Habt ihr euch jemals gefragt, was ein Schauspieler in einer der größten Netflix-Serien verdient, wenn er nicht gerade Millie Bobby Brown oder David Harbour heißt?
Tristan Spohn, der in der vierten Staffel von Stranger Things die Rolle von »Nummer Zwei« spielte, hat nun die Bücher geöffnet und verraten, was für seinen Auftritt in fünf Episoden auf seinem Konto landete – und was nicht.
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Was verdient man als Nebendarsteller bei Netflix?
Auf dem Papier hat Netflix für Spohns sechswöchiges Engagement eine beachtliche Summe investiert. Rechnet man alles zusammen – von der Gage über Boni bis hin zu Reise- und Hotelkosten –, belaufen sich die Gesamtausgaben auf 66.923 US-Dollar.
Eine stolze Summe für eine Nebenrolle in fünf Episoden. Doch wer jetzt denkt, Spohn sei um diesen Betrag reicher, irrt gewaltig. Denn diese Zahl ist nur der Anfang einer langen und komplexen Abrechnung.
Lasst uns die Zahlen mal aufdröseln, um zu sehen, was Spohns Bruttoverdienst ausmachte. Denn neben der reinen Gage verstecken sich hier einige spannende Überraschungen.
Reise - und Hotelkosten
Noch bevor auch nur ein Cent an Gage floss, musste Netflix für Spohns Anwesenheit tief in die Tasche greifen. Da der Schauspieler in Texas lebt und die Dreharbeiten in Atlanta stattfanden, übernahm Netflix:
- Reisekosten: Flüge und ein persönlicher Fahrer schlugen mit rund 700 US-Dollar zu Buche.
- Unterkunft: Für die sechs Wochen Drehzeit wurde Spohn im luxuriösen Georgian Terrace Hotel untergebracht, was die Produktion nach heutigen Preisen etwa 7.561 US-Dollar kostete.
Basisgage und Überstunden
Das Fundament seiner Bezahlung war seine Gage, die durch die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA festgelegt ist. Für seine Arbeit erhielt er:
- Hauptgage: 30.000 US-Dollar für sechs Wochen Drehzeit.
- Nachdreh: 2.287 US-Dollar für einen zusätzlichen halben Drehtag.
- Überstunden: 4.700 US-Dollar, da die Drehtage oft die üblichen zwölf Stunden überschritten haben.
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Die versteckten Boni und Tantiemen
Wirklich interessant wird es bei den Zahlungen, die über die reine Schauspielarbeit hinausgehen. Hier zeigt sich die Macht der Gewerkschaftsverträge noch deutlicher:
- Tagegeld (Per Diem): Obwohl am Set für Verpflegung gesorgt war, erhielt Spohn täglich 60 Dollar für Essen und sonstige Ausgaben. Das summierte sich auf 2.580 US-Dollar.
- Bezahlung für Reisezeit: Die Fahrten zwischen Hotel und Set wurden mit 150 Dollar pro Stunde vergütet, was ihm zusätzlich 2.485 US-Dollar einbrachte.
- Wiederverwendung von Material: Kurze Ausschnitte seiner Szenen, die er für andere Folgen drehte, wurden auch in den Episoden 1 und 3 genutzt. Jede dieser Wiederverwendungen brachte ihm Geld ein, insgesamt 3.944 US-Dollar.
- Tantiemen: Und das Geld fließt weiter. Solange Stranger Things gestreamt wird, erhält Spohn Tantiemen. Bisher summierten sich diese Zahlungen auf 12.666 US-Dollar.
Rechnet man all diese Posten zusammen, ergibt sich ein Bruttoverdienst von 58.662 US-Dollar. Das ist die Summe, die ihm theoretisch gehörte, bevor der Fiskus und seine Agenten anklopften. Von seinem Bruttoverdienst in Höhe von 58.662 Dollar gingen dann die unvermeidlichen Abzüge ab:
- Agenturgebühr: Seine Agentur erhielt eine Provision von 10 Prozent, was 4.430 US-Dollar entspricht.
- Steuern: Der größte Batzen ging mit rund 15.639 US-Dollar an den Staat.
Nach Abzug aller Kosten und Gebühren landeten auf Tristan Spohns Bankkonto am Ende 38.593 US-Dollar.
Ist das jetzt viel oder wenig?
Für einen normalen Arbeitnehmer klingt diese Summe für sechs Wochen Arbeit erst mal astronomisch, denn sie entspricht in vielen Ländern einem sehr soliden Netto-Jahresgehalt. Für einen Schauspieler, der sich oft von Kleinrolle zu Kleinrolle hangeln muss, ist ein solcher Job natürlich ein absoluter Glücksgriff, der finanzielle Sicherheit für Monate schafft.
Stellt man diese Summe jedoch in den Kontext von Stranger Things, sieht die Welt anders aus: Hauptdarsteller wie David Harbour (Jim Hopper), Millie Bobby Brown (Eleven) oder Winona Ryder (Joyce Byers) verdienten in derselben Staffel rund 350.000 Dollar pro Folge.
Andere Jungstars wie Finn Wolfhard (Mike) oder Gaten Matarazzo (Dustin) strichen immer noch 250.000 Dollar pro Episode ein. Im Vergleich zu diesen Gagen ist Spohns Verdienst also kaum mehr als ein Trinkgeld.
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