Die meisten meiner Klemmbaustein-Modelle baue ich nach einiger Zeit wieder auseinander - um alle stehenzulassen fehlt einfach der Platz. Doch was ich nie weggeräumt habe, ist die Western Goldmine von BlueBrixx. Die steht hier inzwischen seit zwei Jahren und ich denke nicht daran, das in absehbarer Zeit zu ändern.
Denn obwohl das fast 3.000 Teile starke Bauwerk mehr Platz wegnimmt als alle meine Spielekonsolen zusammen, begeistert es mich auch nach so langer Zeit noch sehr. Doch perfekt ist die Goldmine ganz und gar nicht. Gerade die Funktionen enttäuschen mich bis heute. In diesem Test verrate ich euch alles, was ihr wissen müsst.
Fakten zum Set
- Name: Western Goldmine
- Themenwelt: Western
- Verfügbarkeit: BlueBrixx (exklusiv online)
- Preis: 130 Euro
- Teileanzal: 2.898
- Preis pro Teil: 4,5 Cent pro Stein
- Altersempfehlung: Erwachsene
Damit beeindruckt die Goldmine
Einfach gewaltig: Allein durch die Größe ist die Western Goldmine ein wahrer Blickfang. Die knapp 38,5 x 38,5 Zentimeter große Grundplatte ist beinahe komplett mit Berg und Bauwerk befüllt. Der Rest wird mit Pflanzen und Kieseln bestückt. An der höchsten Stelle misst das Set 38 Zentimeter und benötigt daher in allen drei Richtungen ordentlich Stauraum.
Optische Abwechslung: Trotz der recht eindimensionalen Farbpalette kommt beim Betrachten des Modells keine Langeweile auf, dafür gibt es einfach zu viel zu sehen. Neben dem Bergwerk gibt es eine Fördereinrichtung inklusive Räumlichkeiten, Schienen, Minenloren, einen Bohrer, einen Boiler, einen Wasserspeicher und zahlreiche kleine Details.
Um das Gebaute auch im Nachhinein genießen zu können, lassen sich die Dächer und einige der Gebäudewände abnehmen. Hier erhaltet ihr auch Zugriff auf einige der Funktionen. Auf die will ich aber später eingehen. Außerdem sind zwei der vier Bergseiten offen, wodurch ihr Einblick in das Bergwerk erhaltet.
Stabile Steine: Über die Steine kann ich kaum meckern. Es gibt einen leicht verzogenen Stein, mit etwas Mühe konnte ich ihn aber trotzdem benutzen. Ansonsten sind auf einigen der großen, glatten Platten Kratzer zu erkennen. Farbabweichungen sind mir nur an einer Stele aufgefallen. Die roten Ziegelsteine, die um die Ecke gesetzt werden, sind etwas dunkler als die anderen Exemplare. Das fällt aber nicht zu sehr auf.
Irgendwelche bunten Experimente im Innenleben gibt es auch nicht. Das gesamte Set ist in passenden Farben gehalten.
Ein Aufbau mit kleinen Hürden: Ältere BlueBrixx-Special-Sets hatten noch keine physische Anleitung, diese sind nur digital erhältlich. Für mich war das kein Problem, doch ohne Tablet oder Laptop kann das schnell frustrieren.
Außerdem gibt es keine Bauschritt-Unterteilung. Ich hatte also auf einen Schlag fast 3.000 Teile, die ich irgendwo verstauen musste. Auch das Suchen bestimmter Steine hat dementsprechend manchmal Minuten in Anspruch genommen. Wenn ihr das kennt oder für die Zukunft gewappnet sein wollt, schaut in unserem Aufbau-Guide vorbei. Dort nennen wir euch sechs Tipps, mit denen ihr euch beim Klemmbaustein-Hobby viel Frust sparen könnt.
Die größte Hürde war die Aufhängung des Seilzugs. Ich habe über eine halbe Stunde gebraucht, um das Ding korrekt anzubringen. Und da ist der Zusammenbau der Einzelteile noch nicht mal inkludiert. Am Ende musste ich eine zweite Person dazu rufen, weil ich es sonst nicht hinbekommen hätte. Auch wenn andere Menschen hier womöglich nicht so lange hängen dürften wie ich, ist dieser Bauschritt wirklich herausfordernd.
Das könnte die Mine zum Einsturz bringen
Viele Funktionen, doch kaum eine funktioniert. In der Theorie soll es wie folgt ablaufen: In den Loren befinden sich lose Steine und Goldstücke, die ich in das Bergwerk fahren und dort in den Seilzug umfüllen kann. An der Spitze angekommen, schwenke ich den Aufzugbehälterund lasse die Steine in eine Rutsche fallen, wo sie dann am Ende aufgefangen werden. Hier kann ich jetzt an einer Kurbel drehen, mit der sie durch eine kleine Stampfanlage laufen und in einem Trog landen.
In der Praxis kippt der Aufzugbehälter bei jeder Bewegung um, weswegen es nicht möglich ist, ihn zu befüllen. Die Rutsche funktioniert nur für eckige Steine. Alle anderen bauen zu viel Geschwindigkeit auf und fliegen aus der Bahn. Und die Stampfanlage verstopft regelmäßig. Das ist wirklich schade, denn beim Bau habe ich mich sehr auf einige Spielereien gefreut.
Am Ende ist es mir lieber, dass die Funktionen angedeutet werden als, dass sie komplett fehlen, doch zufriedenstellend ist das nicht. Wie das ganze abläuft, seht ihr hier:
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Wir zeigen alle Funktionen der Western Goldmine von BlueBrixx und es wird zur Fail Compilation
Es fliegt zu viel herum: Versteht mich nicht falsch, insgesamt ist das Modell wirklich stabil gebaut, doch es kommt manchmal nicht so rüber. Grund dafür ist in erster Linie die dünne und biegsame Grundplatte, auf der sich die zahlreichen, mit weniger Klemmkraft ausgestatteten Pflanzen schnell ablösen. Dafür reicht schon eine kleine Berührung. Der Transport ist damit zwar möglich, aber herausfordernd.
Und dann sind da noch die vollständig lose Schubkarre und der riesige Hauptschornstein. Letzterer trennt sich mindestens jedes zweite Mal ab, wenn ich das Hauptdach abnehme. Auf die gesamte Masse an Elementen ist das vertretbar, aber es fällt etwas störend auf.
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