Windows 10 vor Windows 7 - Über drei Jahre nach Release

Lange Zeit hat sich Windows 7 laut Netmarketshare hartnäckig vor Windows 10 gehalten. Bei den Zahlen für den Dezember 2018 ist das erstmals anders.

von Nils Raettig,
03.01.2019 19:42 Uhr

Trotz der Möglichkeit, kostenlos von Windows 7 zu Windows 10 zu wechseln, hat es lange gedauert, bis Microsofts neuestes Betriebssystem seinen Vorgänger bei den Statistiken von Netmarketshare überholen konnte.Trotz der Möglichkeit, kostenlos von Windows 7 zu Windows 10 zu wechseln, hat es lange gedauert, bis Microsofts neuestes Betriebssystem seinen Vorgänger bei den Statistiken von Netmarketshare überholen konnte.

Windows 10 ist Ende Juli 2015 auf den Markt gekommen, in einer etwa ein halbes Jahr später durchgeführten Umfrage auf GameStar.de hat bereits fast die Hälfte der knapp 19.000 Teilnehmer angegeben, das neue Betriebssystem zu nutzen. Windows 7 kam in derselben Umfrage auf eine Verbreitung von etwa 37 Prozent.

Bei den Zahlen des Analysedienstes Netmarketshare auf Basis von Webseiten-Zugriffen herrschen dagegen ganz andere Verhältnisse. Anfang 2016 lag Windows 10 dort nur bei einem Anteil von 15,6 Prozent, während Windows 7 auf 48,8 Prozent kam.

Dieser deutliche Vorsprung ist allerdings langsam, aber sicher gesunken und im Dezember 2018 war es dann soweit: Windows 10 hat Windows 7 erstmals in der Statistik von Netmarketshare überholt - wenn auch nur knapp.

Steter Tropfen höhlt den Stein: Windows 10 lag im Dezember 2018 erstmals vor seinem Vorgänger Windows 7. (Quelle: Netmarketshare.com).Steter Tropfen höhlt den Stein: Windows 10 lag im Dezember 2018 erstmals vor seinem Vorgänger Windows 7. (Quelle: Netmarketshare.com).

Laut den Zahlen für den letzten Monat erreicht Windows 10 39,2 Prozent, Windows 7 kommt auf 36,9 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen mit deutlichem Abstand und Werten von jeweils etwa 4,5 Prozent Mac OS X (10.14), Windows XP und Windows 8.1. Linux kommt auf zwei Prozent Anteil.

Der reguläre Support für Windows 7 ist bereits ausgelaufen, in einem Jahr (14. Januar 2020) endet schließlich auch der erweiterte Support für wichtige Sicherheits-Updates. Unternehmen mit Volumenlizenz können solche Aktualisierungen allerdings entgegen Microsofts ursprünglicher Pläne noch drei Jahre länger erhalten, müssen dafür aber pro Gerät und in jedem Jahr mehr zahlen.

Gerade im Geschäftsumfeld und in Bildungseinrichtungen kommt häufig noch Windows 7 zum Einsatz. Neben dem verlängerten Support-Zeitraum trägt Microsoft dem auch mit einer verlängerten Unterstützung von Office 365 auf älteren Betriebssystemen Rechnung.

Eigentlich sollte Office 365 ab 2020 nicht mehr auf den Vorgängern von Windows 10 inklusive Windows 7 und Windows 8.1 funktionieren, aber auch dieser Zeitraum wurde um drei Jahre verlängert. Laut einem offiziellen Blog-Eintrag ist das Ziel dabei, Kunden den Umstieg zu einem »modernen Desktop« zu erleichtern.

Ob diese Strategie Erfolg hat oder Windows 7 weiter ein so hartnäckiger Konkurrent für Windows 10 bleiben wird, wissen wir spätestens in drei Jahren.

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