Tom Selleck in Magnum, Freddie Mercury, Asterix und Obelix oder Henry Cavills retuschierte Gesichtsbehaarung bei den Nachdrehs zu Justice League - es gibt viele berühmte Schnauzbart-Träger.
Der bekannteste Oberlippenbart der Videospielwelt sitzt zweifelsohne im Gesicht von Super Mario. Das ist allerdings keine modische Entscheidung gewesen, wie sein Schöpfer Shigeru Miyamoto bereits in der Vergangenheit erklärt hat. Der Bart, die Mütze, der Overall - Marios Look hat technische Gründe.
Wie es zum Schnauzer kam
Marios Ursprung liegt in der 8-Bit-Ära, also in einer Zeit, in der Videospielcharaktere im Grunde aus einem kleinen Haufen Pixeln mit begrenzten Möglichkeiten zur Darstellung bestanden.
Im Jahr 2007 erklärte Miyamoto im Interview mit CNN, wie es zum Schnauzer bei der Entwicklung kam:
Wir mussten Mario als kleine Figur zeichnen und ihn gleichzeitig menschlich aussehen lassen. Dazu mussten wir ihm ein charakteristisches Merkmal geben, wie zum Beispiel eine große Nase. Wir haben ihm einen Schnurrbart verpasst, damit wir keinen Mund zeichnen mussten. Es ist schwierig, bei kleinen Figuren Gesichtsausdrücke zu zeigen.
Der Bart geht also auf die technische Limitierung der Videospielentwicklung der damaligen Zeit zurück. Das trifft übrigens auch auf Marios Kopfbedeckung zu.
Wie es zur Mütze kam
Miyamoto wollte seinen Entwicklern ersparen, die Haare von Mario animieren zu müssen. Gleiches galt übrigens auch für Augenbrauen und Stirn. Die einfachste Lösung war eine Mütze, wie er 2010 im Gespräch mit USA Today erklärte:
Die damalige Technologie diktierte die Art und Weise, wie wir die Figuren gestalteten. Wenn ich Mario eine Menge Haare gebe, muss man sie animieren, sonst sieht es nicht richtig aus. Da er eine Mütze hat, mussten wir uns darüber keine Gedanken machen. Wir mussten auch nicht seine Augenbrauen, seine Stirn oder all diese anderen Dinge zeichnen. Es war einfach ein sehr nützliches Hilfsmittel, um zu unterstreichen, was wir auf diesem kleinen Bildschirm erreichen wollten.
Um den Look zu vervollständigen, kamen das blaue Shirt und der rote Overall dazu. Die Hände blieben weiß. All diese hellen Farben hoben sich gut vom dunklen Hintergrund der ersten Spiele ab und halfen den Spielern zu erkennen, was auf dem Bildschirm passiert.
Natürlich könnte Super Mario heute ohne Probleme anders aussehen, doch der Look des Klempners ist fest ins kollektive Gedächtnis der Fans eingebrannt. Zudem gibt es keinen wirklichen Grund, sein Aussehen groß zu verändern.
Ein paar Anpassungen gab es im Laufe der Zeit aber doch. Mario hat mittlerweile Augenbrauen und Overall und Shirt haben die Farben getauscht. Gleichwohl lässt er sich in all seinen Varianten der letzten vier Jahrzehnte immer problemlos erkennen.
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