Es bahnt sich einer der größten Deals in der Geschichte von Hollywood an: Warner Bros. steht zum Verkauf. Und eigentlich ging man davon aus, dass Netflix der große Wurf gelingt.
Für knapp 83 Milliarden US-Dollar sollte der Streamingdienst das Filmstudio mitsamt großen Marken wie Game of Thrones, DC, Harry Potter, Looney Tunes und Dune inklusive der Plattform HBO Max übernehmen. Ein Angebot, dem Warner Bros. ursprünglich verbindlich zugestimmt hatte.
Laut Netflix ein Nice-to-have, kein Must-have
Doch jetzt kommt es zu einer überraschenden Wendung: Netflix zieht sich aus dem Bieter-Wettstreit zurück, nachdem Paramount ein verbessertes Angebot unterbreitet hat, das von den aktuellen WB-Inhabern als überlegen eingestuft wurde. Konkret ist von einem Betrag von 111 Milliarden US-Dollar die Rede.
Die beiden Netflix-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters erklärten in einer offiziellen Pressemitteilung, dass es für sie finanziell nicht mehr attraktiv
sei, das aktuelle Paramount-Angebot zu überbieten.
Beachtet dabei: Noch ist nicht in trockenen Tüchern, dass Paramount tatsächlich Warner Bros. für 111 Milliarden US-Dollar übernimmt. Darüber werden die aktuellen Inhaber und Aktionäre am 20. März 2026 abstimmen. Bis dahin bleibe die Vereinbarung mit Netflix in Kraft.
Derweil empfiehlt der Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery seinen Aktionären weiterhin, am Netflix-Angebot festzuhalten. Sollte Netflix Warner Bros. letztendlich nicht übernehmen, muss Paramount eine Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden US-Dollar begleichen, die das Unternehmen nach dem aktuellen Stand in Kauf nehmen will.
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Sollte der Deal grünes Licht bekommen, gehören Marken wie Game of Thrones und auch die Plattform HBO Max bald zu Paramount
Paramount selbst und insbesondere dessen CEO David Ellison stehen wegen ihrer Nähe zu Donald Trump (via NYPost) in der Kritik. Im letzten Quartal musste der Konzern einen Verlust von 570 Millionen US-Dollar einbüßen und es wird bereits munter spekuliert, ob Netflix abwarten und sich letzten Endes beide Firmen einverleiben könnte.
Zuvor hatte Paramount den Inhabern von Warner Bros. insgesamt acht verschiedene Angebote bereitet und sogar gegen Netflix geklagt, bis sich der Streaming-Gigant geschlagen gab. Im Bieterwettstreit haben unter anderem auch Unternehmen wie Comcast Angebote abgegeben, doch letztendlich lief es auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Netflix und Paramount hinaus.
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