Seite 3: Valor Mortis im Test: Napoleons Kriege fordern einen schrecklichen Blutzoll, liefern aber ein richtig gutes Souls-like.

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Der ganz normale Seuchenwahnsinn

Stichwort Gegner. Da hätten wir ehemalige einfache Soldaten, die uns mit Säbeln oder Rapieren zu Leibe rücken oder mit Pistolen oder Musketen auf uns ballern. Dann wären da größere, fast mechanisch wirkende Monstren, deren Hiebe uns direkt ins Jenseits befördern können. Außerdem:

  • Aus Leichen zusammengeklebte Glitschmonster, die plötzlich fiese Stacheln ausfahren.
  • Zwischenbosse wie höherrangige Soldaten, die nicht nur mehr Gesundheitspunkte mit sich rumschleppen, sondern auch die eine oder andere fiese Attacke in petto haben.
  • Und dann natürlich die echten Bosse, die sich hinter den typischen Nebelportalen verbergen.

Von den Bossen gibt es in Valor Mortis gar nicht so viele, und so richtig schwierig sind die auch nicht, wenn man den richtigen Kniff gefunden beziehungsweise die richtige Waffe in den Händen hat. Aber sie sind hin und wieder … schräg. Ich würde euch zu gerne von dieser einen Begegnung berichten, aber das ist so wild, das kann ich nicht mal ansatzweise spoilern. Na ja, vielleicht doch, nämlich mit einem Namen: Don Quijote.

Die dicken Klopper sind ziemlich dick, deswegen lassen sich sich hin und wieder auch an Stellen cheesen, an denen sie nicht vorbei kommen. Die dicken Klopper sind ziemlich dick, deswegen lassen sich sich hin und wieder auch an Stellen cheesen, an denen sie nicht vorbei kommen.

Vom Säbel zum Claymore

Wir starten das Spiel mit einem schnöden Säbel, später finden wir eine Pistole mit fünf Schuss, dann eine Schrotrotze, dann ein Rapier, dann eine Muskete, dann das Claymore. Alle Waffen lassen sich – wie schon gesagt – bei James aufleveln. Vorausgesetzt, man findet den dafür notwendigen Krempel.

Denn auch wenn Valor Mortis relativ linear ist, so kann man doch das eine oder andere Item übersehen. So wird aus der anfänglichen Pistole, die nur fünf Kugeln in der Kammer hat, plötzlich eine mit acht Kugeln. Oder das Rapier lässt sich durch erfolgreiche Paraden förmlich aufladen, um beim nächsten schweren Angriff noch mehr Schaden rauszuhauen.

Video starten 5:32 So spielt sich Valor Mortis: Das düstere »Napoleon-Souls« zeigt über 5 Minuten Gameplay

Die Waffe, die alles hintenraus ein bisschen zu einfach macht, ist das Claymore. Das riesige Zweihandschwert ballert so massiven Schaden raus, dass selbst Bosse wie Butter in der Sonne schmelzen. Außerdem kommt das Ding von Haus aus mit zwei Bonuseffekten, die ganze Gegnerhorden etwa mit Stasis belegen können – oder gleich töten.

Zu Beginn noch echte Angstgegner. Dank Claymore verlieren sie aber ziemlich schnell die Füße über dem Boden.

Die in Kämpfen nutzbaren Magiefähigkeiten wie der in der Hand verbaute Flammenwerfer sind übrigens sehr begrenzt. Wer also glaubt, man könne in Valor Mortis ähnlich wie in Elden Ring knallhart zwischen Magie und Nahkampf beziehungsweise Schießen wählen, ist leider auf dem Holzweg. Das Spiel will, dass wir alles miteinander verbinden.

Apropos alles miteinander verbinden: Valor Mortis macht aus den Spezialfähigkeiten und den Perks (die bereits erwähnten Bernsteine) keine Wissenschaft, aber ein bisschen sollten die im Talentbaum freischaltbaren Skills und die in den Levels auffindbaren Perks schon miteinander harmonieren.

Wer gerne schießt, schnappt sich vielleicht den Bernstein namens Lucky Shot, der dafür sorgt, dass ein Schuss eventuell keine Patrone verbraucht, und levelt zusätzlich im »Skill Tree« den Headshot-Schaden. Die Bernsteine gibt es außerdem in drei Qualitätsstufen, abhängig davon, wie oft man sie gefunden hat. Wer also Lucky Shot drei Mal findet, hat das maximale Glück, eventuell keine wertvolle Munition zu verplempern, wenn er Napoleons Schergen ins Gesicht schießt.

Dieses Glitschmonster wurde per Stasis »eingefroren«, es reicht ein Pieks. Dieses Glitschmonster wurde per Stasis »eingefroren«, es reicht ein Pieks.

Sehr fair: Die maximal fünf Perks lassen sich jederzeit an den Laternen gegen andere austauschen. Und die Skills lassen sich gegen eine überschaubare Menge Katalysatoren wieder zurücksetzen. Vor eine Wand wird hier also niemand laufen.

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Kommentare(16)
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