Alternative zu Oura? Ich trage den Ultrahuman Ring Air seit 3 Monaten – mein Fazit

Ich habe den Ultrahuman Ring Air getestet und bin sowohl positiv als auch negativ überrascht.

Patrick trägt den Ultrahuman Ring Air seit knapp drei Monaten am Finger. Es wird Zeit für sein Fazit. (Bildquelle: GameStar Tech) Patrick trägt den Ultrahuman Ring Air seit knapp drei Monaten am Finger. Es wird Zeit für sein Fazit. (Bildquelle: GameStar Tech)

Der smarte Ring der Marke Ultrahuman macht direkt zu Beginn eine Sache besser als seine Konkurrenten. Er hat bei mir einen »Aha!-Moment« ausgelöst. »Warum machen das nicht alle Hersteller von smarten Ringen so?«

Wenn ihr das kostenfreie Probierset zur Ermittlung der optimalen Größe bestellt, liefert Ultrahuman obendrein ein Vorschaupaket aller verfügbaren Ringmaterialien. Das mag zunächst unerheblich klingen, ist es aber keineswegs.

So erhaltet ihr vor der finalen Bestellung einen Eindruck davon, wie das Material aussieht und wirkt. Das hätte ich mir bei Oura auch gewünscht.

Ein starker Anfang also – ich wünschte nur, es wäre bis zum Ende des Tests so weitergegangen.

Transparenzhinweis: Ultrahuman hat mir den Ring Air für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Ultrahuman Ring Air
Ultrahuman Ring Air
Die Herzfrequenzmessung schwankt und die Gesamtschlafdauer wird im Test zu optimistisch eingeschätzt. Dafür erkennt der Ring Stress und Erholung sehr gut. Grundsätzlich zeigt das Wearable sein großes Potenzial. Die App überzeugt mit vielen Informationen und guten Ideen, wie optionalen Features, die sich leicht integrieren lassen. Leider geht dies auf Kosten der Übersichtlichkeit. Mit mehr Feinschliff und verbesserten Messwerten wird daraus ein richtig guter Ring!
  • Sehr hoher Tragekomfort
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Grundsätzlich kein Abo notwendig
  • Stress- und Erholungswerte sind akkurat
  • App mit vielen Informationen ...
  • ... die zum Teil unübersichtlich aufbereitet sind
  • Herzfrequenzmessung schwankt stark
  • Schlafdauer zum Teil zu optimistisch
  • Sporadisch Probleme mit der Synchronisation
  • Schritte werden nicht präzise getrackt
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Wissenswertes zum Test
Inhaltsverzeichnis
Spezifikationen

Spezifikation
Material außenTitan
Material innenHypoallergenes Epoxidharz
Gewicht2,4 – 3,6 Gramm (je nach Größe)
Breite8,1 Millimeter
Größen5–14
Wasserdichtigkeit10 ATM
Batterie24 mAh
AkkulaufzeitBis zu 6 Tage (eher 4 Tage)
Ladedauer120 bis 180 Minuten (abhängig von Akkustand)
Sensoren6-Achsen-Beschleunigungssensor, PPG, Hauttemperatursensor
KonnektivitätBluetooth Low Energy (BLE 5)
BetriebssystemiOS 15+, Android 6+
Gesundheits-TrackingHerzfrequenz, HRV, Blutsauerstoff, Hauttemperatur, Schlafphasen, Schritte, Kalorien, VO2 max, Stresslevel, Zyklus- und Ovulationsüberwachung
BesonderheitenKeine Abo-Pflicht, Performance Coach, Koffein-Fenster-Erkennung und mehr
LieferumfangRing, Ladegerät, USB-C-Kabel, Dokumentation

Preis und Verfügbarkeit

Der Ultrahuman Ring Air ist bereits im Handel zu einer UVP von 380 Euro erhältlich.

Ultrahuman Ring Air: Design und Tragekomfort

Sowohl der Oura Ring als auch der Ultrahuman Ring haben für mich eine Sache gemeinsam: den hohen Tragekomfort.

Sie verzichten auf der Innenseite auf »Noppen«, die zumindest bei mir Abdrücke hinterlassen und mit der Zeit stören. Den Ultrahuman Ring Air nehme ich nach kurzer Zeit nicht mehr wahr, was unter anderem seinem geringen Gewicht von rund 2,4 Gramm geschuldet ist.

Mir gefallen das Design und die Verarbeitung. Der Ring wirkt hochwertig und stilvoll, und auch nach drei Monaten sind nur minimale Gebrauchsspuren zu erkennen. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Im Inneren des Rings ist die gesamte Elektronik sichtbar, darunter ein PPG-Sensor, ein Hauttemperatursensor, Bewegungssensoren sowie LEDs zum Tracking der Herzfrequenz und des Blutsauerstoffs.

Ein smarter Ring ohne und mit Abo

Zuerst die gute Nachricht: Der Ring kommt grundsätzlich ohne zusätzliches Abonnement aus. Ganz im Gegensatz zum Oura Ring, bei dem ein Obolus von 6 Euro pro Monat nahezu obligatorisch ist.

In der App gibt es eine Art App Store. Die Idee gefällt mir. Damit kann ich Zusatzfunktionen mit wenigen Handgriffen freischalten, etwa einen Koffein-Tracker.

Dieser sagt mir, zu welchen Zeiten ich am besten Kaffee zu mir nehmen sollte. Wahlweise kann ich sogar die Aufnahme dokumentieren, um mögliche Auswirkungen in der Trendansicht zu begutachten.

Das braucht sicherlich nicht jeder, aber es ist trotzdem interessant: Die App ermittelt anhand verschiedener Daten ein optimales Zeitfenster für den Koffeinkonsum, um die Auswirkungen auf den Schlaf so gering wie möglich zu halten. Das braucht sicherlich nicht jeder, aber es ist trotzdem interessant: Die App ermittelt anhand verschiedener Daten ein optimales Zeitfenster für den Koffeinkonsum, um die Auswirkungen auf den Schlaf so gering wie möglich zu halten.

Über diesen internen Store füge ich also Funktionen hinzu oder entferne Tools, um die Ansicht der App an meine Bedürfnisse anzupassen.

Neben der AFib-Erkennung, Zyklus-Tracking für Frauen gibt es eine Reihe weiterer optionalen Tools wie Bildschirmzeit, Vitamin-D-Tracking und mehr. Künftig sollen weitere Plugins hinzukommen. Neben der AFib-Erkennung, Zyklus-Tracking für Frauen gibt es eine Reihe weiterer optionalen Tools wie Bildschirmzeit, Vitamin-D-Tracking und mehr. Künftig sollen weitere Plugins hinzukommen.

Jetzt die schlechte Nachricht: Diese sogenannten PowerPlugs sind allerdings nicht alle kostenlos. Die AFib-Erkennung (Vorhofflimmern) kostet beispielsweise 6 Euro im Monat (oder 50 Euro im Jahr). Schade!

Die App macht (keinen) Spaß

Die Ansicht der App empfinde ich ebenfalls als bedauerlich. Ich schätze die tiefgreifenden Daten, Informationen und Erklärungen, die mir der Ring liefert.

Allerdings wird mir die Flut an Informationen nicht leicht verdaulich präsentiert. Auf der Startseite gibt es zu viele Informationen, durch die man sich durchscrollen muss.

App #1 Zunächst wirkt die App übersichtlich ...

App #2 ... aber je mehr man nach unten Scrollt, desto mehr Informationen werden unübersichtlich aufbereitet.

Oura Oura löst das besser. Zunächst werden nur drei Datenblöcke präsentiert. Alles, was zum jeweiligen Zeitpunkt nicht wichtig ist, wandert unter dem Reiter „Mehr“.

Oura serviert besser: Alles, was »jetzt« akut wichtig ist, findet man in den ersten drei Blöcken. Alles, was darüber hinausgeht, versteckt sich beim Aufklappen unter »Mehr«.

Ultrahuman ist immerhin mit seinen »Schnappschüssen« auf dem richtigen Dampfer.

  • Damit zeigt die App bestimmte Metriken als Momentaufnahme an.
  • Diese Auflistung kann ich an meine Bedürfnisse anpassen.

Ich kann Metriken dieser Ansicht hinzufügen oder auch entfernen. Ich kann Metriken dieser Ansicht hinzufügen oder auch entfernen.

Zusätzlich präsentiert mir die App aber direkt darüber den wöchentlichen Report und darunter andere Informationen. Was ist gerade wichtiger? Wo liegt der Fokus? Diese Fragen nimmt mir der Ring nicht (immer) ab.

Den wöchentlichen Report finde ich hingegen sehr gelungen. Er gliedert sich in die einzelnen Kategorien wie Schlaf, Erholung und Aktivität. In diesen Kategorien wird mir übersichtlich angezeigt, was sich verbessert hat, wo ich noch ranklotzen muss und – Trommelwirbel – wie ich es verbessere. Einfach und gut. Geht doch!

Zunächst wirkt auch der wöchentliche Report wenig übersichtlich. Tatsächlich ergibt der Aufbau aber Sinn und beim Scrollen werden alle Infos häppchenweise serviert. Zunächst wirkt auch der wöchentliche Report wenig übersichtlich. Tatsächlich ergibt der Aufbau aber Sinn und beim Scrollen werden alle Infos häppchenweise serviert.

Grundsätzlich fehlt mir aber der Minimalismus innerhalb der Software. Das alte Sprichwort »Weniger ist manchmal mehr« war selten zutreffender.

Leider hapert es zudem hin und wieder bei der Synchronisierung der Daten. Manchmal dauert es lange, bis die Verarbeitung startet, oder sie hängt sich beim Öffnen der App auf. Das geschieht selten, aber es passiert.

Diese kleinen Ärgernisse führen in der Summe dazu, dass ich die App nicht gerne verwende. Dabei macht sie in meinen Augen vieles richtig, wie oben erwähnt. Das Potenzial ist zumindest gegeben, was gleichermaßen für die Messung der Herzfrequenz gilt.

Video starten 16:02 Smart-Ring als Alternative zur Smartwatch? Das müsst ihr unbedingt vorher wissen!

Ultrahuman Ring Air: Wie akkurat ist die Herzfrequenzmessung?

Die Belohnung für den Sport wartet am Ende. Man fühlt sich richtig gut und ausgelastet. Beim Verschnaufen schaue ich gespannt auf die App, um die Ergebnisse des Wearables mit denen des Polar-H10-Brustgurts zu vergleichen.

Beim Ultrahuman Ring Air habe ich in den letzten drei Monaten hin und wieder verdutzt aus der nassen Wäsche geschaut. Es erschließt sich mir einfach nicht, wie es zu derart großen Ausreißern kommt und mir an einem anderen Tag akkurate Ergebnisse präsentiert werden.

In einigen Fällen beträgt die Abweichung zum Brustgurt lediglich einen oder zwei Herzschläge. Beim nächsten Training sind die Daten hingegen nahezu unbrauchbar. In einem Fall brach das Tracking sogar nach zehn Minuten ab, obwohl ich 35 Minuten lang gelaufen bin.

Messungen zur Herzfrequenz
Messung #1
GerätSchnittMax
Ultrahuman Ring Air140156
Polar H10158188
Ultrahuman Ring Air Polar H10 Ultrahuman Ring Air Polar H10

Bei dieser Messung wird deutlich wie weit der Ring daneben liegt.

Messung #2

GerätSchnittMax
Ultrahuman Ring Air148197
Polar H10160192

Messung #3 (am genauesten)

GerätSchnittMax
Ultrahuman Ring Air159191
Polar H10160190

Warum ein Brustgurt als Referenz?

Ein Brustgurt zur Messung der Herzfrequenz gilt als Goldstandard und bietet gegenüber anderen Methoden wie der optischen Pulsmessung am Handgelenk entscheidende Vorteile.

Brustgurte messen die elektrischen Signale des Herzens direkt, was potenziell zu wesentlich genaueren Herzfrequenzmessungen führt. Externe Faktoren wie Hautfarbe, Haarbewuchs oder Passform des Geräts beeinflussen zudem die Messung mit einem Brustgurt weniger.

Der Ring sitzt eng und rutscht nicht. Die Firmware ist aktualisiert. Was sagen andere Tester? Offensichtlich kommen sie zu ähnlichen Ergebnissen. Der Ultrahuman Ring Air hat Probleme bei der Messung der Herzfrequenz, zumindest in hohen Bereichen.

Beim Tracken der Schritte gesellt sich das Wearable zu seinen Konkurrenten. Ähnlich wie Oura, Ringconn, Amazfit und Co. zählt der Ultrahuman Ring Air nicht akkurat.

Omron Walking Style 4Ultrahuman Ring AirGarmin Venu 4
Schritte #11011920-
Schritte #2-105539244

Sowohl Spazierengehen als auch Laufen im Freien hat der Ring in allen Fällen automatisch erkannt. Das klappte im Test problemlos. Beachtet aber bitte, dass ihr für Routendaten das Smartphone mitführen müsst. Ein entsprechendes GPS-Modul ist im Ring nicht verbaut.

Schlaf und Erholung

Nach dem Sport folgt die Erholung – und damit auch der Schlaf. Der Ultrahuman Ring schätzt die Gesamtschlafzeit in der Regel optimistisch ein. Hin und wieder sogar zu optimistisch.

  • Von Sonntag auf Montag habe ich um 23:50 Uhr den Fernseher ausgeschaltet und die Augen geschlossen, bis mich der Wecker um 06:55 Uhr weckte.
  • Laut dem Ring habe ich allerdings stolze 7:30 Stunden geschlafen. Die Rechnung geht nicht auf. Er hat also höchstwahrscheinlich die Zeit im Bett vorher im Leichtschlaf eingerechnet.

Neben den Schlafphasen zeigt der Ring außerdem die Hauttemperatur und Blutsauerstoffsättigung der letzten Nacht an (Beta). Neben den Schlafphasen zeigt der Ring außerdem die Hauttemperatur und Blutsauerstoffsättigung der letzten Nacht an (Beta).

Deutlich wird die sporadische Fehleinschätzung des Rings im Vergleich mit anderen Geräten. Zwar liegt der Ultrahuman Ring Air nicht immer (weit) daneben, es zeichnet sich jedoch ein einheitliches Bild ab: Er berechnet die Schlafdauer regelmäßig zu großzügig.

Schlaftracking im Vergleich
Messung #1

Hinweis: Auch die Garmin Venu 4 zeigt bei dieser Messung eine viel zu lange Schlafdauer an. Das kann nicht stimmen. Zudem war es eine äußerst unruhige Nacht, in der ich länger als 14 Minuten wach war.

WearableGesamtLeichtREMTiefWach
Garmin Venu 407:3005:2701:1800:4500:14
Oura Ring 406:3004:1801:1101:0101:13
Ultrahuman Ring Air07:3504:0402:1601:1500:14

Messung #2

WearableGesamtLeichtREMTiefWach
Amazfit Balance 208:0205:3301:0401:2300:02
Oura Ring 407:4704:1202:2401:1000:41
Ultrahuman Ring Air08:1504:1202:3301:1900:10

Messung #3

WearableGesamtLeichtREMTiefWach
Garmin Venu 407:0903:4602:0501:18-
Oura Ring 406:4604:0001:4301:0300:36
Ultrahuman Ring Air07:0003:14001:3700:18

Natürlich liefert keines dieser Geräte verlässliche Werte wie ein Schlaflabor. Die Daten sind bei allen Geräten mit einem gewissen Abstand zu genießen.

Ich vergleiche die Testprodukte überwiegend mit anderen Geräten, die für ihre Genauigkeit im Schlafbereich bekannt sind. Der Vergleich soll vor allem zeigen, dass die Werte des Testprodukts nicht aus der Luft gegriffen sind und sich nicht zu stark vom Testfeld unterscheiden.

Dazu führe ich mindestens sieben Messungen durch, um einen Gesamteindruck zu gewinnen. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo zwischen diesen Ergebnissen.

Zuverlässige Erholungswerte

Der Ring liefert mir immerhin zuverlässige Zahlen zur Erholung. Wenn ich meinen Körper am Tag zuvor stark belastet habe, sinkt mein Erholungswert. Das bedeutet: Ich soll mich vielleicht schonen.

War der Schlaf laut dem Ring gut, steigt der Score entsprechend und mein Körper ist bereit für körperlichen Stress, sofern weitere Faktoren dafür sprechen.

Sowohl körperlichen Stress als auch Entspannung erkennt der Ring bei mir zumindest fast durchweg zuverlässig. Der Energy-Score von 70 entspricht zu diesem Zeitpunkt meinem subjektiven Körpergefühl. Ich habe nicht sonderlich gut geschlafen, aber es ging mir über den Tag verteilt »okay«. Abends habe ich hingegen entspannt, wie die App auch aufzeigt. Sowohl körperlichen Stress als auch Entspannung erkennt der Ring bei mir zumindest fast durchweg zuverlässig. Der Energy-Score von 70 entspricht zu diesem Zeitpunkt meinem subjektiven Körpergefühl. Ich habe nicht sonderlich gut geschlafen, aber es ging mir über den Tag verteilt »okay«. Abends habe ich hingegen entspannt, wie die App auch aufzeigt.

Das mag aufgrund der zuvor genannten Schwankungen nicht ins Bild passen. Bei diesem Wert spielen allerdings noch weitere Daten eine wichtige Rolle.

Der Ring leitet den Stress aus BPM beziehungsweise der Herzfrequenz zu einem bestimmten Zeitpunkt ab. Das funktioniert zumindest bei mir sehr gut.

Bin ich etwa durch Schlafmangel oder Krankheit gestresst und ist meine Herzfrequenz höher als üblich, zeigt mir die App das zuverlässig an. Dann sinkt der Erholungswert und die Software blendet entsprechende Warnsignale ein.

Kurzum: In diesem Bereich liefert der Ring zufriedenstellende Ergebnisse.

Akkulaufzeit

Der Hersteller gibt für sein Wearable eine Akkulaufzeit von vier bis sechs Tagen an. In der Praxis komme ich bei zwei Workouts zwischen 30 und 45 Minuten in der Regel auf vier Tage. Nach rund zwei Stunden ist der Ring wieder vollständig aufgeladen.

Im Lieferumfang ist ein Charger mit einem 1 Meter langen USB-C-Kabel enthalten.

Datenschutz

Wie andere Hersteller von Wearables auch, sammelt Ultrahuman verschiedene Arten von Daten. Dazu zählen persönliche Informationen sowie Gesundheits- und Fitnessdaten.

Das Unternehmen gibt an, keine Daten an Dritte zu verkaufen und sie nur so lange zu speichern, wie es für die Bereitstellung der Produkte und Dienstleistungen erforderlich ist.

Zudem gibt Ultrahuman an, gesetzeskonform mit der DSGVO zu agieren.

Durch die Nutzung der Produkte stimmt ihr allerdings zu, dass Teile eurer Daten weltweit, auch in Ländern wie den USA, gespeichert, verarbeitet und übertragen werden dürfen.

Zudem können Daten zur Speicherung an Drittanbieter wie AWS, Snowflake oder MongoDB Atlas in den USA weitergegeben werden, so das Unternehmen.

Seid euch also darüber im Klaren, dass eure Daten potenziell den Kontinent verlassen.

Solltet ihr den Ultrahuman Ring Air kaufen?

Der Ultrahuman Ring Air lohnt sich für euch, wenn ihr …

  • … kein Gadget für akkurate Messungen in hohen Herzfrequenzbereichen sucht.
  • … euren (körperlichen) Stress und Ruhepuls tracken möchtet.
  • … viel Wert auf die Optik und den Tragekomfort eines Smart Rings legt.
  • … kein Abo abschließen wollt.

Mögliche Alternativen zum Ultrahuman Ring Air

Wenn ihr einen smarten Ring ohne Abo-System sucht, solltet ihr euch den RingConn Gen 2 anschauen. Er bietet eine Akkulaufzeit von rund 12 Tagen, ein solides Schlaftracking und eine übersichtliche App mit vielen Funktionen.

Der Platzhirsch Oura überzeugt mit einer zuverlässigen Herzfrequenzmessung und Schlafüberwachung sowie einer vorbildlichen App. Das hat allerdings seinen Preis. Neben dem Einkaufspreis ab rund 400 Euro wird eine monatliche Gebühr von 6 Euro fällig. Zwar ist das Abonnement optional, doch ohne das Abo entfallen die wichtigsten Funktionen.

Wenn ihr in die Welt der smarten Ringe hineinschnuppern möchtet, bietet Amazfit mit seinem Helio Ring eine kostengünstige Alternative. Für unter 150 Euro erhaltet ihr eine solide Herzfrequenzmessung und ein Schlaftracking. Allerdings gibt es den Ring nur in wenigen Größen und die Akkulaufzeit beträgt lediglich drei Tage.

Im Test schneidet der Ultrahuman Ring Air nicht in allen Bereichen gut ab. Gleichzeitig zeigt das Wearable sein großes Potenzial. Die App überzeugt mit vielen Informationen und guten Ideen wie optionalen Features, die sich leicht integrieren lassen. Mit mehr Feinschliff und Verbesserungen der Messwerte wird daraus ein richtig guter Ring! Ich freue mich bereits auf die zweite Generation.

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