Warum Publisher auf Spieleabos setzen - Xbox-Chef erklärt Vorteile, Abonnenten kaufen trotzdem fleißig

Phil Spencer erklärt, warum Microsoft auf eine eigene Streaming-Plattform und den Xbox Game Pass setzt.

von Christian Just,
14.06.2018 16:51 Uhr

Xbox-Chef Phil Spencer ist von Spiele-Streaming und Abomodellen überzeugt.Xbox-Chef Phil Spencer ist von Spiele-Streaming und Abomodellen überzeugt.

Im E3-Interview mit Giant Bomb sprach Xbox-Chef Phil Spencer über die Zukunft des Gamings aus seiner Sicht. Dabei kam sowohl das Spiele-Streaming als auch das Spiele-Abo Xbox Game Pass zur Sprache.

Das Spiele-Streaming sei für Microsoft ein wichtiges Zukunftsmodell, denn Microsoft wolle seinen Kundenkreis vergrößern. Nicht jeder Spieler könne zwischen Konsolen, PC und Smartphones wählen. Manche spielten eben nur auf ihren Smartphones, und Microsoft wolle diese Spieler abholen und ihnen mehr Auswahl hochqualitativer Titel bieten. Auch deshalb konzentriere man sich in Zukunft stärker auf den Streaming-Sektor: Um Spielern mehr Optionen zu bieten, auf welchen Endgeräten sie spielen wollen.

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Das Abo als Modell der Zukunft

Der Xbox Game Pass, oder Abo-Modelle im Allgemeinen, sind laut Spencer wirtschaftlich sinnvoll. Spieler, die ein Abo abgeschlossen haben, würden nicht nur mehr spielen, sondern zur Überraschung des Xbox-Chefs auch mehr Spiele kaufen. Er führt das darauf zurück, dass ein häufiger Konsum auch zu mehr Kaufbereitschaft führe. Außerdem seien Game-Pass-Besitzer oftmals besser mit anderen Spielern vernetzt, wodurch quasi Synergieeffekte entstünden.

Somit sei eine Erweiterung des Abomodells über die Konsole hinaus der nächste logische Schritt für Microsoft, zum einen weil man durch Windows ohnehin einen Fuß in den Türen der meisten PCs hat, zum anderen weil der Mobile-Markt in Zukunft immer wichtiger wird. Auch für Entwickler würden sich mehr Möglichkeiten ergeben, wenn man die Plattformgrenzen einreißt.

Im Kontext des Game Pass merkt Phil Spencer an, dass Spiele trotz oder gerade wegen des Angebots im Game Pass häufig gekauft werden. Als Beispiel nennt er State of Decay 2 und Sea of Thieves, die sich deutlich besser als erwartet verkauft hätten. Ein Grund dafür ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nach die Vernetzung zwischen Spielern. Wenn also viele Game-Pass-Besitzer einen Titel spielen, erhöht sich auch die Chance, dass sie ihn ihren Freunden empfehlen.

Das ganze Giant-Bomb-Interview mit Phil Spencer könnt ihr euch hier anschauen:

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