Seit Monaten verteilt Microsoft sukzessive das jährliche Funktionsupdate für Windows 11. Mit dem 24H2-Update versprechen die Entwickler unter anderem Leistungsoptimierungen beim Aktualisieren, native Unterstützung für Wi-Fi 7 oder umstrittene KI-Funktionen wie Windows Recall.
Wie die Entwickler im »Release Health Center« erklären, startet nun die nächste Phase des stufenweisen Rollouts. Konkret heißt es hier:
Berechtigte Geräte, auf denen die Home- und Pro-Editionen von Windows 11, Version 23H2 und 22H2 ausgeführt werden, werden schrittweise auf Version 24H2 aktualisiert.
Im Klartext: In den kommenden Tagen landet Windows 11 24H2 automatisch auf euren Rechnern, sofern entweder die vorhergehenden Versionen 22H2 oder 23H2 installiert sind.
Die einzigen Ausnahmen in dieser Phase betreffen Computer, die von einer Organisation verwaltet werden. Dazu zählen etwa Bildungseinrichtungen und Unternehmen.
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Wir ignorieren die Windows-Warnung, den PC nicht auszuschalten und es passieren merkwürdige Dinge
Windows 11: Update-Pause ist möglich – aber nicht für immer
Wenn ihr das automatische Update verhindern wollt, ist das zumindest für wenige Wochen möglich. Hierfür müsst ihr in die Systemeinstellungen gehen.
- Klickt den Reiter »Windows Update« an.
- Öffnet das Dropdown-Menü im Reiter »Updates aussetzen«.
- Stellt hier die Länge ein, in der ihr auf Updates verzichten wollt.
Und ja, natürlich könnt ihr auch auf Windows 11 24H2 verzichten, indem ihr bei Windows 10 bleibt. Hier naht allerdings das Support-Ende in rund neun Monaten.
Und ja, natürlich steht euch auch der Wechsel auf Linux frei. Wie sich die Umstellung nach einem Jahr Dauereinsatz anfühlt, hat Mathias für euch zusammengefasst:
Windows 11 24H2: Alle bekannten Probleme
Die Nutzer, die sich der Microsoft-Aufforderung zum Update auf Windows 11 24H2 nicht widersetzen, müssen indes mit Problemen rechnen. Denn schon seit dem Beginn der Verteilung trudeln immer wieder Berichte über Bugs und Abstürze ein.
Die Entwickler selbst halten die Liste an Fehlern zusammen mit dem jeweiligen Fortschritt auf aktuellem Stand – wir fassen für euch im Folgenden die wohl wichtigsten Bugs zusammen:
- Bei Windows-11-Rechnern, bei denen ein Installationsmedium mit Oktober- und November-Update genutzt wurde, kommt es zu Problemen mit darauffolgenden Updates, die sich nicht installieren lassen.
- In einigen Spielen sorgt die Auto-HDR-Funktion unter Windows 11 24H2 wahlweise für Abstürze oder zeigt falsche Farben an.
- Bei einigen Komplett-PCs und Laptops des Herstellers Asus kann das Update unter Umständen nicht fertiggestellt werden. Stattdessen kommt es zu einem Bluescreen und einem Abbruch der Installation.
- Einige ältere Versionen der Anti-Cheat-Software »Easy Anti-Cheat« können einfrieren und einen Bluescreen auslösen. Dieses Problem soll kurioserweise mit den neuen Intel-Prozessoren der Generation »Arrow Lake« zusammenhängen, ein Treiber ist unterwegs.
- Auch die native Kamera-Anwendung ist unter Windows 11 24H2 von Problemen geplagt. Diese betreffen unter anderem die Gesichtserkennung wie »Windows Hello«, die nicht mehr reagiert.
Das Problem über abstürzende Ubisoft-Spiele wurde laut den Entwicklern inzwischen gelöst. Seit wenigen Tagen ist die zugehörige »Safeguard«-Sperre aufgehoben, sodass auch hier betroffene Rechner in den kommenden Tagen mit der Ankunft von Windows 11 24H2 rechnen müssen.
Wie werdet ihr's machen? Landet Windows 11 24H2 in den kommenden Tagen auf eurem Rechner oder ist es vielleicht sogar schon drauf? Oder werdet ihr das Update so lange wie möglich hinauszögern? Kommt für euch ein Wechsel auf Linux infrage? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
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