Er war so genervt vom langsamen Windows 11 im Vergleich zu Windows 10, dass er den Code durchsuchte und ein Detail fand, das das Problem erklären könnte

Es geht zwar nur um minimal langsamere Interaktionen, aber im Alltag können sie dennoch spürbar sein.

Windows 11 ist grundsätzlich ein schnelles Betriebssystem, an der ein oder anderen Stelle hakt es aber im Vergleich zu Windows 10 doch. (Bildquelle: Microsoft) Windows 11 ist grundsätzlich ein schnelles Betriebssystem, an der ein oder anderen Stelle hakt es aber im Vergleich zu Windows 10 doch. (Bildquelle: Microsoft)

Ich bin grundsätzlich zufrieden mit Windows 11 und komme im Alltag gut damit zurecht, auch im Vergleich zu Windows 10.

Doch von Anfang an gab es Aspekte, die mich gestört haben, wie ihr im Artikel Diese sieben Dinge haben mich an Windows 11 schon nach kurzer Zeit genervt nachlesen könnt. Fast alle davon haben weiterhin Bestand, so auch der Punkt: Manche Menüs öffnen sich etwas langsamer.

Ich bin offenbar nicht der Einzige, den das stört, denn ein chinesischer YouTuber hat sich die Sache nun etwas genauer angesehen und einen möglichen Grund für die gewisse Verzögerung gefunden. Er nennt sich XAML beziehungsweise Extensible Application Markup Language.


Video starten 5:54 Windows 11 verlangt zwei Extras, aber hast du sie schon aktiviert? Wie du es herausfindest und sie einschaltest


Alt trifft auf Neu

XAML ist vereinfacht gesagt dafür da, modernere Windows-Anwendungen der Universal Windows Platform (UWP, eingeführt mit Windows 10) in Standard-Desktop-Anwendungen (Win32) zu übertragen.

Microsoft selbst nutzt das, um Animationen, Transparenz-Effekte und die aktuelle Design-Sprache von Windows 11 möglichst umfassend verwenden zu können. Das zeigt sich auch am Beispiel des neuen Kontextmenüs.

Es gehört zu den Menüs, die sich auch heute noch mit einer leichten Verzögerung öffnen. Wechsle ich dagegen zum alten Kontextmenü zurück (siehe auch den Artikel Diese 11 Dinge habe ich in Windows 11 zuerst geändert), sehe ich das Menü wieder sofort nach einem Rechtsklick.

Das Ausschalten der Animationen in den Windows-Einstellungen (Barrierefreiheit \ Visuelle Effekte) schafft hier keine Abhilfe. Dafür hilft es aber in einem anderen Punkt:

  • Sind die Animationen an, dauert es im Task-Manager einen Moment, bis sich beim Beenden eines Prozesses im Detailbereich das Bestätigungsfenster öffnet.
  • Sind die Animationen aus, erscheint das Fenster dagegen sofort.

Versteht mich nicht falsch, wir reden hier nicht von großen Problemen. Es fühlt sich aber dennoch einfach flüssiger an, wenn jedes Fenster in Windows möglichst sofort erscheint, selbst wenn wir da im Vergleich zu vergangenen Zeiten längst sehr verwöhnt sind, auch dank schneller SSDs.

Auto versus Fahrrad

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Zwei Aspekte sind laut dem YouTuber entscheidend für die langsamere Performance der angesprochenen Menüs unter Windows 11:

  • Nicht angezeigte Frames: Im Falle der Animationen kommt es im Taskmanager zur Berechnung von Frames, die nicht angezeigt werden. Dies führt zu der leichten Verzögerung in der Darstellung.
  • GPU statt CPU: XAML-Elemente werden mithilfe der GPU beschleunigt. Geht es aber nur um sehr kleine Aufgaben wie die Darstellung des Kontextmenüs, wäre die CPU die bessere Wahl, weil die Initialisierung der GPU dann wegfällt.

Der YouTuber vergleicht den letzten Punkt mit der Fortbewegung auf einem Fahrrad und mit einem Auto.

Während man beim Fahrrad einfach aufsteigen und losfahren kann, muss das Auto erst angelassen und ausgeparkt werden.

Geht es nur um kurze Strecken, reicht die Fortbewegung mit dem Fahrrad, die schneller in Gang kommt, auch wenn die Maximalgeschwindigkeit deutlich niedriger ist als bei einem Auto.

Video starten 1:07 »Es war ein Fehler«: Wäre es nach Bill Gates gegangen, gäbe es eine berühmte Tastenkombination nicht

Kleinvieh macht auch Mist

Als jemand, der Windows sowohl privat als auch beruflich ständig nutzt, würde ich mehr sehr wünschen, dass Microsoft die kleine, aber dennoch spürbare Verzögerung mancher Menüs aus Windows 11 entfernt, ohne dass weitere Schritte dazu nötig sind.

Man stelle sich vor, ein ehemaliger CEO von Microsoft würde öffentlich ebendarum bekennen, wieder zu Windows 10 gewechselt zu sein. Ein Wechsel, der Bill Gates zu einer klaren Reaktion bringen würde:

»Ich müsste mich wohl vor der Presse verstecken«: Bill Gates sagt, was er tun würde, wenn Steve Ballmer von Windows 11 zu Windows 10 wechseln würde

Wie sieht es bei euch aus? Nutzt ihr Windows 11 schon eine gewisse Zeit und falls ja, ist euch die gewisse Verzögerung bei manchen Menüs auch schon störend aufgefallen? Falls ihr dagegen noch mit Windows 10 oder einem anderen Betriebssystem unterwegs seid, was hat euch bislang vom Wechsel zu Windows 11 abgehalten? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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