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»Tiefgründiger als alles andere«: Shatner erklärt, warum ein Kinderfilm für ihn das Sci-Fi-Genre definiert

Wenn William Shatner privat den besten Sci-Fi-Film aller Zeiten kürt, fliegt er nicht mit der Enterprise, sondern mit einem BMX-Rad dem Mond entgegen.

Captain Kirks Lieblingsalien ist überraschenderweise nicht Mister Spock. (Bild: Universal Paramount) Captain Kirks Lieblingsalien ist überraschenderweise nicht Mister Spock. (Bild: Universal / Paramount)

Wer eine Ikone wie William Shatner nach seinem liebsten Science-Fiction-Film fragt, erwartet insgeheim wohl eine Antwort aus dem riesigen Star-Trek-Universum. Immerhin hat er als Captain Kirk über Jahrzehnte das Genre geprägt wie kaum ein Zweiter.

Umso überraschender ist seine Wahl, die zeigt, dass sein Herz für eine ganz andere Art von Alien-Begegnung schlägt: Sein Favorit ist nicht etwa »Der Zorn des Khan« oder ein anderer Enterprise-Auftritt, sondern Steven Spielbergs Meisterwerk aus dem Jahr 1982: »E.T. – Der Außerirdische«.

Eine Ode an die kindliche Fantasie

Der Grund für Shatners Wahl liegt in der emotionalen Tiefe des Films: Er bezeichnete »E.T.« als »einen der tiefgründigsten Science-Fiction-Filme, weil er sich mit der Fantasie der Kindheit auseinandersetzte«. Statt Phasern und komplexer Föderations-Politik bevorzugt Captain Kirk privat eine Geschichte über Freundschaft, Verlust und das Wunder des Unbekannten, gesehen durch die Augen eines Kindes.

»E.T.« war bei seinem Erscheinen ein riesiges Kulturphänomen, das die Herzen von Millionen Zuschauern eroberte und das Bild des Außerirdischen neu definierte: nicht als bedrohlichen Invasoren, sondern als verletzliches, liebenswertes Wesen.

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Ein Blick auf Shatners Sci-Fi-Geschmack

Die Wahl von »E.T.« als Nummer 1 ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs: Seine vollständige Liste seiner liebsten Sci-Fi-Werke zeigt einen breit gefächerten und anspruchsvollen Geschmack, der viele Klassiker des Genres umfasst. Für alle, die neugierig sind, was der Captain sonst noch empfiehlt, hier sind einige weitere seiner Favoriten:

  • Star Wars: Episoden 4–6 (1977–1983): Auch wenn es eine ewige Rivalität zwischen den Fan-Lagern gibt, zollt Shatner dem großen Konkurrenten Respekt.
  • Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977): Ein weiterer Spielberg-Film, der das Thema des Erstkontakts behandelt.
  • Alien (1979): Ridley Scotts Weltraum-Horror gilt bis heute als Meilenstein.
  • 2001: Odyssee im Weltraum (1968): Stanley Kubricks philosophisches, bildgewaltiges Epos darf auf einer solchen Liste natürlich nicht fehlen.
  • Star Trek: Der Film (1979): Eine Überraschung für viele Fans. Shatner bevorzugt den oft als langsam und zu intellektuell kritisierten ersten Kinofilm der Enterprise-Crew, der sich stark an »2001« orientierte.

Interessanterweise verteidigt Shatner damit einen der umstrittensten Star-Trek-Filme, was seine Vorliebe für anspruchsvolle Science-Fiction unterstreicht. Die Action und die klar definierten Gut-gegen-Böse-Konflikte, wie sie etwa »Der Zorn des Khan« bietet, scheinen ihn persönlich weniger zu fesseln als die großen, unbeantworteten Fragen – auch wenn der Star-Trek-Film letztlich am Ziel vorbeigeschossen ist.

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