Sich täglich mit TVs und Heimkino zu beschäftigen, macht riesig Spaß. Doch es bringt auch einen großen Nachteil mit sich: Immer, wenn ich bei Freunden oder Familie TV schaue, will ich am liebsten das Bild umstellen.
Logo, jeder hat seine Präferenzen. Es gibt allerdings 5 Einstellungen, die sich immer lohnen – und die ich am liebsten an jedem Fernseher vornehmen würde.
Erst mal das richtige Preset
Euer Fernseher kommt mit vorgefertigten Bildeinstellungen und der meiner Meinung nach beste davon ist der Kino-Modus (oder Film-Modus, je nach Hersteller oder Modell).
Wieso der Kino-Modus? Ganz einfach: Er besitzt die auf Filme am besten abgestimmte Farbwiedergabe. Zudem werden Schärfe und Bewegungsinterpolation direkt mit eingestellt.
Der Spieler des Spiels heißt beim Kino-Modus allerdings Farbtemperatur. Die sollte wärmer sein als in der Realität, weil das auf Dauer die Augen schon.
Hier seht ihr den Unterschied zwischen kalte und warmen Farben im direkten Vergleich. (Bild: Bärbel - adobe.stock.com)
So stellt ihr den Kino-Modus ein:
- Öffnet die Einstellungen.
- Navigiert euch zu den Bildeinstellungen.
- Öffnet die Liste der Presets und wählt den Kino-Modus (öfter auch Film, Heimkino oder Cinema genannt) aus.
Weg mit dem Motion Smoothing
Glaubt mir: Ich stehe in der ersten Reihe, wenn Filme endlich keine 24 Bilder pro Sekunde mehr verwenden, sondern 48 oder mehr. Dann sind Kamerafahrten endlich nicht mehr matschig und Bewegungen nicht mehr hakelig.
Lasst mich euch das anhand von Data aus Star Trek zeigen.
Link zum YouTube-Inhalt
Motion Smoothing versucht das zu erreichen, macht das Bild aber schlechter. Hier berechnet der TV einfach Zwischenbilder ein, die suggerieren, dass der Inhalt mehr Frames besitzt, als er tatsächlich tut – Fake-Frames, wenn man so will.
Das sorgt für Schlieren, Artefakte und bringt das Bild sogar manchmal zum Flimmern. Weil manche es aber geschmeidig mögen, nehmen sie das in Kauf. Ich nicht, denn das Bild sollte stets sauber sein.
So werdet ihr Motion Smoothing los:
- Öffnet die Einstellungen.
- Navigiert euch zu den Bildeinstellungen.
- Schaltet im Unterpunkt »Bewegung« die Interpolation aus. Hinweis: Je nach Modell und Hersteller können die Bezeichnungen abweichen.
Rauschunterdrückung aus
In der Regel ist Rauschunterdrückung bei modernen Smart-TVs auf »Automatisch« eingestellt – dabei braucht ihr sie gar nicht.
Das macht Rauschunterdrückung: Alte Filme, die noch auf Zelluloid gedreht wurden, haben ein Grundrauschen im Bild. Dadurch sieht das Bild körniger und weniger »sauber« und »glatt« aus.
Seitdem Filme fast immer digital gedreht wurden, gibt’s das Bildrauschen nicht mehr (sofern nicht absichtlich aus künstlerischen Gründen in der Postproduktion eingefügt).
Warum also die Rauschunterdrückung ausschalten? Weil durch sie Bilddetails verloren gehen können oder das Bild vereinzelt unscharf wird. Immerhin versucht der Prozessor im TV immer noch Rauschen herauszurechnen, selbst wenn gar keins existiert.
So schaltet ihr die Rauschunterdrückung ab:
- Öffnet die Einstellungen.
- Navigiert euch zu den Bildeinstellungen.
- Schaltet im Unterpunkt »Rauschunterdrückung« selbige ab. Hinweis: Je nach Modell und Hersteller können die Bezeichnungen abweichen.
Ich mache euer Bild unscharf
Eigentlich sollte das Bild so scharf sein wie möglich, oder? Korrekt, aber das erreicht ihr durch die Auflösung und nicht künstliche Verstärkung der Schärfe. Der Schärfe-Faktor fügt nämlich keine Details hinzu, sondern verschärft nur die Kanten von Objekten im Bild.
Scharf bedeutet nicht gleich gut: Den Vergleich seht ihr im Bild. (Bild: CLICK ON THE WAY - adobe.stock.com)
Der Trick ist eigentlich logisch: Betrachtet ihr eine Backsteinwand aus zehn Metern Entfernung, seht ihr auch nicht jedes Detail. In Filmen und Serien sorgt das für Realismus und Bildtiefe.
Künstliches Nachschärfen macht das Bild körnig – und das ist auf Dauer ganz schön anstrengend für die Augen. Deshalb stelle ich die Schärfe auf 0.
So reguliert ihr die Bildschärfe:
- Öffnet die Einstellungen.
- Navigiert euch zu den Bildeinstellungen.
- Dreht den Schärferegler auf 0.
Weg mit dem Eco-Modus
Ja, ich weiß, Energiesparen und so. Da bin ich auch allzeit dafür, allerdings stört mich persönlich der Eco-Modus mehr, als dass es mir den ersparten Fünfer wert wäre.
Samsung, LG und Co. protzen immer mit Spitzenhelligkeit und sie tun gut daran. Je höher die Decke, desto mehr Spielraum besitzt ein TV und desto besser sieht das Bild am Ende aus. Der Eco-Modus begrenzt diese Decke allerdings.
Der Eco-Modus begrenzt die maximale Helligkeit künstlich und das sorgt für flachere Kontraste. Im Klartext bedeutet das: Das Bild ist schlechter als es sein könnte.
Ausschalten könnt ihr den Eco-Modus in dezidierten Stromspareinstellungen. Manchmal ist er auch als eigenes Preset vorhanden.
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Mit meinen 5 Einstellungstipps habt ihr schon mal das Wichtigste abgedeckt und die Pflicht erfüllt. Die Kür kommt danach und da geht’s dann an die Feinjustage. Natürlich gilt immer: Die beste TV-Einstellung ist die, die ihr vornehmt.
Wie handhabt ihr das: TV oder Monitor auspacken und hinstellen, oder erst mal justieren, bis jeder Pixel sitzt? Schreibt es uns in die Kommentare!







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