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»Kenne ich diese Typen?« - Gandalf-Darsteller Ian McKellen musste seine erste und letzte Szene in Herr der Ringe direkt nacheinander filmen

Am Set fällt viel oft weniger dramatisch aus als auf der Leinwand. Für Ian McKellen als Gandalf war der Unterschied bei Der Herr der Ringe aber besonders absurd.

Gandalf (Ian McKellen) musst den Abschied von Frodo (Elijah Wood) und den anderen Hobbits wohl ohne große Gefühle drehen. Bildquelle: Warner Bros. Gandalf (Ian McKellen) musst den Abschied von Frodo (Elijah Wood) und den anderen Hobbits wohl ohne große Gefühle drehen. Bildquelle: Warner Bros.

Wir erleben während der Herr-der-Ringe-Saga viele dramatische Höhepunkte zwischen dem Zeitpunkt, als Gandalf die Hobbits kennenlernt und dem finalen Abschied. Für Gandalf-Schauspieler Ian McKellen lief das allerdings ganz anders ab.

Der berichtet im Februrar während eines Interviews mit The Late Show und Stephen Colbert nämlich (via Instagram), dass er seine erste und letzte Szene mit den Gefährten direkt nacheinander drehen musste.

Vom Kennenlernen direkt zum Abschied

Die erste Begegnung mit Frodo, Sam und Co. fand nur einen Tag vor der emotionalen Abschiedszene statt – ohne, dass er die Schauspieler vorher kennenlernen konnte. Die gemeinsame Reise durch das Filmuniversum von Herr der Ringe fand schließlich erst im Anschluss statt.

Bei LordoftheRingsUniverse könnt ihr euch das Reel-Video anschauen, das die Stelle im Talk-Video kompakt zusammenfasst.

Link zum Instagram-Inhalt

Seine Beschreibungen klingen dabei genauso humorvoll wie absurd:

Es war die allererste Szene meines Charakters, der gerade in Hobbiton ankam. Mit dem Hut, der ständig heruntergeweht wurde, weshalb ich ihn am Ende mit einem Gummi befestigen musste. Aber am nächsten Tag musste ich schon die allerletzte Szene des dritten Filmes aufnehmen. Da war ich schon Gandalf der Weiße, über den ich noch fast gar nichts wusste. Und ich verlasse diese vier kleinen Leute.

Also habe ich [den Regisseur] Peter Jackson gefragt, ob sich sie kenne und er sagte ja. Dann habe ich ihn gefragt, ob ich sie denn möge und er bejahte es wieder und erklärte, dass wir viel zusammen durchgemacht hätten. Wenn ihr euch die Szene jetzt nochmal anschaut, werdet ihr feststellen, dass in meinem Gesicht wirklich überhaupt nichts passiert. Ich dachte, das wäre die sicherste Strategie: Einfach nichts tun.

Schaut ihr euch die Stelle noch einmal an, könnt ihr nun ja genau darauf achten, welche Gefühle sich bei Gandalf in dem bewegenden Moment wirklich abzeichnen.

Weil die erste und die letzte Begegnung zwischen Gandalf und den Hobbits für Ian McKellen anders als für uns direkt hintereinander stattfanden, war er emotional nicht ganz so involviert wie die Zuschauer. Bildquelle: Warner Bros. Weil die erste und die letzte Begegnung zwischen Gandalf und den Hobbits für Ian McKellen anders als für uns direkt hintereinander stattfanden, war er emotional nicht ganz so involviert wie die Zuschauer. Bildquelle: Warner Bros.

Er muss doch das Drehbuch kennen

Womöglich erzählt er die Situation auch ein wenig überspitzt, denn während viele Instagram-Kommentare amüsiert reagieren, weisen andere berechtigerweise daraufhin, dass er gewusst haben muss, in welchem Verhältnis Gandalf und die Hobbits an diesem Punkt der Geschichte stehen. Immerhin sollte er nicht nur das Skript, sondern vermutlich auch die Buchvorlage gelesen haben.

Übertrieben oder nicht, in jedem Fall macht diese Erzählung deutlich, wie wenig die eigentliche Dreh-Erfahrung manchmal mit dem Filmerlebnis, das wir am Ende bekommen, zu tun haben. Umso beeindruckender, dass Schauspieler meist dennoch in der Lage sind, die Charaktere und ihre Emotionen glaubhaft rüberzubringen.

Mehr spannende Herr-der-Ringe-News und Gerüchte dazu, wie es für das Franchise weitergeht, findet ihr in den oben verlinkten Artikeln. Denn nicht nur zu den Ringen der Macht gibt es Neuigkeiten, auch zu einem neuen Film und sogar einem Rollenspiel im Universum gibt es erste Infos und Spekulationen.

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