man bei einer Fortsetzung so ausdrücklich drauf hinweisen wie hier: Über Geschmack lässt sich (respektvoll) streiten.

Im Turok der Jahrtausendwende kam kaum Raptoren-Ragout, geschweige denn Tyrannosaurus-Teriyaki auf den Tisch. Stattdessen wurden frittierte Tentakelringe Lovecraft’scher Kreaturen kredenzt. Hinzu gesellte sich eine Schüssel voller Schlauchlevel, ergänzt um eine Prise plotgetriebenes Popcorn-Kino:

Video starten 10:12 Turok 3 Remaster: Die ersten 10 Minuten liefern Retro-Feeling pur

Für viele Fans war das cineastisch servierte Monstermenü zwar ein erfrischend anderer Shooter-Schmaus. Einige sahen darin jedoch einen etwas faden Einheitsbrei aus Zutaten damals beliebter Actionspiele, der ausgerechnet die Turok-Essenz vermissen ließ. Mit dem üppigen, wenn auch verworrenen Ballerspiel-Buffet aus dem alten Jahrtausend hatte Oblivions obskures Gruselgulasch jedenfalls nicht mehr viel zu tun.

Umso erfreulicher is(s)t, dass dieser untypische Turok-Teil nun nicht nur aufgewärmt, sondern durch Nightdives Raffinesse für Retro-Rezepte verfeinert wurde. So können Connaisseure und Connaisseusen von Shooter-Geschnetzeltem sich ein neues Geschmacksurteil bilden – und etwa von einer Extraportion Tomatensoße (Blut) überraschen lassen. Wir haben uns das appetitlich aufgepeppte Remaster zur unappetitlichen Monsterinvasion testweise einverleibt.

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Turok 3: Shadow of Oblivion Remastered
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Im technisch tollen Remaster steckt ein schlecht gealtertes Turok. Wer Dinos nicht vermisst, bekommt immerhin kurzweilige Retro-Action.
Zur vollständigen Wertung
Passt zu euch, wenn ...
  • ... ihr die ursprüngliche Turok-Trilogie gerne spielt, oder einfach mehr Turok wollt.
  • ... ihr nicht gerne auf Dinos schießt.
  • ... ihr ein, zwei nette Abende mit kurzweiliger Retro-Ballerei verbringen wollt.
Passt nicht zu euch, wenn ...
  • ... ihr viele Dinosaurier erwartet.
  • ... ihr euch verzweigte Level und einen nicht-linearen Spielablauf wünscht.
  • ... ihr ein temporeiches Game- und Gunplay wollt.

Die Story – stumpf wie Stein

Turok, das ist nicht einfach irgendein Name, sondern der Titel, den man als sogenannter Sohn (oder Tochter) der Steine verliehen bekommt, um über die Verlorenen Lande zu wachen. An diesem interdimensionalen Ort hat Zeit keine Bedeutung und Dinosaurier verschmelzen vor antiker Kulisse mit futuristischer Technologie. Klingt komisch, is‘ aber so!

In der grazilen Anmut des Wortes T-U-R-O-K klingt es schon an: Die Geschichte zum Sohn (oder Tochter) der Steine ist fein wie ein stumpfer … Stein. Mit so einem tollkühnen Allerlei als Prämisse ist Turok zumindest alles andere als Durchschnittskost.

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