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Was kommt nach Kingdom Come 2? Um das nächste Projekt von Warhorse ranken sich jetzt schon spannende Gerüchte

Wird es Kingdom Come 3? Ein anderes historisches Rollenspiel? Wagt sich das Studio an einen Ausflug ins Fantasy-Genre? Wir ordnen die Theorien ein, die durchs Internet geistern.

Wohin geht es für Warhorse, nun da Kingdom Come 2 abgeschlossen ist? Wohin geht es für Warhorse, nun da Kingdom Come 2 abgeschlossen ist?

»Was macht ihr als nächstes?«. Mit dieser Frage wird das tschechische Entwicklerstudio Warhorse derzeit bombardiert – kein Wunder, angesichts des gewaltigen Erfolgs von Kingdom Come: Deliverance 2

Noch hält sich das Team sehr bedeckt, aber in den letzten Monaten sind dennoch ein paar spannende Hinweise aufgetaucht. Und natürlich kocht auch die Gerüchteküche schon heiß. Wir fassen zusammen, was da gerade alles kursiert und für wie wahrscheinlich wir das jeweils halten.

Stephanie Schlottag
Stephanie Schlottag

Unsere Redakteurin Steffi ist immer dann am Start, wenn es um Rollenspiele, Story-Titel und Open Worlds geht. Auf ein Spiel wie Kingdom Come: Deliverance 2, das all diese Faktoren miteinander vereint, hat sie natürlich ein besonderes Auge.

Was sagt Warhorse selbst?

»Wir können aktuell noch nichts bekannt geben.« Eine konkrete offizielle Ankündigung von Warhorse gibt es also nicht. In Streams, sozialen Medien und auf Events wurden aber bereits folgende Infos bekannt:

  • Daniel Vávra ist nicht mehr als Game Director tätig (er macht jetzt einen KCD-Film), stattdessen gibt es nun zwei neue Game Directors: Prokop Jirsa und Viktor Bocan (beide schon lange bei Warhorse tätig und maßgeblich an KCD beteiligt). Das deutet natürlich sehr klar auf zwei Spiele in Entwicklung hin. Details erfahrt ihr hier:
  • Stellenanzeigen enthüllen, dass mindestens eines dieser neuen Spiele basierend auf Unreal Engine 5 entwickelt wird.
  • Laut Interview-Aussagen wird Warhorse definitiv bei immersiven Singleplayer-Rollenspielen bleiben, denn damit habe man nun viel Expertise gesammelt.
  • Das nächste Projekt soll schneller entstehen als KCD2. Communications Director Tobias Stolz-Zwilling erklärte in einem Stream, dass sieben Jahre zu lang gewesen seien. Er verspricht diesmal eine kürzere Entwicklungszeit – aber wir rechnen trotzdem mal mit den 2030ern für den nächsten Release.
  • Es muss nicht automatisch wieder ein historisches Setting werden.
  • Ein neues Kingdom Come ist weder gesetzt noch ausgeschlossen. Es sei wichtig, dass man nicht immer das Gleiche entwickle, sonst stelle sich irgendwann Erschöpfung ein, sagte Stolz-Zwilling etwa bei einem Fan-Event im September 2025.
  • Die unbestätigten Gerüchte um ein Mittelerde-Spiel aus dem Hause Warhorse werden zunehmend lauter und von mehreren Insidern bestätigt.
  • »Ich kann euch sagen, ihr werdet euch freuen.« Das verriet Lead Designer Prokop Jirsa in einem Twitch-Stream, als im Chat nach dem nächsten Spiel und Kingdom Come 3 gefragt wurde. Kann viel bedeuten.

Gut, soweit die Informationslage im April 2026. Gehen wir die wichtigsten konkreten Gerüchte mal einzeln durch.


Kommt Kingdom Come 3?

Natürlich liegt nach den Verkaufszahlen und Traumwertungen von KCD2 die Vermutung nahe, dass die Reihe weitergeführt wird. Es gäbe sogar genug offene Story-Stränge für ein direktes Sequel. Denkbar wäre aber auch eine Vorgeschichte oder ein Zeitsprung nach vorn in die Hussitenkriege – letzteres eine beliebte Fan-Spekulation.

Was spricht dafür?

  • Das Studio hat bereits Zugriff auf tonnenweise passende Assets und Spielmechaniken, was die Entwicklung eines KCD3 deutlich erleichtern dürfte.
  • KCD hat eine passionierte Fan-Gemeinde, die sich lautstark einen weiteren Teil erhofft – und Warhorse ist dafür bekannt, auf Community-Wünsche einzugehen.
  • Ein neuer Teil hätte blendende wirtschaftliche Aussichten, was auch den Shareholdern wichtig sein dürfte.

Was spricht dagegen?

  • Warhorse hat mehrmals deutlich gemacht, dass KCD nun da angekommen ist, wo man es sich seit der Kickstarter-Kampagne 2014 erträumt habe. Mehr war für die Reihe nie geplant.
  • »Wir wollen nicht für immer das Gleiche machen«, betont Warhorse regelmäßig.
  • Kingdom Come 2 bekam innerhalb eines Jahres sämtliche Addons und großen Updates, danach ist Schluss mit dem Support – früher als bei Kingdom Come 1. Das könnte man als Zeichen einer gewissen Müdigkeit der Marke gegenüber deuten – oder als Eifer, sich ans nächste Projekt zu klemmen.

Video starten 2:55 Kingdom Come 2 zeigt, was in der neuen Royal Edition steckt - und dazu schmettern Queens of the Stone Age

Wie glaubwürdig ist das?

Wir halten eine Weiterführung der Reihe für sehr wahrscheinlich, allein schon aus wirtschaftlichen Überlegungen. In schweren Branchenzeiten wie diesen ist so eine finanzielle Absicherung extrem wertvoll – natürlich kann auch eine etablierte Marke floppen, aber das Risiko ist eben deutlich geringer.

Ob es direkt mit Heinrichs Geschichte weitergeht, steht in den Sternen. Aufhänger gäbe es, aber andererseits endet die Story von KCD2 an einem zufriedenstellenden Punkt, der auch ein Abschluss sein könnte. Sehr gut möglich, dass das »Kingdom Come« erhalten bleibt, aber einen anderen Untertitel als »Deliverance« trägt.

Viele Fans vermuten einen Ausflug in die Hussitenkriege ab 1419, was allerdings bedeuten würde, dass zahlreiche wichtige Figuren in der Zwischenzeit verstorben sind (ein Blick in die Geschichtsbücher liest sich wie eine lange Friedhofsliste) – gut möglich, aber vermutlich würde es dann gleich einen neuen Cast mit neuem Hauptcharakter geben. Heinrich könnte ja einen Auftritt als NPC haben.

Neue Erweiterung für Kingdom Come 2?

Nein, es wird keine weiteren Addons mehr geben, nachdem mit Mysteria Ecclesiae der dritte Story-DLC erschienen ist. Das hat Warhorse mehrmals mitgeteilt und ein weiterer Beweis könnte nicht klarer sein: Die Royal Edition ist bereits erschienen. Wie schon bei KCD1 fasst sie das Spiel in seiner vollständigen Form zusammen.

Der Kloster-Ausflug nach Sedletz ist der Abschluss von Heinrichs zweitem Abenteuer. Der Kloster-Ausflug nach Sedletz ist der Abschluss von Heinrichs zweitem Abenteuer.


Mittelerde?

Es gibt immer wieder Gerüchte, dass Warhorse-Besitzer Embracer das Studio an ein Rollenspiel zu Herr der Ringe (oder Mittelerde im weiteren Sinne) setzen will. Etwa hier bei Reddit, wo von einem Open-World-Titel die Rede ist.

Was spricht dafür?

  • Embracer hält die Rechte an Mittelerde. 2024 gab der Konzern bekannt, dass er sich in drei Unternehmen aufteilen will, darunter »Middle-Earth Enterprises & Friends« (das inzwischen unter dem Label Fellowship Entertainment agiert). Zu letzterem gehört auch Warhorse. 
  • Der CEO von Warhorse, Martin Frývaldský, hatte bereits vor Monaten verkündet, dass das nächste Projekt nicht zwingend wieder etwas Historisches wird. Fantasy wäre also nicht undenkbar.
  • Es würde ins klar kommunizierte Konzept passen, dass Warhorse sich breiter aufstellen und nicht immer nur Kingdom Come machen möchte.
  • Mittelerde / Herr der Ringe ist eine der bekanntesten globalen Marken und wird vermutlich durch Rings of Power und den kommenden Film »Hunt for Gollum« neu angefacht werden. Ein großes Open-World-Rollenspiel im Tolkien-Kosmos dürfte Shareholdern durchaus schmackhaft zu machen sein. Dass im Haus Embracer etwas in Arbeit ist, sagen auch Insider:

Was spricht dagegen?

  • Allein die Zugehörigkeit zu Fellowship Entertainment sagt wenig aus, denn darunter fallen mehr als 50 Studios, etwa Eidos-Montreal und Aspyr Media.
  • Mittelerde wäre nicht nur ein Genre-Sprung von Historie zu Fantasy, sondern Warhorse müsste auch einen anderen Ton anschlagen – der teils herrlich krude Humor eines KCD würde im Tolkien-Kosmos grob anecken.

Wie wahrscheinlich ist das?

Wir halten es durchaus für denkbar. Sollte Warhorse tatsächlich an mehreren Projekten gleichzeitig arbeiten, dann wäre Mittelerde sicherlich ein glaubhafter Kandidat für eins dieser neuen Spiele. Möglich wäre auch, dass mehrere Embracer-Studios zusammen daran arbeiten. Die Unreal Engine 5 wäre sicher eine passende technische Grundlage für ein solches Mega-Projekt.

Spannend zu sehen wäre, ob sich das Konzept »Immersive Open World trifft persönliche Story« auf Mittelerde übertragen ließe. Immersiv soll es ja laut Warhorse garantiert wieder werden. Bei Herr der Ringe denken wir aber nicht unbedingt an Kräutersammeln, langsames Aufleveln und liebenswerte Nebenquests, sondern an epische Fantasy-Reisen und große Schlachten.

Mittelerde: Schatten des Krieges und Mordors Schatten sind inzwischen auch schon ein paar Jährchen alt. Zeit für was Neues? Mittelerde: Schatten des Krieges und Mordors Schatten sind inzwischen auch schon ein paar Jährchen alt. Zeit für was Neues?


Eine eigene Fantasy-Marke?

Immer mal wieder kursieren auch Vermutungen, Warhorse könnte sich an eine eigene Fantasy-Marke wagen. Dazu gibt’s bisher keine konkreten Hinweise, aber ausdrücklich ausgeschlossen wurde es auch nicht.

Was spricht dafür?

  • Wie oben schon erwähnt, sagte der CEO von Warhorse, man könne sich auch mal andere Genres als historischen Realismus vorstellen. Fantasy liegt nahe, weil beliebt bei der Zielgruppe und je nach Ausprägung recht nah am europäischen Mittelalter, mit dem das Studio nun viel Expertise gesammelt hat.
  • Eine eigens entworfene Fantasy-Welt bietet mehr kreative Freiheit als eine etablierte Marke wie Mittelerde.

Was spricht dagegen?

  • Es würde mehr geschäftliches Risiko bedeuten, statt auf eine bekannte Fantasy-Marke auf eine komplette Neuerfindung zu setzen. Zumal ein Teil der Fans grundsätzlich enttäuscht sein wird, wenn Warhorse weg von Historie geht – in diesem Bereich gibt es keine echte Alternative, zumindest nicht auf dem gleichen AAA-Niveau.

Wie wahrscheinlich ist das? 

Auch hier fällt uns eine Einschätzung noch sehr schwer. Ganz ausschließen wollen wir es nicht, aber ohne Hinweise bleibt es erstmal reine Spekulation. Wäre aber faszinierend zu erfahren, wie eine von Warhorse erdachte Fantasy-Welt aussieht!

Das Addon Begegnungen mit dem Tod brachte zwar keine echten Fantasy-Elemente nach KCD2, spielte aber trotzdem mehr mit dem Übernatürlichen. Das Addon Begegnungen mit dem Tod brachte zwar keine echten Fantasy-Elemente nach KCD2, spielte aber trotzdem mehr mit dem Übernatürlichen.


Ein neues historisches Setting?

Die Geschichte bietet unendlich viele mögliche Ansatzpunkte. Kein Wunder also, dass sich manche Fans erhoffen, Warhorse würde historisch fundiert bleiben, aber in eine andere Epoche und Gegend wechseln.

Was spricht dafür?

  • Auf diesem Feld kennt sich Warhorse bestens aus, nicht nur, was passendes Gameplay angeht. Auch die Recherche dürfte ihnen inzwischen leicht von der Hand gehen – Historiker kennen sie jetzt ja genug.
  • Die Community wäre sicher leicht zu begeistern, ein neues historisches Setting zu erleben. 
  • Warhorse könnte das Erlernte anwenden und trotzdem etwas Neues erschaffen, was frischen kreativen Wind bringen dürfte.

Was spricht dagegen?

  • Es könnte nach der CEO-Aussage gut sein, dass das Studio mittelfristig aus der reinen Historien-Nische ausbrechen will. Dann wäre natürlich wenig sinnvoll, ein anderes Geschichtspferd vor den Karren zu spannen.

Video starten PLUS 10:48 Wie Spiele die Geschichte verzerren - Video-Report: Historische Settings in Spielen

Wie wahrscheinlich ist das?

Halten wir für etwas wahrscheinlicher als eine ganz neue Fantasy-Marke, aber auch hier fehlen belastbare Hinweise. Wer in den Kommentaren ein bisschen Wunschdenken betreiben will, möge das natürlich gerne tun! Karolinger, irgendwer?


Strategie? Shooter? Multiplayer?

Nein, eine völlige Neuausrichtung des Studios ist derzeit ausdrücklich ausgeschlossen. Warhorse hat bereits mehrmals offiziell bestätigt, dass sie sich im Singleplayer-Rollenspielbereich zuhause fühlen, dass sie dort noch weiter wachsen wollen, und dass das nächste Projekt (oder die nächsten Projekte) wieder ein immersives RPG wird.

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